Motoren, Business und Aero: Strategiegruppe plant Formel-1-Zukunft

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Motoren, Business und Aero: Strategiegruppe plant Formel-1-Zukunft
Autor: Roman Wittemeier
Co-Autor: Adam Cooper
04.07.2018, 08:13

Bei der heutigen Sitzung der Formel-1-Strategiegruppe werden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt - Wichtige Frage: Wie eng dürfen Teams technisch kooperieren?

Bei der heutigen Sitzung der Formel-1-Strategiegruppe sollen wichtige Themen für die Zukunft des Sports bearbeitet werden. Das Gremium soll die Pläne für das Antriebsreglement 2021 sowie weitere Punkte der "Vision 2021" des Formel-1-Mehrheitseigners Liberty Media verabschieden. Auf der Agenda stehen beispielsweise auch das Aerodynamik-Reglement 2019, die Einführung einer Budgetobergrenze sowie die kommerziellen Vereinbarungen der Teams mit dem Inhaber der kommerziellen Rechte (FOM).

"Es geht in eine weitere wichtige Phase auf dem Weg in die Zukunft", so Formel-1-Sportchef Ross Brawn im Gespräch mit Motorsport.com. Wie hoch soll die Bugdetobergrenze tatsächlich sein? Wie überprüft man deren Einhaltung? Welche Standard-Bauteile sollen in der Formel 1 verwendet werden? Wie eng dürfen Teams auf technischer Ebene zusammenarbeiten? Man sucht konkrete Antworten auf wichtige Fragen.

Cyril Abiteboul, Renault Sport F1 Managing Director

Cyril Abiteboul, Renault Sport F1 Managing Director

Foto: Jerry Andre / Sutton Images

"Wir erwarten uns viel von dem Meeting", sagt Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. Das französische Werksteam betreibt hohen Aufwand, um den Anschluss an die Topmannschaften Mercedes, Ferrari und Red Bull herzustellen. Renault entwickelt alles selbst - im Gegensatz zu einigen Konkurrenten. "Mit Haas - und zu Teilen auch mit Sauber - hat man bezüglich der engen Zusammenarbeit mit Ferrari einen Präzedenzfall geschaffen. Da gibt es halt Möglichkeiten", meint Abiteboul. Haas bezieht umfangreiche technische Hilfe von Ferrari, ganze Baugruppen werden aus Maranello bezogen.

"Ich will diesen Weg nicht bekämpfen, aber ich möchte erfahren, ob dies der Weg ist, den die Formel 1 in Zukunft einschlägt", so der Renault-Rennleiter. "Wenn man auf diesem Weg weitermacht, dann müssen wir uns überlegen, wie wir damit umgehen. Das Thema Antriebsreglement ist ebenso wichtig. Ganz sicher werden wir über die Budgetobergrenze, die Chassisregeln mit Einheitsteilen und die Zusammenarbeit von Teams sprechen. All diese Themen sind extrem wichtig."

Claire Williams, Deputy Team Principal, Williams Martini Racing

Claire Williams, Deputy Team Principal, Williams Martini Racing

Foto: Glenn Dunbar / LAT Images

Zuletzt hatten die Teams im Rahmen des Formel-1-Grand-Prix in Monaco im Mai zusammengesessen. "Da ging es aber eher um ungelegt Eier", meint Claire Williams. "Die FOM hat große Aufgaben vor sich. Ich hoffe, dass es nun konkreter Informationen über den aktuellen Stand der Dinge geben wird. Bezüglich der Ausschüttung von Preisgeldern sind wir schon weit. Wenn es um Sonderzahlungen geht, dann müssen die Topteams eher einzeln das Gespräch suchen."

"Am allerwichtigsten für uns ist das neue Antriebsreglement und die möglichen Auswirkungen dessen, wenn damit wirklich neue Hersteller in positiver Art angesprochen werden. Das ist für uns sehr wichtig", meint Claire Williams. Die Britin spielt damit auf die Interessenten Porsche und Aston Martin an, die 2021 womöglich in die Szene kommen könnten. Eine dieser beiden Marken wäre potenziell interessant für eine Partnerschaft mit Williams.

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