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Murray entwickelt T.50 Supercar im Windkanal von Racing Point weiter

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Murray entwickelt T.50 Supercar im Windkanal von Racing Point weiter
Autor:
Co-Autor: Juliane Ziegengeist
18.12.2019, 09:29

Der Ex-Formel-1-Designer Gordon Murray arbeitet für die Aero-Entwicklung seines T.50 Supercars mit Racing Point zusammen und nutzt deren Windkanal

Kooperation der besonderen Art: Um die aerodynamische Entwicklung seines Supersportwagens T.50 voranzutreiben, arbeitet Designlegende Gordon Murray mit dem Formel-1-Team von Racing Point zusammen. Der Südafrikaner, der einst Brabham und McLaren zu Ruhm verhalf, wird den Windkanal des Rennstalls nutzen.

"Die Formel 1 bleibt eine große Leidenschaft von mir, sodass die Zusammenarbeit mit Racing Point bei der Entwicklung des T.50 äußerst spannend ist", kommentiert Murray die Kooperation. Er hofft, dabei auch "Einblicke und Fachwissen" von den Ingenieuren des Teams gewinnen zu können. Bis Mai soll die Entwicklung abgeschlossen sein.

Das erste offizielle Bild des T.50 zeigt einen Ventilator im Heck, der das Herzstück der fortschrittlichen Aerodynamik des Autos bildet. Es erinnert an den Brabham BT46B, den Murray im Jahr 1978 entwarf und der den Großen Preis von Schweden bei seinem ersten und einzigen Renneinsatz gewann. Am Steuer saß damals Niki Lauda.

Murray: "Von der Expertise von Racing Point profitieren"

Eine Produktion von nur 100 Autos, die mehr als zwei Millionen Pfund (vor Steuern) kosten, ist anvisiert - und die meisten haben bereits Kunden, die Auslieferung soll im Januar 2022 beginnen. Mit dem Deal mit Racing Point erweitert Murray den CFD-Fokus (Computational Fluid Dynamics), der bisher für die Aero-Entwicklung genutzt wurde.

Laut Murray wird es sechs verschiedene Aerodynamik-Modi geben, "die das Auto für verschiedene Szenarien optimieren, um Traktion und Leistung in Einklang zu bringen". Es verfügt über einen maßgeschneiderten Cosworth V12-Motor, der bis 12.100 U/min dreht und nur 950 kg wiegt. Die Leistung lässt sich auf 700 PS steigern.

"Ich habe davon geträumt, einen Straßenwagen mit einem Bodenventilator zu bauen, seit ich 1978 den Brabham BT46B Formel-1-Rennwagen entworfen habe", erklärt Murray sein neuestes Projekt. "Das System des T.50 ist viel ausgereifter als das des Brabham und wird von der Expertise und den Ressourcen von Racing Point enorm profitieren."

Stroll: "Aero-Regelwerk wird neu geschrieben"

Und weiter: "Wir haben uns sehr stark darauf konzentriert, die reinstmögliche Form für den T.50 zu erreichen. Ein Ziel, das wir durch weltweit führende technische Innovationen und aktive Unterboden-Aerodynamik erreicht haben. Wir werden das fertige Design bei der Weltpremiere des T.50-Supercars im Mai nächsten Jahres vorstellen."

Bei Racing Point zeigt man sich stolz, daran ein Stück weit mitwirken zu dürfen. "Es ist eine Ehre und ein Privileg für jeden von uns", sagt Teambesitzer Lawrence Stroll und verspricht: "Unsere Aerodynamiker werden im Windkanal testen, um die neuesten Formel-1-Kenntnisse und Erfahrungen für das T.50-Projekt gewinnbringend zu nutzen."

Ziel sei es, das volle Potenzial von Murrays revolutionärem Lüfterkonzept auszuschöpfen. "Ich habe Design- und Ingenieurskunst von Gordon seit seinen ersten Tagen in der Formel 1 bewundert, daher ist es mir eine persönliche Freude, dieses Projekt zu unterstützen, das das Regelwerk der Aerodynamik wirklich neu schreibt", so Stroll.

Mit Bildmaterial von Gordon Murray Design.

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Rennserie Formel 1
Autor Adam Cooper