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Mercedes jubelt über P5 und P6: "Haben heute überperformt!"

Das Mercedes-Formel-1-Team ist geschmeichelt mit P5 und P6 im Qualifying in Australien - Laut Teamchef Toto Wolff war schon der Einzug in Q3 ein Erfolg

Das Mercedes-Formel-1-Team ist weiterhin auf der Suche nach der alten Stärke. Beim Qualifying im Albert Park konnten Lewis Hamilton und George Russell mit den Plätzen fünf und sechs die dritte Startreihe für das Rennen buchen, womit sie allerdings noch ziemlich gut bedient sind.

Teamchef Toto Wolff zeigt sich nach der Leistung des Mercedes-Teams in Melbourne in einem Interview gegenüber 'Sky' sichtlich gefasst: "Wir haben heute überperformt. Wir sind schwer übergewichtig und verstehen das Auto nicht. Q3 war das, was wir erreichen wollten, und das haben wir geschafft."

Dass die dritte Startreihe für den achtmaligen Konstrukteursweltmeister in Folge nicht der Anspruch ist, erklärt sich von selbst. Dabei hätte es sogar noch schlimmer kommen können, da Fernando Alonso und Carlos Sainz nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen konnten und sonst vor den Mercedes-Fahrern gelandet wären.

Russell: Wahre Pace ist Platz acht oder neun

"Selbst, wenn man Sainz und Alonso herausrechnet, haben wir dennoch ein solides Top-10-Ergebnis eingefahren. Damit bin ich zufrieden, da es nicht selbstverständlich war in diesem engen vorderen Mittelfeld", sagt Wolff.

Auch die beiden Mercedes-Piloten sind von ihren Startpositionen geschmeichelt. "Platz fünf und sechs ist für uns ein realistisches Ergebnis, aber wenn man bedenkt, dass vor uns ein McLaren ist und Alonso und Sainz Schwierigkeiten hatten, dann ist unsere wahre Geschwindigkeit eher Platz acht oder neun", zeigt sich George Russell geknickt.

"Wenn man es so nimmt, war es kein guter Tag, da wir nur von den Fehlern anderer profitieren konnten und selbst noch eine Menge Pace finden müssen", fügt er hinzu. Teamkollege Hamilton stimmt zu: "Ich bin dankbar über Platz fünf, weil wir dort eigentlich nicht sein dürften. Wir haben keine Fortschritte gemacht."

Russell: Kein Vertrauen wegen Porpoising

Das Hauptproblem des W13 ist weiterhin das extreme "Bouncing", obwohl man laut Russell schon "alles versucht hat", um es zu verhindern. "Es kostet mich unfassbar viel Geschwindigkeit in den schnellen Kurven und dort verliere ich meine ganze Zeit", sagt er.

Dadurch habe er momentan noch kein Vertrauen in das Auto: "Es ist eigenartiges Gefühl, wenn das Auto hoch und runter hüpft und so kann man nicht voll attackieren. Es ist daher sehr schwer, den richtigen Kompromiss zu finden."

Um das Problem zu lösen, könnte das Team zwar die Bodenfreiheit des Autos erhöhen, was allerdings zu Lasten der Geschwindigkeit gehen würde. "Das Auto muss natürlich tief abgestimmt sein, aber dann verliere ich mein ganzes Vertrauen. Dagegen kann man einfach nichts tun", sagt Russell.

Hamilton: Wegen Porpoising sogar auf den Geraden Übersteuern

Den richtigen Kompromiss hat das Mercedes-Team aktuell noch nicht gefunden. Russell hat laut eigenen Aussagen ein aggressiveres Set-up als Hamilton gewählt, wodurch er in manchen Kurven schneller war, dafür aber in den schnellen Passagen deutlich eingebüßt hat.

Laut Hamilton war das "Bouncing" auf der Gegengerade im Qualifying weniger schlimm als bei den Trainings am Freitag, was er auf die Abschaffung der DRS-Zone zurückführt. "Wir hatten dort so viel Porpoising, dass ich Übersteuern mitten auf der Geraden hatte. Ich dachte mir nur, wie lächerlich ist das denn bitte. Heute war dies aber nicht der Fall."

