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Offiziell: Toto Wolff steigt als Aktionär bei Aston Martin ein

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Offiziell: Toto Wolff steigt als Aktionär bei Aston Martin ein
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
18.04.2020, 03:03

Toto Wolff wird Investor beim britischen Sportwagenhersteller Aston Martin, verhandelt aber weiter mit Mercedes um seine Zukunft als CEO und Teamchef

Mercedes-Teamchef Toto Wolff wird Aktionär beim britischen Sportwagenhersteller Aston Martin. Obwohl der 48-jährige Österreicher eine Story von 'motorsport.com', wonach er ein schriftliches Angebot für einen Einstieg als Investor unterbreitet habe, zunächst in verschiedenen Medien dementiert hat, ist die Nachricht jetzt offiziell bestätigt.

Wolff hatte zuletzt im Interview mit der Tageszeitung 'Österreich' erklärt, er werde bei Aston Martin "keine strategische Beteiligung als Investor eingehen".

Die jetzt bestätigte Transaktion wird offiziell als "persönliches Investment" bezeichnet. Laut Informationen der 'Daily Mail' entspricht Wolffs Aktienanteil einem Wert von 37 Millionen Pfund Sterling. Das entspricht umgerechnet mehr als 42 Millionen Euro.

Wolff hat sich damit Optionen über ein Gesamtvolumen von 4,77 Prozent der Aston-Martin-Aktien gesichert. Nach Vollzug der damit einhergehenden Bezugsrechtsemission "wird dieses Investment [Stand nächste Woche] einen Anteil von 0,95 Prozent am Unternehmen bedeuten", erklärt ein Mercedes-Sprecher.

Dieser stellt gleichzeitig klar: "Es ist ein Finanzinvestment, und Totos Partnerschaft und seine geschäftsführende Rolle bei Mercedes bleiben von der Transaktion unbeeinflusst."

Wolff ist eigenen Angaben nach gut befreundet mit Lawrence Stroll, der ab Montag offiziell seine neue Position als Vorstandsvorsitzender bei Aston Martin, als AML in London börsennotiert, antreten wird. Die von Bernie Ecclestone gestreute Behauptung, der Mercedes-Teamchef könne neben seinem Einstieg als Investor auch auf operativer Ebene CEO von Aston Martin werden, hat sich bisher nicht bestätigt.

Der AML-Aktienkurs ist seit dem IPO im Oktober 2018 um mehr als 90 Prozent eingebrochen. Noch Anfang Januar lag das Papier bei 175,8 Pence Sterling (bereinigter Kurs nach Kapitalerhöhung). Aktuell steht AML nur noch bei 50,5 Pence.

Für den Daimler-Konzern stellt Wolffs Engagement keinen Interessenkonflikt dar. Der deutsche Automobilhersteller hat mit Aston Martin 2013 einen Vertrag über die Lieferung von Motoren, elektrischen Komponenten und Infotainmentsysteme abgeschlossen. Als Gegenleistung wurden zum damaligen Zeitpunkt fünf Prozent Aktienanteil (ohne Stimmrecht) vereinbart.

Im Zuge dieser Transaktion sicherte sich Daimler effektiv auch ein Vetorecht gegen Investitionen von strategischen Wettbewerbern des Konzerns. Bedeutet im Klartext: Daimler kann neue Investoren bei Aston Martin effektiv blockieren - oder mit einer Kündigungsfrist von drei Jahren aus der Partnerschaft aussteigen.

Was Wolffs Zukunft als Teamchef bei Mercedes betrifft, ist übrigens noch keine Entscheidung gefallen. Sein Vertrag läuft am Jahresende aus. Zuletzt hatte er gegenüber 'Österreich' versichert: "Ich bin und bleibe Mercedes-Motorsportchef und Formel-1-Chef, und daran wird sich kurzfristig nichts ändern."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Christian Nimmervoll