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Nach Abstimmung: Was Pirelli jetzt mit den Reifen plant

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Nach Abstimmung: Was Pirelli jetzt mit den Reifen plant
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10.07.2019, 09:30

Während Pirelli die Entscheidung, bei den aktuellen Reifen zu bleiben, begrüßt, herrscht unter den Teams keine Einigkeit - 2020 größeres Reifenfenster geplant

Pirelli wird 2019 nicht mehr zurück auf die alte Reifenspezifikation gehen, das hat sich nach einem Meeting zuletzt in Spielberg geklärt. Fünf Teams hatten sich für eine Rückkehr zu den alten Reifen ausgesprochen, fünf dagegen - nötig gewesen wäre eine Einigkeit von 70 Prozent. Beim Reifenhersteller ist man froh, dass der Vorschlag nicht durchgekommen ist.

"Zurück auf die Reifen vom Vorjahr zu gehen, war nicht die richtige Entscheidung. Ich freue mich, dass fünf Teams das erkannt haben und gegen die Änderung gestimmt haben", sagt Pirelli-Manager Mario Isola. Denn 2018 habe es große Probleme mit Überhitzen gegeben, und für 2019 habe man an einem besseren Reifen gearbeitet.

Das Argument zieht aber nicht bei allen Teams, denn vor allem Red Bull war einer der großen Zugpferde der Veränderung. Das Team akzeptiert die Entscheidung, stimmt aber nicht überein. Red Bull will eine bessere Show und hat daher für die Rolle rückwärts gestimmt - das war allerdings noch vor dem Grand Prix von Spielberg, wo die Reifen der Show durchaus zuträglich waren.

McLaren-Teamchef Andreas Seidl sieht derweil kein Problem mit Pirelli: "Das Produkt erfüllt alle nötigen Voraussetzungen, die wir im vergangenen Jahr als Formel 1 ausgegeben haben", betont er. Er sieht die Diskussion derzeit nur aufkommen, weil es drei Topteams gibt und eines die Reifen einfach besser verstanden habe als die anderen.

Das größere Problem ist für ihn eher, dass der Abstand zwischen den drei Topteams und dem Mittelfeld so gewaltig ist - das ist aber eine andere Baustelle, die nichts mit den Reifen zu tun hat.

2020 mit größerem Arbeitsfenster

Eine kurzfristige Lösung wird es nicht geben, und Isola ist ohnehin der Ansicht, dass die Teams den Reifen in der zweiten Saisonhälfte verstanden haben werden. "So war es in jedem Jahr", betont der Pirelli-Mann.

Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Max Verstappen, Sebastian Vettel

Mit größerem Arbeitsfenster sollen wieder alle Teams zurechtkommen

Foto: LAT

Für 2020 und darüber hinaus ist aber noch etwas möglich. Ein sogenannter Zielsetzungsbrief soll Pirelli wieder einige Vorgaben machen, auch wenn Lewis Hamilton diesen zuletzt kritisiert hat, weil die Fahrer bei dem Thema nicht befragt wurden.

Laut Isola plant man für 2020 ein breiteres Arbeitsfenster ein, damit mehr Teams den Reifen besser zum Funktionieren bringen können. Und diese Planungen sind für Racing-Point-Technikchef Andrew Green auch einer der Gründe, wieso man gegen eine Veränderung der aktuellen Reifen gestimmt hat - neben der Sorge, dass nicht klar ist, ob eine Veränderung überhaupt positiv gewesen wäre.

2020-Reifen schon am Saisonende?

"Unserer Meinung nach ist es für diese Saison zu spät. Die Entscheidung, die Show für nächstes Jahr verbessern zu wollen, ist die Richtige", sagt er. Denn so werde Pirelli nicht von den eigentlichen Testfahrten für das kommende Jahr abgelenkt, die mittlerweile anlaufen. "Das ist besser als eine Kurzschluss-Reaktion mitten in der Saison."

Mögliche Prototypen könnten sogar im Freien Training am Ende der Saison eingesetzt werden. Laut Reglement kann Pirelli jedem Team am Freitag zwei Sätze zusätzlich zur Verfügung stellen. Doch es gibt auch Diskussionen darüber, die Reifen auch in weiteren Sessions einzusetzen. "Das ist eine komplett neue Idee, die evaluiert werden muss", sagt Isola. "Die FIA muss eine Regel dazu finden, aber wir wären offen dafür."

Ohnehin sind die Italiener laut eigener Aussage offen für fast alles: "Solange Sicherheit und Image des Unternehmens geschützt sind, sind wir hier, um etwas Gutes für die Formel 1 zu machen", betont Isola. "Wir müssen uns einfach nur auf eine Richtung einigen, denn am Ende des Tages machen wir einen Reifen für alle - und nicht für jedes Auto einen eigenen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Norman Fischer