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Öl-Leck und Stroll-Vorfahrt: Toro Rosso hadert mit verpassten Punkten

Toro Rosso hatte in Monza mit guten Punkten gerechnet, doch dann schlug das Technikpech zu - Pierre Gasly von Stroll abgedrängt

Öl-Leck und Stroll-Vorfahrt: Toro Rosso hadert mit verpassten Punkten

Toro Rosso konnte eine starke Performance in Monza nicht mit Punkten krönen. Pierre Gasly konnte vom Ende der Startaufstellung immerhin noch auf Rang elf fahren, Teamkollege Daniil Kwjat war auf dem Weg zu einem guten Ergebnis, als ein Öl-Leck seinen Arbeitstag vorzeitig beendete. Der Russe hadert, denn er hätte um Rang sechs kämpfen können, glaubt er.

"Es sah sehr stark aus, wir hatten eine gute Pace, und dann kam auch noch das (Virtuelle) Safety-Car zum richtigen Zeitpunkt heraus", sagt er. "Ich dachte schon: 'Bingo' oder 'Black Jack' oder wie immer das heißt ...", so Kwjat. Doch dann schlug das Technikpech bei ihm zu. "Ich habe nichts gespürt, ich sollte einfach nur an die Seite fahren."

Wie sich herausstellte, hatten die Ingenieure in den Daten ein Öl-Leck erkannt, was Kwjat an der Weiterfahrt hinderte. "Wir haben entschieden, dass er stoppen soll, um das Auto für die kommenden Rennen zu schützen", sagt Chef-Renningenieur Jonathan Eddolls. Honda wird nun die genaue Ursache für den Schaden noch untersuchen.

"Leider ist unser Sport sehr kompliziert und technisch. Es sind sehr komplizierte Maschinen - und irgendetwas hat heute den Geist aufgegeben", hadert Kwjat. "Das ist sehr enttäuschend."

 

Er ist überzeugt, dass noch eine Menge möglich gewesen wäre: "Wir waren genauso schnell wie Red Bull und haben auf die Autos vor uns aufgeholt. Das Rennen lief wirklich in unsere Richtung. Dann haben wir die weichen Reifen aufgezogen, und das Auto fühlte sich sehr gut an. Ich dachte, es wird ein großartiger Stint werden. Aber dann musste ich an die Seite fahren ..."

Teamkollege Pierre Gasly hatte nach seinem Motorenwechsel eine schwierigere Aufgabe, konnte aber schnell Boden gutmachen. Dann kam ihm jedoch Lance Stroll in die Quere, der Gasly vors Auto fuhr und ihn ins Kiesbett schickte, wodurch der Franzose zwei Positionen gegen Sergio Perez und Romain Grosjean verlor. Am Ende blieb er als Elfter knapp ohne Punkte.

 

Dennoch ist er nicht unzufrieden: "Ich denke, das Wochenende war positiv. Die Pace war seit dem Training besser als erwartet", resümiert er. "Im Rennen hatten wir nicht die Pace, um für die Top 8 zu kämpfen, aber für ein oder zwei Punkte."

Gasly ist mit seinen Fortschritten seit der Rückkehr zu Toro Rosso sehr zufrieden und will die Form mit nach Singapur nehmen. "Ich denke, dass wir jetzt ein besseres Verständnis davon haben, was ich im Auto brauche. Hoffentlich können wir so weitermachen und noch mehr Performance finden."

Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Norman Fischer