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Monaco 2001: Als Ron Dennis Enrique Bernoldi die Meinung gegeigt hat

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Monaco 2001: Als Ron Dennis Enrique Bernoldi die Meinung gegeigt hat
Autor:
Übersetzung: Norman Fischer
27.05.2020, 05:25

Weil Hinterbänkler Enrique Bernoldi WM-Kandidat David Coulthard mehr als 30 Runden lang aufgehalten hatte, platzte McLaren-Teamchef Ron Dennis der Kragen

Wenn man den Namen Enrique Bernoldi hört, dann kommt den meisten Formel-1-Fans vor allem ein Rennen in den Sinn: Beim Monaco-Grand-Prix 2001 hielt der Hinterbänkler Polesetter David Coulthard mehr als 30 Runden lang auf - und erhielt im Anschluss eine Standpauke vom wütenden Ron Dennis.

Bekannt war Enrique Bernoldi damals dafür, dass er die bevorzugte Wahl von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz war, Peter Sauber sich aber stattdessen für einen gewissen Kimi Räikkönen entschied. Daraufhin kaufte Mateschitz seinem Schützling ein Cockpit bei Arrows, sodass der Brasilianer in Australien 2001 sein Debüt geben konnte - genau wie Räikkönen, Fernando Alonso und Juan Pablo Montoya.

In Erinnerung blieb er aber auch für die Ereignisse aus Monaco, als er sich plötzlich vor Pole-Mann David Coulthard wiederfand, der nach einem technischen Problem aber von ganz hinten starten musste und sich wieder durch das Feld kämpfen wollte.

Mehr als 30 Runden lang versuchte Coulthard vorbeizukommen. Und erst als Bernoldi endlich in die Box fuhr, machte er eine Position gut. Das machte McLaren-Boss Ron Dennis so wütend, dass er dem Arrows-Piloten nach dem Rennen ordentlich die Meinung geigte.

Die Saison 2001 stand ganz unter dem Zeichen des Kampfes von Michael Schumacher und Ferrari gegen McLaren - allerdings mit einem Twist. Doppelweltmeister Mika Häkkinen war schlecht in die Saison gestartet, sodass Teamkollege Coulthard die Fahnen des Teams hochhob und in Brasilien und Österreich gewann.

Bei letzterem wurde Schumacher der zweite Platz und somit wichtige Extrapunkte von Teamkollege Rubens Barrichello in der letzten Runde geschenkt. Er führte mit 42 zu 38 Punkten vor dem Schotten, sodass der Kampf vollkommen offen war. In Monaco würde es nun wie jedes Mal auf das Qualifying ankommen.

David Coulthard

Coulthard konnte sich in Monaco die wichtige Pole-Position sichern

Foto: Motorsport Images

Und diesmal patzte Schumacher. Aufgrund von Verkehr musste er seinen ersten Versuch abbrechen. Dadurch hatte er aber eine zusätzliche freie Runde, die er ganz am Ende nutzen konnte, um einen Doppelversuch hinzulegen. In der Portier-Kurve berührte er aber die Leitplanke und scherzte später, dass sie sich bewegt und die Strecke enger gemacht hätte.

Schumacher blieb nur der zweite Platz. Er wurde von Coulthard in den Schatten gestellt, dessen Leistung unter enormem Druck man würdigen musste.

Eine Berührung der Leitplanke im Training hatte ihn zuvor wertvolle Zeit gekostet, doch das machte seine Leistung nur noch beeindruckender. Und dass er Teamkollege Häkkinen in ihrer beider Heimat geschlagen hatte, war für seinen Status im Team sicherlich nicht schlecht.

Die Launch-Control als Faktor

In den Rennen zuvor hatte sich bereits abgezeichnet, dass McLaren die größere Benzinreichweite als Ferrari hatte. Wenn Coulthard am Start vorne bleiben könnte, müsste er einfach nur fahren und darauf hoffen, dass er nicht in den Verkehr gerät, wenn Schumacher hinter ihm zum Boxenstopp geht.

