"Muss mich pushen": Ferrari verlangt Anpassungen von Sainz

Carlos Sainz zeigt mit seinem Ferrari bislang starke Leistungen, die Anpassungen als Fahrer waren jedoch enorm und erforderten Fleiß

"Muss mich pushen": Ferrari verlangt Anpassungen von Sainz

Carlos Sainz gehört zu den positiven Überraschungen der laufenden Formel-1-Saison, als einziger der Teamwechsler schafft es der Spanier seit Saisonbeginn, mit seinem Teamkollegen auf Augenhöhe unterwegs zu sein. Doch in den Schoß gefallen ist dem 26-Jährigen diese Entwicklung nicht. Im Gegenteil: Sainz berichtet von großen Umstellungen, die er vornehmen musste.

"Mein Fahrstil in puncto wie ich in die Kurven fahre, wie ich bremse und wie ich die Geschwindigkeit durch die Kurve mitnehme an unterschiedlichen Stellen und in unterschiedlichen Kurvenarten, ist ganz anders im Vergleich zum vergangenen Jahr", erklärt Sainz.

Dies sein mit harter Arbeit verbunden, die ihm aber sogar Spaß bereite. "Ich muss mich pushen, um offener zu sein und mich als Fahrer anzupassen. Und tatsächlich macht mir das Spaß", schildert er. Sainz war vor der Saison von McLaren zu Ferrari gewechselt. Bei der Scuderia konnte er von Beginn an mit Teamkollege Charles Leclerc mithalten, in Monaco folgte mit Rang zwei sein erster Podestplatz in den roten Farben.

Vergleich zu McLaren: Ferrari eine andere Welt

Wenngleich er nicht detailliert beschreiben will, worin sich der McLaren aus dem Vorjahr und der diesjährige Ferrari unterscheiden, so hält er fest, dass es zwei völlig verschiedene Autos seien - und zwar nicht nur beim Motor, der 2021 bei McLaren wieder von Mercedes kommt.

"Natürlich hat sich der McLaren ein bisschen durch die Power Unit verändert. Besonders in diesem Jahr schauen sie auf den Geraden sehr stark aus", so Sainz, der im vergangenen Jahr beim Traditionsteam aus Woking noch Renault-Power im Heck hatte.

Doch auch abgesehen vom Antrieb seien die Unterschiede zwischen Ferrari und McLaren enorm. "Vom Fahrstil und der Balance her - und da ist es egal, ob bei niedrigen, mittleren oder hohen Geschwindigkeiten - sind es komplett verschiedene Autos und ich musste sehr viel verändern und mich anpassen", erklärt Sainz.

Norris lobt Sainz: "Darin war er sehr gut"

Umso beeindruckender ist es, wie er bislang unterwegs war. Sein Nachfolger bei McLaren, Daniel Ricciardo, sieht gegen seinen Teamkollegen Lando Norris überhaupt kein Land. Das ist auch Norris selbst aufgefallen, der zuletzt den direkten Vergleich zwischen seinem Kumpel Sainz und dem Australier Ricciardo zog.

"Daniel ist sehr schnell, wenn er das richtige Auto hat und alles perfekt passt. Sobald es aber ein paar Probleme gibt und er etwas an Vertrauen verliert, dann hat er größere Probleme", schildert Norris. Sainz hingegen komme auch mit Autos zurecht, die schwieriger zu fahren seien. "Darin war er sehr gut", lobte Norris.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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