Niki Lauda garantiert: "Hamilton und Bottas fahren 2019 im Mercedes"

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Niki Lauda garantiert:
Autor: Roman Wittemeier
30.06.2018, 12:27

Auch ohne die tatsächliche Unterschrift vorliegen zu haben, stellt Mercedes-Formel-1-Vorstand Niki Lauda unmissverständlich klar: "Hamilton und Bottas fahren für uns!"

 Die Diskussionen um mögliche Wechsel der Formel-1-Starpiloiten Lewis Hamilton (Mercedes) und Daniel Ricciardo (Red Bull) entpuppen sich als viel Rauch um nichts. Das steht spätestens seit einem Doppelinterview von Red-Bull-Rennleiter Helmut Marko und Mercedes-Formel-1-Vorstand Niki Lauda im Sender 'ORF' fest. In diesem Gespräch machte Lauda Nägel mit Köpfen. "Ich garantiere, dass im kommenden Jahr Hamilton und Bottas bei Mercedes fahren werden", so der Österreicher.

Der Hintergrund bei Red Bull:

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass man mit Hamilton verlängern wolle und ein entsprechender Schritt "nur noch eine Frage des Timings" sei. "Er wird nächstes und übernächstes Jahr bei uns fahren. Wann er tatsächlich unterschreibt, ob das morgen ist oder nächste Woche, ist doch vollkommen wurscht", sagt Lauda. Mercedes kann Hamilton nur für zwei Jahre binden, da man mangels eines Concorde-Agreements für die Zeit ab 2021 keine wirtschaftlichen Rahmenbedinungen kennt.

"Niki hat mir schon einmal gesagt, es sei alles fix. Das verwirrt mich etwas", erklärt Helmut Marko. Warum die Verwirrung? Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo soll beim Team verlängern, aber der Australier pokert um mehr Geld. Angeblich soll Ricciardo Chancen auf einen Sitz bei Mercedes haben - angesichts der klaren Lauda-Aussagen allerdings ein Poker ohne Ass. "Ich kann nur noch einmal sagen: Wir haben mit Ricciardo nicht geredet, wir hatten keinerlei Vertragsdiskussionen", betont Lauda.

Pressekonferenz: Sieger Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, 2. Daniel Ricciardo, Red Bull Racing

Pressekonferenz: Sieger Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, 2. Daniel Ricciardo, Red Bull Racing

Foto: Sam Bloxham / LAT Images

"Das sollte man aufzeichnen, übersetzen und dann dem Ricciardo vorlegen. Dann ist alles klar", schmunzelt Helmut Marko. Der Red-Bull-Motorsportchef kann somit entspannt in die letzten Verhandlungsrunden mit Ricciardo gehen. Das Grundgehalt muss nicht zwangsläufig deutlich angehoben werden. "Bei uns ist das Grundgehalt sowieso nicht besonders hoch. Aber man kann bei uns über Boni - bei uns gibt es die bis Platz sechs - daraus die doppelte Summe machen, wenn es richtig gut läuft", so Marko.

Ricciardo selbst hatte bereits am Mittwoch vor dem aktuellen Formel-1-Rennwochenende in Spielberg angedeutet, dass er bei seinem Arbeitgeber bleiben werde. Ebenso wie bei Hamilton sind nur noch allerletzte Details zu klären. Neben dem Gehalt stehen Themen wie Vertragslaufzeiten, Klauseln, Bonuszahlungen und Anzahl PR-Auftritte auf dem Diskussionsplan. "Am Rennwochenende kannst du nicht verhandeln", meint Lauda. "Irgendwann kommt eine einzeilige Pressemitteilung. Darin steht, dass Hamilton unterschrieben hat. Dann ist das Thema durch."

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