Neuer FIA-Präsident verspricht: Abu Dhabi wird sich nicht wiederholen

Mohammed Ben Sulayems erste Amtsaufgabe ist die Aufarbeitung der Ereignisse von Abu Dhabi, für die er schon jetzt verspricht, dass sie sich nicht wiederholen werden

Neuer FIA-Präsident verspricht: Abu Dhabi wird sich nicht wiederholen

Der neue FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat den Formel-1-Fans versprochen, dass der Automobil-Weltverband alles Notwendige tun wird, damit sich eine Kontroverse wie beim Grand Prix von Abu Dhabi nicht wiederholt.

Die Wahl Ben Sulayems an die Spitze der FIA erfolgte nur wenige Tage, nachdem das Saisonfinale der Formel 1, insbesondere die Handhabung der Safety-Car-Phase durch Rennleiter Michael Masi, auf breite Kritik gestoßen war. Max Verstappen profitierte als strahlender Sieger, während Lewis Hamilton den Kürzeren zog.

Der Motorsport-Weltrat der FIA hat bereits Pläne für eine Untersuchung der Ereignisse von Abu Dhabi angekündigt, woraufhin Sulayem betonte, dass er die vollständigen Ergebnisse der abwarten, wolle, bevor er über die beste Vorgehensweise entscheidet.

Ben Sulayem: "Dafür ist der Sport zu bedeutsam"

Seiner Meinung nach wäre es völlig falsch von ihm, vorschnell zu reagieren, ohne die Umstände der Geschehnisse vollständig zu verstehen. "Wir werden uns die Regeln ansehen und sind sicher, dass wir, wenn eine solche Situation in Zukunft eintritt, sofort eine Lösung finden werden - oder wir vermeiden sie sogar", sagte er.

Für mögliche Änderungen zeigt sich der neue Präsident offen: "Es gibt so viele Bereiche, die wir verbessern können. Wir können uns nicht einfach hinsetzen und sagen, wir sind gut. Nein, das ist nicht genug in einem Sport, der so mächtig und so wichtig ist."

Ben Sulayem wird auch direkt darüber entscheiden, ob die Formel 1 an Rennleiter Michael Masi festhält. Über dessen Zukunft wurde in den letzten Tagen heftig spekuliert. Doch auch hier will der neue FIA-Präsident kein vorschnelles Urteil fällen.

Kampf für Glaubwürdigkeit der FIA als neuer Chef

"Wir müssen uns die Angelegenheit genau ansehen. Ich bin gerade erst gewählt worden und werde mich bald damit befassen. Ich habe ein Treffen mit den Mitarbeitern und werde jede einzelne Angelegenheit prüfen, die verbessert werden kann. Aber ich werde definitiv keine voreiligen Entscheidungen treffen."

Der 60-Jährige weiß, was auf dem Spiel steht, denn die Glaubwürdigkeit des Weltverbands hat unter den jüngsten Ereignissen gelitten. Seiner neuen Aufgabe wolle er sich deshalb voll und ganz widmen, weshalb Ben Sulayem versprochen hat, sich von anderen Aufgaben außerhalb der FIA künftig zurückzuziehen.

"Wir verfügen über gute Strukturen und Teams. Aber es gibt immer Raum für Verbesserungen", blickt der Nachfolger von Jean Todt voraus. "Ich für meinen Teil werde mich ganz dieser Sache widmen. Ich werde keinen anderen Job haben als den des FIA-Präsidenten. Ich habe alle meine anderen Aufgaben niedergelegt."

Und Ben Sulayem versichert: "Ich werde mich mit Leidenschaft auf die Arbeit konzentrieren, und das mit dem richtigen Team an meiner Seite. Ich habe ein gutes Team und wir wollen noch besser werden. Das ist der Grund, warum die FIA glaubwürdig ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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