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Nach Brasilien: Formel 1 denkt über neue Re-Starts nach

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Nach Brasilien: Formel 1 denkt über neue Re-Starts nach
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19.11.2019, 12:55

Kurios: Max Verstappen hat mit seiner ungewöhnlichen Taktik beim Re-Start in Brasilien Formel-1-Sportchef Ross Brawn auf eine Idee gebracht ...

Es war ungewöhnlich, wie lange Max Verstappen als Führender das Feld beim zweiten Re-Start in Brasilien mit extrem langsamem Tempo zusammengestaucht hat. Was er damit bezwecken wollte, ist klar: "Er hat sichergestellt, dass ihm niemand aus dem Windschatten heraus noch den Sieg wegnehmen kann", erklärt Formel-1-Sportchef Ross Brawn.

Beim ersten Re-Start in Sao Paulo hatte der zu dem Zeitpunkt Führende Lewis Hamilton früher Gas gegeben, was dazu führte, dass er am Ende der Start- und Zielgerade von Verstappen überholt wurde. Hätte er Verstappen nicht zuvor so lange Windschatten spendiert, wäre das Manöver wahrscheinlich nicht möglich gewesen.

Dass Verstappen dann beim zweiten Re-Start bis zum Überfahren der Ziellinie (erst ab da darf überholt werden) so extrem langsam fuhr, war aber nicht nur aus seiner Sicht clever - sondern sorgte auch für Irritationen bei so manchem Kollegen und extrem spannende Kämpfe im Feld dahinter.

 

"Es war ein aufregender und faszinierender Re-Start, den wir sorgfältig analysieren werden", sagt Brawn. "Denn die Enge des Feldes in den Sekunden vor der grünen Flagge führte zu einem aufregenden Spektakel, als die Fahrer sich positionierten. Schon der kleinste Vorteil konnte da entscheidend sein."

Etwas, was als Initialzündung durchaus für das zukünftige Reglement aufgegriffen werden könnte: "Für die nächste Regelperiode werden wir uns die Möglichkeit, solche Situationen durch eine veränderte Prozedur zu begünstigen, sicher genau anschauen", kündigt der Formel-1-Sportchef an.

Was das genau bedeuten könnte, lässt Brawn offen. Denkbar wären zum Beispiel Re-Starts in Indy-Formation, also mit zwei Autos nebeneinander und einem dicht zusammengestaffelten Feld. Oder auch eine klar definierte Re-Start-Zone, die verhindert, dass der Führende das Tempo zu früh anziehen kann.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Christian Nimmervoll