Neues Formel-1-Qualifying kommt Niki Lauda „deppert“ vor

Das neue Qualifying-Format der Formel 1 soll die Startaufstellung durchmischen und die Rennen spannender machen – Ursprüngliche Ecclestone-Idee von Mercedes abgeblockt.

Zwar haben die elf Teams der Änderung des Qualifying-Formats beginnend mit dem Formel-1-Saisonauftakt 2016 am kommenden Wochenende in Melbourne zugestimmt. Dennoch findet der neue Shootout-Modus mit mehrstufiger Eliminierung der langsamsten Fahrer nicht überall Zustimmung.

Nachdem aus den Lagern von Williams, Ferrari und McLaren teils heftige Kritik zu hören war, gibt es nun auch kritische Stimmen aus dem Mercedes-Lager. Niki Lauda, seines Zeichens Aufsichtsratsvorsitzender des amtierenden Weltmeisterteams, lässt kein gutes Haar an der Neugestaltung der Formel-1-Samstage.

„Das neue Format kommt mir deppert vor“, so Lauda gegenüber Gazzetta dello Sport. „Ich bin Teil der Strategiegruppe und weiß, dass Ecclestone mit der Idee einer Veränderung daherkam“, so der Formel-1-Weltmeister der Jahre 1975, 1977 und 1984. Demnach solle „die Pole-Position künftig härter umkämpft sein“.

Ecclestones ursprünglicher Vorschlag einer Umkehrung der Top 10 der Startaufstellung wurde abgeschmettert – nicht zuletzt aufgrund des Gegenwinds aus dem Mercedes-Lager. Das Shootout-Format aber hat grünes Licht erhalten und wird am Samstag in Melbourne erstmals angewandt.

In seiner Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Teams merkt Lauda an: „Für uns bei Mercedes war das (die Umkehrung der Top 10 der Startaufstellung; Anm. d. Red.) keine überzeugende Idee. Daher war es besser, den anderen Vorschlag zu akzeptieren. Ich weiß aber nicht, ob in Melbourne alles bereit sein wird.“

Probleme mit der notwendigen Software hatten eine Verschiebung der Qualifying-Änderung bis in den Mai hinein erwarten lassen. Dann aber gab sich der FIA-Weltrat überzeugt, dass die neue Software doch schon rechtzeitig für den Saisonauftakt einsatzbereit sein wird. Der Samstag wird es zeigen...

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