"Dennoch müssen wir ein Level beim Bouncings finden, wo es uns nicht gleich unser Gehirn aus dem Schädel schüttelt. Wir versuchen alles Mögliche, deswegen fahren George und ich auch verschiedene Abstimmungen", sagt der Brite.

Wolff: Upgrades machen noch keinen Sinn

Laut Teamchef Toto Wolff liegt der Fokus momentan darauf, das "Porpoising" zu verstehen, ehe man mit neuen aerodynamischen Teilen um sich wirft: "Nichts, was wir über das Wochenende getan haben hat weder das aerodynamische Potenzial noch das Bouncing unseres Autos verbessert", sagt er.

"Daher macht es momentan keinen Sinn, Upgrades an das Auto zu bringen, weil wir uns sonst nur noch mehr verwirren. Je mehr Anpressdruck man hat, desto stärker wird das Bouncing. Wir sind immer noch im Lernprozess, aber es ist pure Wissenschaft und keine Mystik", erklärt Wolff.

Damit das Team weitere Erkenntnisse über das neue Auto gewinnen kann, deutet Hamilton an, im Qualifying und Rennen mit zusätzlichen Sensoren zu fahren: "Ich habe etwas am Auto, was uns etwas schwerer macht, aber hoffentlich kann das Team dadurch mehr Informationen sammeln."

Hamilton: Auto ist wie eine Schlange

Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister versucht dennoch, das Positive in der aktuellen Situation zu suchen: "Ich genieße es, mit diesem Team zu arbeiten, um wieder nach vorne zu kommen. Das Auto zu fahren genieße ich hingegen nicht so sehr und eine Sekunde Rückstand ist ziemlich gewaltig. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir es schaffen werden."

Zudem habe man nach den schwachen Freitagstrainings und dem Problemwochenende in Dschidda einige Fortschritte mit dem Auto gemacht. Hamilton gibt allerdings zu, nicht das "Extra-Bisschen" aus dem Auto herausgekitzelt zu haben.

"Das Problem ist, dass wenn man aus dem Auto das letzte Bisschen herausholen will, es ziemlich zickig wird. Unser Auto ist wie eine Schlange, da man nie genau weiß, was man bekommt", erklärt der Mercedes-Pilot.

Abstand zu Ferrari und Red Bull "beunruhigend"

Der leitende Mercedes-Renningenieur Andrew Shovlin stimmt Hamilton zu, über die Nacht "ein wenig Pace" gefunden zu haben, da man die Reifen in ein besseres Temperaturfenster bringen konnte, allerdings steckte "nicht viel mehr" im W13.

"Der Abstand zu Ferrari und Red Bull ist beunruhigend groß, aber wir wissen seit Bahrain, dass uns eine große Herausforderung bevorsteht, die wir als Team meistern wollen", so Shovlin.

In Australien habe man sich auf die Rennpace konzentriert, um bei möglichen Problemen an der Spitze abstauben zu können. "Wir wissen aber, dass wir nicht in der Lage sein werden, ihnen auf den Fersen zu bleiben", fügt er hinzu.

McLaren im Rennen der größte Gegner

Für das Rennen hat Teamchef Toto Wolff daher die McLaren-Fahrer als Hauptgegner auserkoren, die das Mercedes-Team im Qualifying mit Norris auf Platz vier und Ricciardo auf Platz sieben ins Sandwich genommen haben.

"Es wird interessant, ob Norris morgen auf dem Longrun schwächeln wird, weil ich glaube, dass sie sich auf das Qualifying konzentriert haben", vermutet Wolff. Wenn seine Piloten die Plätze fünf und sechs im Rennen halten könnten, wäre dies für das Team "ein sehr gutes Ergebnis".

Weitere Co-Autoren: Adam Cooper. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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