Nach erneutem Dreher: Hamilton nimmt Vettel in Schutz

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Nach erneutem Dreher: Hamilton nimmt Vettel in Schutz
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
01.04.2019, 08:41

Warum Lewis Hamilton davor warnt, zu viel in Sebastian Vettels Fehler hineinzuinterpretieren, und nachvollziehen kann, was beim Rivalen schieflief

Nach Sebastian Vettels erneutem Dreher im Infight mit Lewis Hamilton sieht sich Sebastian Vettel mit heftiger Kritik konfrontiert. Und wie schon nach Monza nimmt ihn sein großer Rivale in Schutz. Als er gefragt wird, ob mangelndes Selbstbewusstsein die Ursache für die Dreher in den direkten Duellen gewesen sein könnte, antwortet der Mercedes-Pilot: "Ich kann mich an nur zwei Fälle erinnern. Zu wenig, um da jetzt viel hineinzuinterpretieren."

Er habe sich die Wiederholung angesehen und ihm sei aufgefallen, "dass wir uns nicht berührt haben, was gut ist. Außerdem war es dort wirklich windig siehe Kolumne auf 'de.motorsport.com'. Ich habe also keine Ahnung, was genau bei ihm passiert ist. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen." Auch die Berührung in Monza spielt Hamilton herunter: "Wir haben uns berührt. Er war hinten, und er hat vielleicht die Wirkung der Aerodynamik verloren und ist in mich hineingerutscht. Das war unglücklich."

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Auch die Tatsache, dass Teamkollege Charles Leclerc in Bahrain die deutlich bessere Figur machte als Vettel, will Hamilton nicht überbewerten. "Nur weil man ein viermaliger Weltmeister ist, heißt das ja nicht, dass man keine schlechten Wochenenden hat", sagt der Brite. "Das passiert uns doch allen."

Überhaupt seien Vettels Dreher und mäßige Rennen im Verhältnis zu den starken Leistungen, "unbedeutend". Und es könne schon mal vorkommen, dass man das Set-up nicht nach Wunsch hinkriegt. "Ich weiß nicht, was genau bei ihnen los war, aber ich erinnere mich an die Zeit mit Nico Rosberg. Da waren wir schnell bei den Barcelona-Tests, und dann war das Auto im Rennen ganz anders. Man ist machtlos, hat einfach keinen Grip. Und beim nächsten Rennen ist es wieder ganz anders."

 

Das sei teilweise nicht erklärbar und von außen auch nicht sichtbar. "Und diesmal hat es Sebastian getroffen. Er ist aber ein Weltmeister und ein großartiger Sportler. Er wird wieder auf die Beine kommen und wieder pushen", ist Hamilton überzeugt, dass sein Rivale nicht unter die Räder kommen wird.

Vettel selbst zeigte sich nach dem Bahrain-Grand-Prix zerknirscht und nahm den Dreher auf seine Kappe. "Ich wurde überrascht und habe das Heck verloren", entschuldigte er sich bei seiner Crew. Und zeigte Mitgefühl mit seinem Teamkollegen: "Das tut mir wirklich Leid für Charles. Er ist ein hervorragendes Rennen gefahren, war sehr stark und hätte gewinnen sollen."

Mit Bildmaterial von LAT.

 
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