Mercedes: Mit Lewis Hamilton auf Stopp von Max Verstappen reagiert

Mercedes gibt zu, dass man Lewis Hamilton in Sotschi auch an die Box geholt hatte, weil man das Gleiche wie Max Verstappen machen wollte

Mercedes: Mit Lewis Hamilton auf Stopp von Max Verstappen reagiert

Dass Lewis Hamilton am Sonntag in die Box gefahren war, um sich die Intermediates abzuholen, hat sich gegenüber Lando Norris als die goldrichtige Entscheidung herausgestellt. Denn während der McLaren-Pilot auf seinen Slicks auf nasser werdender Strecke keine Chance hatte, konnte Hamilton so sein 100. Rennen gewinnen.

Dass die Entscheidung so getroffen wurde, hatte auch mit Max Verstappen zu tun, wie Mercedes zugibt. Denn der Niederländer, der am Ende überraschend Zweiter wurde, war bereits eine Runde vor Hamilton an die Box gekommen.

Mercedes wollte daher nichts riskieren und Hamilton auch an die Box holen, um genau das Gleiche wie Red Bull zu machen und auf jeden Fall vor Verstappen ins Ziel zu kommen - "selbst wenn das bedeutet hätte, dass wir die Tür für einen Sieg von Lando offen lassen würden", sagt der Leitende Renningenieur Andrew Shovlin.

Die Entscheidung war für die Silberpfeile daher recht einfach: Nach hinten hatte Hamilton auf jeden Fall genügend Vorsprung, um als Zweiter wieder auf die Strecke zu kommen. Und man hatte die Sicherheit, dass man auf gleichen Reifen vor Verstappen liegen würde. Das war das Hauptziel.

Doch es gab auch andere Gründe, die für einen Reifenwechsel sprachen. Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas war sogar noch eine weitere Runde vor Verstappen an die Box gefahren. "Er lag eh außerhalb der Punkte und hatte nichts zu verlieren", sagt Shovlin. "Darum waren wir dann die Ersten." Und dadurch hatte Mercedes die Informationen, wie sich die Reifen verhalten.

Dass man zudem nicht das Führungsfahrzeug war und noch stärkeren Regen erwartete, hatte die Entscheidung noch einmal zusätzlich einfacher gemacht.

"Mit all diesen Dingen zusammen ging es einfach darum, dem Fahrer die richtige Information zu übermitteln", sagt Shovlin. Denn eigentlich wollte auch Hamilton lieber draußen bleiben und musste erst mit einer klaren Ansage an die Box geholt werden.

"Wir waren uns aber ziemlich sicher, was wir tun wollten. Die Fahrer haben nicht den Luxus des Regenradars und solcher Dinge. Wir müssen einfach sicherstellen, dass sie verstehen, warum wir versuchen, diese Entscheidung zu treffen", so Shovlin.

In der WM-Wertung liegt Hamilton jetzt wieder zwei Punkte vor Max Verstappen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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