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Neuer Honda-Antrieb: Warum Daniil Kwjat von ganz hinten starten muss

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Neuer Honda-Antrieb: Warum Daniil Kwjat von ganz hinten starten muss
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
21.06.2019, 18:26

Honda spendiert Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat für Frankreich eine neue Antriebseinheit - Interessanterweise bricht Honda aus strategischer Sicht FIA-Siegel

Auf Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat wartet beim Grand Prix von Frankreich eine Aufholjagd. Der Russe wird am Sonntag in Le Castellet als Letzter in die Startaufstellung rollen. Ein Tausch der kompletten Antriebseinheit auf die neue Spezifikation 3 ist der Grund dafür. Konkret wird Kwjat beim achten Saisonrennen den vierten Verbrennungsmotor von Honda verwenden, die dritte MGU-K, den dritten Energiespeicher und die dritte Motorelektronik.

Laut Technischem Reglement darf ein Fahrer in der Formel-1-Saison 2019 drei Verbrennungsmotoren, drei MGU-H, drei Turbolader sowie zwei MGU-K, zwei Energiespeicher und zwei Steuereinheiten für die Motorelektronik verwenden. Bei zusätzlich eingesetzten Elementen drohen Strafen in der Startaufstellung.

Gemäß den Artikeln 23.3 a) und 23.3 b) des Technischen Reglements bedeutet der aktuelle Komponentenwechsel bei Kwjat eine Rückversetzung auf den letzten Startplatz. "Soll ich heimgehen, oder was", lacht der Russe bei der Aussicht für sein Rennen. "Nein, es wird in Ordnung sein! Wir werden dort starten, wo wir eben starten. Und wir werden versuchen, ein gutes Rennen zu fahren."

Strategisch Siegel gebrochen

Honda hat sich nach dem Grand Prix von Kanada für den Antriebswechsel entschieden. In Montreal war Kwjat als Zehnter ins Ziel gekommen. "Die Ingenieure haben etwas gesehen, das ihnen nicht gefallen hat. Sie haben gemeint, es ist besser, wenn wir den Wechsel hier und jetzt machen", sagt der Russe. "Sie waren sich nicht zu 100 Prozent sicher, ob wir mit dem Motor das ganze Wochenende überstehen. Die neue Version war erhältlich. Das war der Grund."

Daniil Kwjat

Einen großen Unterschied spürt Kwjat mit dem Spec-3-Motor von Honda nicht

Foto: LAT

Interessantes Detail: Beim neuen Turbolader und bei der neuen MGU-H hat Honda absichtlich das FIA-Siegel gebrochen. Der Hintergrund ist strategischer Natur. Das Siegel wurde gebrochen, aber das neue Bauteil selbst nicht gewechselt, denn bei einem zukünftigen Wechsel fällt die Strafe geringer aus, nämlich nur fünf Startplätze retour statt zehn. Ein neues Siegel bei der MGU-H und dem Turbolader bedeutet, dass es laut FIA-Definition eine neue Komponente ist. Somit hat Honda mehr Freiraum bei zukünftigen Wechseln.

Auch Red Bull setzt ab Le Castellet auf die neue Motorausbaustufe von Honda. "Der Unterschied ist aber recht klein", winkt Kwjat ab. "Ehrlich gesagt, wir haben das gar nicht quantifiziert. Wenn man sich die Daten ansieht, dann sieht man eigentlich nicht viel. Man muss tiefer graben, um es zu verstehen. Es sind nicht die großen Zahlen, die man erwartet hat."

Fokus auf die Rennpace

Auf der positiven Seite können sich Kwjat und Toro Rosso schon in den Freien Trainings komplett auf die Rennpace konzentrieren. Außerdem steht bei Honda die Weiterentwicklung nicht still. Mit frischen Komponenten sollte theoretisch die Leistung und die Zuverlässigkeit gegeben sein. "Ich bin zuversichtlich, dass wir immer noch ein gutes Rennen fahren werden", sagt Kwjat deshalb.

Daniil Kwjat

Da das Qualifying bedeutungslos ist, arbeitet Toro Rosso für das Rennen

Foto: LAT

Das erste Freie Training auf dem Paul-Ricard-Circuit beendete Kwjat auf Platz 14. Am Nachmittag landete der 25-Jährige auf Rang 15. In beiden Sessions war sein Teamkollege Alexander Albon, der noch mit dem alten Antrieb fährt, um ein paar Zehntelsekunden schneller. "Der Hauptfokus beim Set-up geht klar in Richtung des Rennens", hält Kwjat fest. "Denn im Qualifying werde ich ohnehin nicht von der Pole starten."

"Wir werden sehen, wie unsere Vorbereitungen laufen. Der Sonntag wird dann die Antwort bringen. Wir werden versuchen, alles am Sonntag herauszuquetschen und ich denke, es gibt immer Chancen", versucht der Russe die Situation optimistisch zu sehen. "Generell war unser Auto am Sonntag immer gut. Somit versuchen wir, ein gutes Rennen zu fahren."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Le Castellet
Subevent 2. Training
Autor Gerald Dirnbeck