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"Nehme ich gerne mit": Hülkenberg nach frühem Chaos noch Achter

Nico Hülkenberg verliert bei der Startkollision Verstappen/Räikkönen genau wie Renault-Kollege Daniel Ricciardo viel Zeit, schafft es aber in die Top 10

"Nehme ich gerne mit": Hülkenberg nach frühem Chaos noch Achter

Für Renault lief der Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps nicht komplett nach Plan. In der Startaufstellung hatten sowohl Nico Hülkenberg als auch Daniel Ricciardo eine Rückversetzung um fünf Positionen kassiert. Grund war in beiden Fällen der planmäßige Einbau eines neuen Verbrennungsmotors.

Hülkenberg startete somit von P12 und damit zwei Positionen hinter Ricciardo, der von P10 losfuhr. Auch nach der ersten Kurve lagen die beiden eng zusammen, allerdings deutlich weiter hinten. Grund war die Kollision zwischen Max Verstappen (Red Bull) und Kimi Räikkönen (Alfa Romeo).

"Eine Kollision hatte ich, glaube ich, nicht. Ich musste aber der Kollision vor mir ausweichen und habe dadurch ein paar Positionen verloren", erinnert sich Hülkenberg. "Was genau los war, weiß ich nicht mehr. Ich fuhr neben Daniel und sah, dass es irgendwie eng wurde. Ich glaube, ein Sauber [der Alfa Romeo von Räikkönen] drehte sich. Um nicht selber getroffen zu werden, musste ich einen weiten Bogen fahren."

Ricciardo erinnert sich seinerseits: "Max und Kimi sind kollidiert. Dadurch mussten alle auf der Außenbahn ziemlich stark verzögern. Ich wollte dem Ganzen noch ausweichen, spürte dann aber einen heftigen Schlag von der Seite. Ich weiß nicht, wer es war, aber ich denke, das wäre vermeidbar gewesen. Letzten Endes war es wohl einfach ein Ziehharmonika-Effekt, keine Ahnung."

Start zum GP Belgien 2019 in Spa

Durch die Kollision Verstappen/Räikkönen verloren beide Renault-Piloten viele Plätze

Foto: LAT

Jedenfalls verloren beide Renault-Piloten zahlreiche Positionen. "Somit fand ich mich schon früh zusammen mit Daniel recht weit hinten im Feld wieder", bestätigt Hülkenberg und erinnert sich beim Gedanken an den weiteren Rennverlauf vor allem an eines: "Überholen war schwierig, weil im Mittelfeld alle in etwa gleich schnell sind."

Während Ricciardo, dessen R.S.19 beim Chaos in der ersten Kurve beschädigt wurde, direkt am Ende der ersten Runde einen Boxenstopp einlegte, kam Hülkenberg in der elften Runde zum ersten Stopp. "Wir haben uns für einen frühen Boxenstopp und somit einen 'Undercut' entschieden", erinnert sich der Deutsche.

Die Taktik mit nun Medium-Reifen auf den Felgen ging für Hülkenberg aber nicht wie geplant auf: "Der Reifenverschleiß war sehr hoch, weshalb wir dann noch einen zweiten Boxenstopp eingelegt haben, um mit Soft-Reifen ins Ziel sprinten zu können. Das hat sich ausgezahlt."

Nach diesem zweiten Boxenstopp, den er in der 31. von 44 Runden einlegte, kam Hülkenberg schließlich auf dem achten Platz ins Ziel. "Ich nehme diese vier Punkte gerne mit. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich nach der ersten Runde nur 17. gewesen war", so der Deutsche, der sein Cockpit im Renault-Team für die Saison 2020 an Esteban Ocon abgeben muss.

Während es für Hülkenberg in Spa noch zu einer Top-10-Platzierung reichte, kam Teamkollege Ricciardo letztlich nur als 14. mit einer Runde Rückstand ins Ziel. Der Australier fuhr nach seinem frühen Wechsel auf Medium-Reifen den Rest der Distanz ohne weiteren Boxenstopp durch.

Weitere Co-Autoren: Stuart Codling. Mit Bildmaterial von LAT.

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Event Spa
Subevent Rennen
Autor Mario Fritzsche