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Motor der Zukunft: "Weniger aufregend", dafür gesellschaftlich relevant

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Motor der Zukunft: "Weniger aufregend", dafür gesellschaftlich relevant
Autor:
Co-Autor: Pablo Elizade
02.06.2019, 12:13

Teamvertreter von Red Bull, Renault und Racing Point über den Formel-1-Motor der Zukunft: "Romatiker" wünschen sich vergangene Zeiten zurück

Racing-Point-Technikchef Andrew Green glaubt, dass die aktuellen Formel-1-Motoren "zu unglaublich" sind. Der Brite meint, dass der Sport von einem einfacheren Motor profitieren würde. Die aktuelle Motorengeneration, die 2014 eingeführt wurde, gilt hingegen als die effizienteste aller Zeiten.

Der aktuelle V6-Hybrid-Antrieb weist bereits 50 Prozent Wärmeeffizienz auf. Die V8-Saugmotoren davor kamen nur auf kolportierte 29 Prozent. Dennoch glaubt Green, dessen Team auf Mercedes-Motoren setzt, dass die aktuelle Technologie zu komplex geworden ist.

"Ich denke, was wir jetzt haben, ist ein unglaubliches Stück Ingenieurskunst im Heck der Autos." Aus seiner Sicht könnte das fast zu viel des Guten sein. "Es ist fast zu unglaublich", meint der Racing-Point-Verantwortliche.

Horner wünscht sich "Schritt zurück"

Die technologische Komplexität sei aus seiner Sicht zu hoch. "Ich würde gerne einen etwas einfacheren Motor sehen. Das ist meine Sichtweise. Natürlich würde ich niemals nein zu mehr Power sagen. Der Sport kann gar nicht genug Pferdestärken haben."

Aber die Autos müssten schwieriger zu fahren sein, glaubt er. "Mehr Power, ein einfacherer Motor. In diese Richtung würde ich gehen." Red-Bull-Teamchef Christian Horner meint, dass er eine Rückkehr der hochdrehenden Motoren der Vergangenheit begrüßen würde.

Seine Ansicht sei aber wohl zu "romantisch", gibt der Brite zu. Denn der Schritt hin zu einer grüneren, effizienten Technologie ist nicht aufzuhalten. "Aus der Emotion heraus würde ich meinen, dass ein Saugmotor, hochdrehender V10 oder V12 etwas Wunderbares wäre in der Formel 1, aber leider ist das heutzutage eher überholt."

"Wie Andy gesagt hat, ist die Technologie dieser Motoren phänomenal. Wir haben nun eine Periode der Stabilität bis 2023 oder 2024. Daher ist es wichtig, dass die Formel 1 die richtige Entscheidung für die Zukunft trifft", spricht Horner die Regeln für 2021 an.

Die gesamte Automobil-Branche befinde sich aktuell in einem großen Wandel, daher fragt sich der Red-Bull-Teamchef, welche Technologie in Zukunft relevant sein werde? "Der Romantiker in mir sagt, dass man einen Schritt zurück machen sollte - laut, dröhnend, hochdrehend."

Renault-Teammanager Cyril Abiteboul ist der Ansicht, dass eine Rückkehr zu Saugmotoren zu optimistisch wäre, obwohl er zugeben muss, dass die hocheffizienten Motoren dieser Tage "weniger aufregend" sind.

Abiteboul: Nicht nur für Autobauer relevant bleiben

"Auch ich als Romantiker sage das Gleiche, aber natürlich wird die Welt 2025 eine andere sein, das ist sicher." Man brauche mehr Power, vor allem mehr nachhaltige Power. "Es wird neue Arten von Sprit geben, vielleicht mehr Bio-Sprit, oder synthetische Kraftstoffe von keinen fossilen Quellen."

Das könnte laut dem Franzosen attraktiv sein und würde neue Entwicklung brauchen. "Das ist womöglich der Weg vorwärts. Natürlich weniger aufregend als ein hochdrehender Saugmotor, aber dennoch der Weg vorwärts, wenn wir relevant bleiben wollen, nicht nur für Autobauer sondern für die Gesellschaft."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Maria Reyer