"Mogelpackung" Alfa Romeo: Es bleibt ein Schweizer Team!

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"Mogelpackung" Alfa Romeo: Es bleibt ein Schweizer Team!
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
16.03.2019, 01:29

Der Teamname "Alfa Romeo Racing" ist eigentlich eine "Mogelpackung", doch die Umbenennung brachte einen entscheidenden Vorteil mit sich

Für viele Schweizer Fans endet mit dem Grand Prix von Australien 2019 eine Ära in der Formel 1: Zum ersten Mal seit 1992 fehlt der Name Sauber in der Starterliste der Königsklasse. Denn die neuen Eigentümer haben sich dazu entschlossen, das Hinwiler Team "Alfa Romeo Racing" zu nennen und den Namen Sauber aus der FIA-Nennliste zu streichen.

Zwar scheint in der sogenannten "Entry-List" immer noch die Sauber Motorsport AG in der Spalte "Company-Name" auf; aber ansonsten wurde der Name Sauber entfernt. Hintergrund ist ein ausgeweitetes Titelsponsoring der Automarke Alfa Romeo, die wiederum zur FIAT-Chrysler-Gruppe gehört. Das Team rückt also noch näher an Ferrari heran.

Abgesehen vom Namen hat sich aber nichts geändert. Das C in der Typenbezeichnung C38 steht weiterhin für Peter Saubers Frau Christine, die Autos werden in der Fabrik in Hinwil gebaut und das Team tritt mit Schweizer Lizenz an. Alfa Romeo ist nicht der neue Eigentümer des Rennstalls, sondern eben nur Titelsponsor.

"Manche Fans sind glücklich darüber, andere nicht", meint Teamchef Frederic Vasseur, hält aber fest: "Für das Team war es ein wichtiger Schritt nach vorne." Mit der Namensänderung habe man auch gleich den Vertrag mit Alfa Romeo verlängert, und der spült wichtiges Geld in die "Kriegskasse" des Rennstalls.

"Die Firma", sagt Vasseur, "ist immer noch die gleiche, wir bleiben in Hinwil - und wenn wir ein Rennen gewinnen sollten, wird immer noch die Schweizer Hymne gespielt." Außerdem wurde "Sauber Engineering" zumindest als kleiner Schriftzug auf dem rot-weißen Auto verewigt.

Eine Herausforderung ist der Name Alfa Romeo vor allem für TV-Kommentatoren, von denen am Freitag einige aus Gewohnheit noch Sauber gesagt haben (ebenso wie bei Racing Point vs. Force India).

Kimi Räikkönen, der neue Starfahrer des Teams, relativiert: "Es ist ja nur ein neuer Name. Dahinter stehen aber die gleichen Leute - es ist nicht über Nacht ein neues Team geworden. Wir sind immer noch ein Schweizer Team. Und auch wenn der Name anders ist, steht immer noch Sauber Engineering dahinter."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Christian Nimmervoll
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