"Mir fehlt die Zeit": Perez erklärt "langsame Anpassung" bei Red Bull

Wegen der begrenzten Trainings- und Testmöglichkeiten in der Formel 1 habe sich Sergio Perez 2021 nur langsam an den für ihn völlig neuen RB16B anpassen können

"Mir fehlt die Zeit": Perez erklärt "langsame Anpassung" bei Red Bull

Nach seinem Wechsel von Racing Point zu Red Bull hatte Sergio Perez in der Formel-1-Saison 2021 anfangs Schwierigkeiten, mit dem RB16B zurechtzukommen, das bekanntermaßen einen sehr aggressiven Fahrstil erfordert. Doch in Aserbaidschan platzte der Knoten und er holte seinen zweiten Formel-1-Sieg.

Es folgten weitere Podiumsplätze in der Türkei, den Vereinigten Staaten und Mexiko. Zudem spielte Perez eine entscheidende Rolle dabei, Max Verstappens Titelrivalen Lewis Hamilton beim Saisonfinale in Abu Dhabi aufzuhalten und sammelte auf diese Weise weitere Pluspunkte bei seinem neuen Arbeitgeber.

Im Rückblick glaubt Perez, dass die völlig andere Fahrzeugphilosophie und die fehlenden Testfahrten vor der Saison - sie wurden im vergangenen Jahr für alle Teams auf insgesamt nur drei Tage verkürzt - es schwer machten, sich in seiner ersten Formel-1-Saison bei Red Bull schneller anzupassen, als er es am Ende tat.

Perez: "Werden stärker, je länger wir zusammen sind"

"Wir müssen die Tatsache berücksichtigen, dass es ein Auto mit einer ganz anderen Philosophie war, als ich es in meiner ganzen Karriere gefahren bin", betont der Mexikaner. "Ich denke also, dass es in dieser Hinsicht eine langsame Anpassung war. Ja, es ist einfach ein ganz anderes Auto, ein ganz anderer Motor, sodass man mit einem neuen Team und ohne Testfahrten eine Menge lernen muss."

Vor dem ersten Rennen sei er lediglich anderthalb Tage gefahren. "Aber der ganze Tag diente nur dazu, die Aerodynamik zu testen. Ich hatte also vor dem ersten Rennen im Prinzip nichts gemacht. Es gibt also viele Aspekte, die berücksichtigt werden müssen, aber alles in allem denke ich, dass es eine vielversprechende Saison war."

"Natürlich hätte ich mir mehr erhofft", gibt Perez zu, "aber es ist, wie es ist. Ich muss mich einfach weiter reinhängen. Wir hatten ein paar positive und ein paar negative Tage. Aber wir werden als Team nur stärker werden, je länger wir zusammen sind."

Auch verkürzte Trainings bremsten Perez' Anpassung

Für seine Leistungen im vergangenen Jahr wurde der 31-Jährige bereits Ende August mit einem neuen Vertrag für 2022 belohnt, der ihm und dem Team Kontinuität für die kommende Saison garantiert. In diesem Jahr kommen die Teams in den Genuss von mehr Testfahrten vor der Saison (sechs statt drei Tage), um sich an das überarbeitete technische Reglement für die neue Saison anzupassen.

Sergio Perez, Max Verstappen

Bilden auch 2022 die Fahrerpaarung bei Red Bull: Perez und Verstappen

Foto: Motorsport Images

Das wird Perez mehr Zeit geben, sich mit dem Red Bull der Spezifikation 2022 vertraut zu machen, nachdem er im Vorjahr aufgrund der Reduzierung der Freitagssessions von 90 auf 60 Minuten auch weniger Trainingszeit zur Verfügung hatte als die Jahre zuvor.

"Es mag seltsam klingen, aber mir fehlt die Zeit", sagt der Red-Bull-Pilot. "Ich denke, dass die begrenzte Anzahl an Tests, die begrenzte Anzahl an Trainings im Auto Auswirkungen hatte, weil jede Strecke anders ist. Dass ich mit einem so anderen Auto gefahren bin, hat es wahrscheinlich noch ein bisschen schwieriger gemacht."

Doch Perez weiß: "Ich bin damit nicht allein. Ich denke, wir haben gesehen, wie andere sehr gute Fahrer damit zu kämpfen hatten, ihre Autos in den Griff zu bekommen." Mit den besseren Vorzeichen für 2022 hofft er, dass es diesmal schneller geht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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