Niki Lauda kritisiert Nico Rosberg für Rücktritt ohne Vorwarnung

Mercedes-Teamboss Niki Lauda kritisiert Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg für dessen überraschenden Rücktritt ohne Vorwarnung.

"Einerseits muss man akzeptieren, wenn Nico nicht mehr fahren will. Aber auf der anderen Seite hat Nico im August bei uns einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Und ich denke, dass Verträge eigentlich grundsätzlich dazu da sind, dass man sie einhält", sagt Lauda im Gespräch mit der Welt am Sonntag.

"Ich weiß ebenfalls, dass man als Fahrer mitten in der Saison einen Anflug kriegen kann, dass man nicht mehr weiterfahren will. Das ist alles, auch aus eigener Erfahrung, möglich und nachvollziehbar."

"Aber was mich bei aller Erfahrung und allem Verständnis stört, ist, dass Nico uns jetzt sagt, wenn er nicht Weltmeister geworden wäre, wäre er weitergefahren."

Rosberg hätte diesen Plan "zumindest andeuten" können, meint Lauda. "Wir hätten uns für diesen Fall, dass etwas passiert, einen Plan B ausdenken können oder besser: müssen – um für ein solches Szenario gerüstet zu sein."

"Das Problem für uns ist, dass er nie Signale gegeben hat, dass das sein Konzept ist. Und deshalb hat es uns so überrascht."

Was Lauda Rosberg offenbar übel nimmt. Er sagt: "Wir haben ihm hochmotiviert das beste Auto zur Verfügung gestellt […] und damit seinen WM-Titel mit verursacht. Und jetzt stehen wir blöd da."

Denn auf einmal muss Mercedes unerwartet auf Fahrersuche gehen – und alle Topfahrer der Formel 1 haben bereits feste Verträge für die Formel-1-Saison 2017.

Lauda bezeichnet dies als "Riesenunsicherheit" mit Blick auf das kommende Jahr und meint: "Wir befinden uns in dem für mich schlechtest möglichen Zustand."

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Rennserien Formel 1
Veranstaltung Nico Rosberg verkündet Rücktritt
Fahrer Nico Rosberg
Teams Mercedes
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