Nach Corona: Großbritannien muss Führungsrolle übernehmen

Verbandschef David Richards sieht für Großbritannien die Verpflichtung, nach der Coronakrise eine Führungsrolle im Motorsport einzunehmen

Nach Corona: Großbritannien muss Führungsrolle übernehmen

Großbritannien muss im Motorsport nach der Coronakrise eine führende Rolle einnehmen, das fordert David Richards, der Präsident des britischen Motorsportverbandes. Diese Aufgabe sieht er als Verpflichtung des Landes, weil man auch in der weitreichenden Geschichte eine gute Führungsrolle gespielt habe.

"Wir haben eine blühende Industrie, wir haben eine blühende Teilnahme, und wir haben eine Verpflichtung, die damit einhergeht", sagt er im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Unsere Aufgabe ist daher, die Führung zu übernehmen. Ich denke, dass einige Dinge in jüngster Zeit gezeigt haben, dass wir bereit dafür sind."

Großbritannien spielt auch heute noch eine wichtige Rolle im Motorsport. Sieben der zehn Formel-1-Teams sind in Großbritannien ansässig, in Silverstone gibt es eines der bestbesuchten Rennen und der britische Nachwuchssport gilt als einer der besten der Welt.

Richards, der einst selbst Teamchef bei Benetton und BAR war, erwartet, dass sein Verband in den kommenden Monaten einige Richtlinien und Initiativen herausgeben wird, die hoffentlich von der FIA und anderen nationalen Motorsportverbänden aufgegriffen werden. Mit FIA-Präsident Jean Todt und Vertretern der anderen Verbände stehe man bereits in regem Austausch.

Sollte es dann irgendwann weitergehen, müsse sich der Motorsport auch überdenken, fügt Richards an. Denn für ihn sei der eigentliche Zweck des Sportes immer weiter in Richtung Entertainment abgedriftet. "Wir müssen einen Weg finden, wie wir uns wieder relevanter machen können, damit Hersteller einen Grund finden, Teil des Motorsports zu sein und ihn zu unterstützen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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