Abgesehen von einem besseren Start war Schumachers einzige echte Chance ein Boxenstopp zu einem Zeitpunkt, der ihm eine freie Strecke garantiert hätte. Dadurch hätte er vor Coulthards Stopp Vollgas fahren und einen Undercut schaffen können.

Der Start wurde durch die Launch-Control noch komplizierter gemacht. Denn diese war erst kürzlich für legal erklärt worden und sorgte für großes Kopfzerbrechen bei allen, weil man sie perfektionieren wollte.

Ferrari war nach Problemen in Österreich etwas besorgt. Denn dort war der Asphalt in der Startaufstellung griffiger als in der Boxengasse, wo man das System eingestellt hatte.

Startübungen waren am Ende der engen Boxengasse von Monaco nicht erlaubt, doch die FIA hatte erstmals eine neue Prozedur eingeführt und diese nach jeder Trainingssession im Grid ermöglicht.

Somit konnten die Fahrer eine am Donnerstagmorgen machen, eine am Donnerstagnachmittag, eine am Samstagmorgen und eine nach dem Warm-up am Sonntag. Ferrari erlaubte sich sogar den zusätzlichen Luxus, am freien Freitag nach Fiorano zu reisen, um ein bisschen herumzuspielen.

McLaren und das Thema Zuverlässigkeit

McLaren hatte in den Sessions keine auffälligen Probleme, aber bereits zum vierten Mal erlebte das Team ein kostspieliges Problem, als es darauf ankam. In Brasilien und Österreich hatte Häkkinen das Auto aus eigener Schuld abgewürgt, in Spanien hatte Coulthard zu Beginn der Einführungsrunde ein Problem - und in Monaco schon wieder.

Der Polesetter musste das ganze Feld vorbeiziehen lassen und war in beiden Fällen unschuldiges Opfer der Software, die nicht so reagierte, wie sie sollte.

In Spanien hatte es McLarens Technikchef Adrian Newey so beschrieben: "Es ist eine Situation, die wir vermutlich nicht richtig einstudiert hatten. Irgendetwas ist passiert, das wir nicht richtig bedacht hatten. David hat etwas leicht anders gemacht, aber das System hätte damit umgehen müssen, von daher können wir keine Schuld zuweisen." Das Problem in Monaco war ähnlich, aber nicht identisch.

Michael Schumacher, David Coulthard

Ohne Coulthard war der Weg am Start für Michael Schumacher frei

Foto: Motorsport Images

"Es hatte nichts mit David zu tun", erklärte Dennis nach dem Rennen. "Das System ist komplex. Eine Reihe von Parametern hatte sich am Start verselbstständigt, und weil das System mit diesen Parametern nicht klarkam, hat es den Motor abgeschaltet."

"Immer wenn der Computer Bedingungen vorfindet, die er nicht erwartet hat, dann schaltet er den Motor aus Sicherheitsgründen aus. Und das ist passiert."

Normalerweise hätte Dennis nie ein Teammitglied in der Öffentlichkeit kritisiert, doch überraschenderweise gab es Hinweise, dass er über die gehäuften Probleme verärgert war: "Das war wie in Barcelona, abgesehen davon, dass der eigentliche Grund ein anderer war."

"Das ist ziemlich frustrierend, weil die verantwortlichen Ingenieure durch alle möglichen Parameter gegangen sind, damit es nicht noch einmal passiert. Ich bin sicher, dass sie sich jetzt nicht sonderlich wohlfühlen ..."

Häkkinen gibt plötzlich auf

Da Coulthard aus dem Weg war, stand Schumacher auf seinem zweiten Startplatz nun effektiv auf der Pole-Position. Die Startkontrolle des Ferrari funktionierte diesmal gut, sodass er vor Häkkinen bleiben konnte.

