Mercedes: Erst "wirklich gut", dann "kleiner Rückschritt" in Austin

Wie sich die Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Valtteri Bottas die Form ihres Teams beim Trainingsauftakt zum Formel-1-Grand-Prix in Austin erklären

Mercedes: Erst "wirklich gut", dann "kleiner Rückschritt" in Austin

Mercedes hat den Trainingsauftakt zum USA-Grand-Prix 2021 in Austin (alle Einheiten hier im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!) bestimmt und mit 1:34.874 Minuten die Tagesbestzeit erzielt. Deshalb spricht WM-Kandidat Lewis Hamilton von einem "insgesamt guten Tag", doch Mercedes nehme auch Hausaufgaben aus den beiden einstündigen Sitzungen mit.

Das erste Freie Training hatte die deutsche Marke regelrecht dominiert und war mit beiden Autos nach vorne gefahren, mit einem Puffer von 0,932 Sekunden auf Max Verstappen und Red Bull als schärfstem Verfolger. Diese Leistung sei "wirklich gut" gewesen, meint Hamilton.

Warum aber ist es Mercedes dann im zweiten Training nicht gelungen, daran anzuknüpfen? Hamilton blieb mit 1:35.310 Minuten gut eine halbe Sekunde hinter der Zeit zurück, die Valtteri Bottas in der ersten Einheit erzielt hatte. Bottas fehlte ein weiteres halbes Zehntel. Und Bottas meint, Mercedes habe "vielleicht Rückschritte gemacht" im Vergleich zum ersten Training.

Hamilton: Änderungen haben nicht gewünschten Effekt

Denn Red Bull hatte den Spieß umgedreht und war mit Sergio Perez in 1:34.946 Minuten an die Spitze gefahren. Das erklärt sich Hamilton mit "Änderungen", die sein Team zwischen den beiden Einheiten vorgenommen habe. "Danach war ich nicht zufrieden", erklärt der WM-Titelverteidiger, ohne ins Detail zu gehen.

Hamilton weiter: "Es war damit nicht so schlecht, aber wir haben Boden auf [Red Bull] verloren - oder sie haben zugelegt. Also wie immer: Über Nacht müssen wir noch arbeiten."

Es sei generell schwierig, eine Abstimmung zu finden, die in Austin sowohl über eine schnelle Runde als auch über die Renndistanz funktioniere, so Hamilton. "Überhaupt ist das Auto nicht einfach abzustimmen. Wir haben aber einige Erkenntnisse gewonnen, womit wir gut weiterkommen sollten."

Mercedes stark auf eine Runde und im Longrun

Tatsächlich hat Mercedes in beiden Disziplinen eine gute Figur gemacht: mit Soft-Reifen in der Qualifying-Simulation und mit Medium über eine größere Distanz. Bottas spricht deshalb von einem grundsätzlich "guten Auto", das Mercedes in Austin habe, und es sei "alles drin" für sein Team an diesem Wochenende.

Bottas selbst aber geht mit einem Handicap in den Grand Prix am Sonntag: Ein außerplanmäßiger Motorwechsel wirft ihn in der Startaufstellung um fünf Positionen zurück. "Dieses Mal fällt die Strafe aber geringer aus als bei anderen Gelegenheiten", sagt Bottas. "Ausgehend davon kann ich immer noch ein gutes Rennen fahren."

Speziell er habe sich deshalb im zweiten Freien Training ganz auf die Rennabstimmung konzentriert. "Es liegt trotzdem noch viel Arbeit vor uns beim Set-up", meint Bottas. "Das [Auto] lässt sich nicht so einfach fahren. Es fühlt sich an, als hätte die Strecke an mehreren Stellen ziemlich viel Grip verloren. Die Balance ist ein bisschen unkonstant."

Und für das Rennen brauche er ein möglichst gutmütiges Auto, schließlich habe er noch einiges vor: "Ich werde definitiv mit anderen Autos kämpfen müssen und ich werde auch überholen müssen, wenn ich noch aufs Podium fahren und um den Sieg kämpfen will. Also wie immer, bis dahin haben wir noch einiges zu tun."

Zur Stinkefinger-Szene mit Verstappen aus dem zweiten Freien Training äußerte sich Hamilton übrigens nicht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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