MGU-K nicht Defekt: Aufatmen bei Daniel Ricciardo

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MGU-K nicht Defekt: Aufatmen bei Daniel Ricciardo
André Wiegold
Autor: André Wiegold , Redakteur
Co-Autor: Adam Cooper
30.05.2018, 12:41

Die MGU-K von Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo wurde beim Grand Prix von Monaco nicht beschädigt – Damit entgeht der Australier einer Strafe in Kanada

Race winner Daniel Ricciardo, Red Bull Racing celebrates with the team in the Red Bull Racing Energy Station swimming pool
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14
Race winner Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, with his trophy
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14, leads Sebastian Vettel, Ferrari SF71H, Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09, Kimi Raikkonen, Ferrari SF71H, at the start of the race
Race winner Daniel Ricciardo, Red Bull Racing
Race winner Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, celebrates in Parc Ferme
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14, leads Stoffel Vandoorne, McLaren MCL33
Race winner Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, spray champagne on the podium
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14, leads Sebastian Vettel, Ferrari SF71H
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14 leads Sebastian Vettel, Ferrari SF71H

Daniel Ricciardo muss beim kommenden Formel-1-Rennen in Kanada keine Startplatzstrafe fürchten, da die MGU-K an seinem Wagen nicht ausgetauscht werden muss. Nach Informationen von 'Auto motor und sport' sei es in Monaco zu einem Fehler bei der Montage der Einheit gekommen. Die Komponente selbst sei nicht in Mitleidenschaft gezogen worden und für das Rennen in Kanada einsatzbereit. Hätte es einen MGU-K-Wechsel gegeben, hätte Ricciardo eine Startplatzstrafe geblüht, da es bereits die dritte in der aktuellen Saisongewesen wäre. Trotzdem ist die Lage bei Red Bull weiter angespannt.

"So wie es aussieht, gibt es keine Startplatzstrafe für uns in Montreal", hofft Helmut Marko. "Irgendwann, bei einem der nächsten Rennen, wird es uns erwischen." Das Problem hat Red Bull bei Max Verstappen clever gelöst: Als der Niederländer in Monaco sicher vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen musste, wurde prompt die dritte MGU-K verbaut. Die Startplatzstrafe verpuffte so also im Nichts. In Kanada will Red Bull vorne angreifen. Auch wenn die langen Geraden des Kurses dem Boliden nicht entgegen kommen würden, könne Red Bull in den Schikanen und den Bremszonen punkten.

"Mit unserer guten Traktion können wir die Geraden etwas entschärfen", glaubt Marko. "Im Gegensatz zu Mercedes ist unser Auto gut im Verkehr. Selbst wenn wir beim Start nicht vorne liegen, können wir gut im Windschatten der anderen fahren. Und dann gibt es taktische Möglichkeiten, weil wir mit den Reifen besser haushalten als die anderen. Wenn Ricciardo in Monte Carlo volles Tempo hätte fahren können, hätten wir Mercedes und Ferrari in zwei Boxenstopps gezwungen. Ihre Reifen sahen ja schon bei den langsamen Rundenzeiten schlimm aus."

Das Fazit des Red-Bull-Beraters lautet: "Wir haben jetzt ein tolles Auto. Das Upgrade von Barcelona ist die Basis. Ohne die Technikprobleme in Bahrain und die Kollision in Baku wären wir jetzt ganz vorne dabei." Für den Grand Prix in Kanada hat Renault ein neues Motorenupdate in der Hinterhand. Gegenüber 'Motorsport-Total.com' sagt Renault-Chef Cyril Abiteboul: "Wir haben eine neue Motorenversion dabei. Wir müssen die Einführung aber noch bestätigen. Die Autos haben alle verschieden viele Kilometer hinter sich gebracht und deshalb müssen wir schauen, wer die neue Version überhaupt verbauen wird."

Insgesamt habe Renault sechs neue Motoren zur Verfügung, verrät der Teamchef. Es wäre aber nicht optimal, gleich alle sechs Antriebe beim nächsten Rennen einzusetzen. Abiteboul erklärt: "Wir müssen uns das genau anschauen. Wir versuchen immer, mit den Teams zusammenzuarbeiten, um das beste Saisonergebnis zu erzielen. Es ist ein kleiner Leistungsschub und wir sind nicht die einzigen mit neuen Updates."

Bildergalerie: Daniel Ricciardo in Monaco

Red-Bull-Teamchef Christian Horner begrüßt das Update: "Alles, was wir jetzt bekommen können, ist für uns hilfreich." Abiteboul bestätigte bisher nur, dass das Werksteam mit Updates in Kanada auffahren wird: "Auch am Chassis haben wir einige Verbesserungen dabei. Wir wollen jedes Rennen Optimierungen vornehmen. Das ist der Plan."

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