"Wir waren natürlich alle erleichtert, dass einer von ihnen weg war", sagte Ferraris Technikchef Ross Brawn. "Aber wir wussten, dass es ein langes und hartes Rennen werden würde. Die Startkontrolle hat gut funktioniert, auch wenn ich denke, dass unsere Seite nicht so viel Grip hatte wie die andere, von der wir die Startübungen absolviert hatten."

Schumacher pushte einige Runden ziemlich stark und ließ es dann ruhiger angehen, um wertvolles Benzin zu sparen, als er merkte, dass er sich nicht vom Finnen lösen kann. Der Abstand betrug in Runde fünf 2,6 Sekunden und schrumpfte auf nur eine Sekunde in Runde zwölf.

Michael Schumacher

Warum Mika Häkkinen das Duell mit Michael Schumacher aufgab, ist rätselhaft

Foto: LAT

Brawn erklärte: "Da Mika gepusht hat, haben wir einfach entschieden, ob wir unsere Reifen und unser Benzin sparen und dann später versuchen, eine Lücke rauszufahren, oder ob wir jetzt die Lücke versuchen."

"Sie haben einfach gerangelt, oder? Einer hätte gepusht und der andere auch. Sie wollten herausfinden, wer am schnellsten fahren könnte, weil beide auf frischen Reifen gestartet waren, die sich erst einfinden mussten. Und dann fiel Mika aus ..."

Gleich nachdem er die Lücke auf eine Sekunde geschlossen hatte, verlangsamte Häkkinen dramatisch und kam an die Box. Nach einer weiteren Erkundungsrunde ließ er es sein. Es gab Gerüchte über ein mysteriöses Lenkproblem, doch später kam heraus, dass der Finne an dem Wochenende erstmals die Zweifel hatte, die ihn später zurücktreten ließen.

Coulthards Aufholjagd gestoppt

McLarens Hoffnungen ruhten nun Coulthard. Zwar ist Überholen in Monaco ein schwieriges Thema, doch theoretisch sollte ein Polesetter auch aus der Boxengasse in der Lage sein, die Hinterbänkler zu schnappen. Doch ziemlich schnell fand er sich hinter dem Arrows von Bernoldi wieder, der sich als 20. von 22 Fahrern qualifiziert hatte.

So liefen die ersten Runden von Coulthard, bevor er auf Bernoldi traf:

Runde 1: Letzter

Runde 2: Vorbei an Burti (Prost), der mit einem kaputten Flügel langsam war

Runde 3: 0,1 Sekunden hinter Marques (Minardi)

Runde 4: Vorbei an Marques, 2,8 Sekunden hinter Verstappen (Arrows)

Runde 5: 1,6 Sekunden hinter Verstappen

Runde 6: 0,6 Sekunden hinter Verstappen

Runde 7: 0,5 Sekunden hinter Verstappen

Runde 8: 0,4 Sekunden hinter Bernoldi (Arrows), der von Verstappen überholt worden war

Coulthard lag nun direkt hinter Bernoldi. Zu dem Zeitpunkt hatte er bereits 34,1 Sekunden Rückstand auf Schumacher und 13,1 Sekunden Rückstand auf den BAR von Jacques Villeneuve, der am Ende vor ihm Vierter werden sollte.

Für eine Weile hielt Bernoldi den Anschluss an Teamkollege Verstappen, doch aufgrund eines Problems musste er auf ein konservatives Benzin-Mapping wechseln und verlor etwas an Speed. Und trotzdem kam Coulthard nicht vorbei.

David Coulthard, Enrique Bernoldi

Mehr als 30 Runden lang suchte Coulthard vergeblich den Weg vorbei

Foto: Motorsport Images

Zwischen den Runden acht und 25 wuchs der Rückstand auf Schumacher von 34,1 auf 78,8 Sekunden an. Der Ferrari-Fahrer überrundete den McLaren und jede Chance auf gute Punkte war für Coulthard natürlich dahin.

