Nach Ferrari-Aus: Räikkönen ging sofort zu Sauber und löcherte Team mit Fragen

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Nach Ferrari-Aus: Räikkönen ging sofort zu Sauber und löcherte Team mit Fragen
28.01.2019, 09:17

Nach der Hiobsbotschaft in Monza, er werde 2019 nicht für Ferrari fahren, fackelte Kimi Räikkönen nicht lange: Wie er das Sauber-Team sofort von sich überzeugte

Als der langjährige Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen in Monza über sein Aus in Maranello informiert wurde, handelte der 39-Jährige laut seinem Manager Steve Robertson sofort. "Im ersten Moment, als er es erfuhr, war er ein bisschen schlecht gelaunt, aber das dauerte nicht lange, denn er wollte weiterfahren", erzählt der Brite gegenüber 'Formula1.com'. "Er hatte das Gefühl, dass er noch nicht fertig ist."

Daraufhin meldete sich der Finne bei seinem langjährigen Freund Beat Zehnder, der bei Sauber als Teammanager agiert und schon in Räikkönens Debütjahr 2001 dabei war. Wenig später klingelte auch bei Teamchef Frederic Vasseur das Telefon. "Er hat sofort Gespräche angefangen, ob es möglich wäre, für Sauber zu fahren. Er hatte also Treffen mit den Eigentümern, und dann hatte er ein Treffen mit Fred und Beat. Und sie erkannten, dass er unbedingt weiterfahren wollte", schildert Robertson.

"Fred hat immer wieder bestätigt, dass Kimi beim ersten Treffen so fokussiert war und unbedingt wissen wollte, welche Pläne man für das nächste Jahr habe. Und er wollte wissen, ob das Team gleich enthusiastisch ist wie er. Als er sich bestätigt fühlte, meinte er: 'Gut, ich würde gerne einen Deal machen'."

Doch wie hat das Teamchef Vasseur erlebt? "Wir haben ein Treffen vereinbart, und Räikkönen ist mir sehr ähnlich - er kommt direkt auf den Punkt", bestätigt der Franzose gegenüber der 'NZZ'. "Wir haben sehr angeregt, sehr offen diskutiert."

Entgegen der Erwartungen war es der sonst oft phlegmatische Räikkönen, der das Gespräch in die Hand nahm und eine Frage nach der anderen stellte. "Ich war sehr schnell davon überzeugt, dass er der Richtige für uns ist", so Vasseur, "denn er war ausschließlich an Themen interessiert, die direkt mit dem Rennsport zu tun haben: Wie entwickelt sich die technische Abteilung bei Sauber? Wie steht es um das neue Auto? Wer werden seine Ingenieure sein? Je mehr wir geredet haben, je mehr war er überzeugt davon, dass Sauber das richtige Team ist."

Dann ging laut Vasseur, der das Team erst 2017 von Monisha Kaltenborn übernommen hatte, alles sehr schnell. "Ich wusste nur eins: Den müssen wir uns sichern", erinnert er sich. "In weniger als vier Tagen haben wir den Deal perfekt gemacht. Das ist für Formel-1-Verhältnisse sehr, sehr schnell."

Mit Bildmaterial von Sutton.

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