Zu einem gewissen Teil half Bernoldi sein Gewichtsvorteil. Er hatte Sprit für 43 Runden an Bord, während Coulthard mit vollem Tank bis Runde 65 kam. Als Bernoldi in Runde 43 endlich zum Boxenstopp kam, wurden er und Coulthard bereits von allen Fahrern bis Villeneuve überrundet. Ohne Bernoldi vor sich verbesserte sich die Rundenzeit von Coulthard um rund drei Sekunden und er konnte sich schon bald gegen Villeneuve zurückrunden.

Coulthards Fortschritt nach Bernoldi:

Runde 42: P12 (Boxenstopp von Bernoldi)

Runde 43: P11 (Boxenstopp von Verstappen)

Runde 44: P10 (Unfall von Fisichella)

Runde 46: P9 (Überholmanöver gegen Alonsos Minardi)

Runde 49: P7 (Boxenstopp von Button und Unfall von Frentzen)

Runde 57: P6 (Ausfall von Ralf Schumacher)

Runde 65: Coulthard fährt an die Box und bleibt Sechster

Runde 69: P5 (Boxenstopp nach Reifenschaden von Alesi)

Eine offizielle Zeit gab es nicht, doch Coulthard lag im Ziel noch rund eine Minute hinter dem viertplatzierten Villeneuve. Er holte sich die schnellste Runde und zwei Punkte - besser als ein Ausfall, aber keine gute Belohnung, wenn Schumacher der Sieg "geschenkt" wird und er zehn Punkte bekommt.

Dennis-Standpauke für Bernoldi

Bernoldi wurde derweil Neunter. Unmittelbar nach dem Rennen wurde er von einem frustrierten Dennis in Begleitung von Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zur Rede gestellt.

Unter den Teamchefs gibt es eine Abmachung, dass es schlechter Stil ist, wenn man in solchen Umständen direkt mit einem Fahrer aus einem anderen Team spricht. Es liegt am Fahrer, den Kollegen aufzusuchen, mit dem man ein Problem hat. Ein wenig war es wie ein wütendes Elternteil bei einem Junioren-Kartevent, das einen Neunjährigen anpflaumt, was ihm den einfällt, den kleinen Johnny von der Strecke zu schubsen.

"Mit Michael, Jacques oder jemandem mit Eiern hätten sie das nicht gemacht", sagte mir ein Fahrer lächelnd. Ich fragte, was er denn gemacht hätte, wenn er von Dennis und Haug verbal angemacht worden wäre. "Ich hätte ihnen gesagt, dass sie sich verpissen sollen!"

Enrique Bernoldi

Der Arrows-Pilot bekam von Ron Dennis den Kopf gewaschen

Foto: Motorsport Images

Vielleicht konnte man Dennis' Reaktion verstehen. McLaren erlebte einen fürchterlichen Tag mit einem technischen Problem für Coulthard am Start und einem Häkkinen, der ein scheinbar intaktes Auto abstellte. Beide hatten eine gute Chance, Schumacher zu besiegen - nicht nur aufgrund des MP4-16, der länger mit seinem Benzin haushalten konnte.

Seiner Meinung nach hätte Bernoldi Coulthard Platz machen müssen, einfach weil dieser ein WM-Kandidat war. Dennis platzte fast der Kragen, als ihm Bernoldi sagte, er habe nur Anweisungen befolgt. Er witterte sofort eine Verschwörung, dass sein Team vom Sieg abgehalten werden sollte, als Bernoldi einfach darauf hinwies, dass der McLaren in der gleichen Runde war und er ihn nicht vorbeilassen musste.

"Es stimmt, dass ich danach mit Bernoldi gesprochen habe", gab Dennis zu. "Ein Fahrer, der im Kampf um den 15. Platz vor einem Fahrer, der um den WM-Titel fährt und aktuell Zweiter ist, herumzackt, das war für mich nur eine Zeit lang akzeptabel."

Dennis: Bernoldis Verhalten war unsportlich

"Aber für die Dauer war das inakzeptabel. Ich habe ihm gesagt, dass sein Verhalten für mich unsportlich war und nicht der Einstellung entsprach, die ein junger, sich entwickelnder Fahrer in seiner Karriere an den Tag legen sollte."

"Seine Antwort war, dass er von seinem Team die Anweisung dazu erhalten hatte. Ich sage nur, was er gesagt hat. Wenn sein Team so verzweifelt um TV-Präsenz ringt, dass man solche Strategien auspacken muss, dann sollte man das Verhalten des gesamten Teams infrage stellen."

"Ich habe kein Problem mit Arrows oder seinen Fahrern, aber am Ende des Tages sind wir alle unheimlich wettkampfbesessen. Wir möchten es als Sport angehen und im Rennen muss man sich sportlich verhalten."

Ron Dennis, David Coulthard

Für Ron Dennis war das Verhalten Bernoldis inakzeptabel

Foto: Motorsport Images

Arrows-Teamchef Tom Walkinshaw war erbost, als er vom Gespräch erfahren hatte. Er hatte verstanden, dass Dennis und Haug seinem unglücklichen Fahrer gesagt hatten, dass sie "seine Karriere beenden" könnten. Andere Versionen der Geschichte sagen, dass die eigentliche Wortwahl eher in Richtung "wenn du so weiterfährst, bleibst du nicht lange in der Formel 1" ging - etwas harmloser.

Zumindest konnte Dennis die Aufmerksamkeit von den Problemen im Grid und dem mysteriösen Ausfall von Häkkinen ablenken, doch Walkinshaw war nicht geblendet: "Er sollte sich selbst ärgern, anstatt es an anderen auszulassen."

Die meisten neutralen Beobachter waren auf Bernoldis Seite: Er kämpfte um die Position. Zudem kann man festhalten, dass Dennis in Österreich sauer war, als ein Fahrer (Barrichello) mutwillig für ein anderes Auto (Schumacher) Platz gemacht hatte. In Monaco war er sauer, dass ein anderes Auto nicht einfach beiseite fuhr.

Ron Dennis: In Spielberg war Vorbeilassen noch böse ...

Gleichzeitig schien die Titelsituation noch nicht klar, sodass es noch keine Priorität und keine Teamorder bei McLaren gab. Also sollte ein Arrows dem McLaren Platz machen, aber Häkkinen musste seinem eigenen Teamkollegen nicht helfen.

Die Ironie war, dass Coulthard auch ohne Bernoldi nicht besser als Fünfter geworden wäre. Es wäre sogar nur der sechste Platz gewesen, wenn Jean Alesi nicht mit einem späten Reifenschaden noch einmal hätte an die Box fahren müssen.

Michael Schumacher, Rubens Barrichello

In Österreich war einfaches Vorbeilassen für Ron Dennis noch falsch

Foto: LAT

Nehmen wir an, dass Bernoldi den McLaren schon bei der ersten Gelegenheit vorbeigelassen hätte. Dann schauen wir mal, wen Coulthard alles hätte überholen müssen, um in Schlagdistanz zu Villeneuve zu kommen, der am Ende Vierter wurde.

Kann man sich wirklich vorstellen, dass Jos Verstappen, Jenson Button, Heinz-Harald Frentzen, Jean Alesi und Giancarlo Fisichella das gemacht hätten, was Dennis wollte - nämlich freiwillig Platz machen?

Das einzig Positive war, dass Coulthard anders als in Spanien nicht in Panik geriet und sich nicht die Nase abfuhr und so zwei wertvolle Punkte holen konnte. Trotzdem servierte McLaren Schumacher den Sieg auf dem Silbertablett. Und anschließend zog der davon, um den Titel souverän zu gewinnen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

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Autor Adam Cooper