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Otmar Szafnauer scherzt: Vettel wollte mir eins auswischen!

Otmar Szafnauer scherzt, dass ihm Aston Martin mit der unpassenden Safety-Car-Phase eins auswischen wollte - Albon-Taktik war für Alpine keine Option

Melbourne war für Alpine ein Wochenende der verpassten Möglichkeiten - zumindest auf der Seite von Fernando Alonso. Vom Speed her hätte der Spanier, so die Vermutung vieler, ein richtig starkes Ergebnis herausholen können. Am Ende wurde es aber nur der enttäuschende 17. und letzte Platz und die Frage, was wäre gewesen, wenn er seine Qualifying-Runde hätte beenden können?

"Hätten wir uns dort qualifiziert, wo wir uns hätten qualifizieren können, dann wäre es für Fernando ein komplett anderes Rennen geworden", ist sich Teamchef Otmar Szafnauer sicher. "Er wäre dann wie alle anderen um ihn herum auch auf Mediums gestartet und wäre nicht vom Safety-Car auf dem falschen Fuß erwischt worden."

Szafnauer ist überzeugt, dass Alonso dann mit den Top-4-Fahrern hätte kämpfen können. Doch weil er nach dem defektbedingten Abflug im Qualifying (ein Ring der Öldichtung soll kaputtgegangen und den Failsafe-Mode ausgelöst haben) nur auf Startplatz zehn stand, wollte Alpine den Spanier über eine andere Strategie nach vorne bringen.

Alonso fuhr mit harten Reifen los, um dann die Pace des Alpine nutzen zu können, wenn die Konkurrenz auf Mediums in die Box kommt. So die Theorie. "Aber ich weiß nicht, wer dann mit Absicht einen Unfall hatte, um das Safety-Car herauszubringen", scherzt er. "Es war für uns zum falschen Zeitpunkt, aber vermutlich zum richtigen Zeitpunkt für sie."

"Rache" von Aston Martin?

Die Auflösung ist aber schnell gefunden: Ausgerechnet Szafnauers Freund und letztjähriger Schützling Sebastian Vettel im Aston Martin war mit seinem Abflug in Kurve 4 dafür verantwortlich - ohne Teamkollege Lance Stroll damit wirklich zu helfen, der seinen Pflichtstopp schon bei der ersten Unterbrechung durch Carlos Sainz abgeleistet hatte.

Fernando Alonso, Alpine A522, Yuki Tsunoda, AlphaTauri AT03, Valtteri Bottas, Alfa Romeo C42

Fernando Alonso, Alpine A522, Yuki Tsunoda, AlphaTauri AT03, Valtteri Bottas, Alfa Romeo C42

Foto: Carl Bingham / Motorsport Images

"Sie haben es vermutlich gemacht, weil ich jetzt hier bin", scherzt Szafnauer über einen möglichen Racheakt seines Ex-Teams. "Und das war dann Fernandos Rennen."

Alonso wechselte während der nächsten virtuellen Safety-Car-Phase auf die Medium-Reifen, kam aber im DRS-Zug, der von Lance Stroll angeführt wurde, heraus und kam in diesem trotz frischer Pneus nicht voran. Weil er sich dabei die Reifen ruinierte, musste Alonso noch einmal an die Box und wurde so nur Letzter.

Williams-Taktik keine Option

Hätte man es hingegen wie Williams gemacht, wären durchaus noch Punkte drin gewesen. Alexander Albon war auf der gleichen Strategie, kam aber während des virtuellen Safety-Cars nicht an die Box, sondern fuhr bis eine Runde vor Schluss auf den harten Reifen durch und kam erst dann zum Reifenwechsel. Das bescherte dem Team einen Punkt.

 

Doch einerseits ist man hinterher immer schlauer, und andererseits war diese Strategie für Alpine keine Option. "Ich war über ihre Pace auf dem 57 Runden alten harten Reifen überrascht", gibt Szafnauer zu. "Und mich würde es nicht wundern, wenn sie genauso überrascht darüber waren."

Aber: "Sie hatten keine andere Wahl als draußen zu bleiben", sagt Szafnauer. Denn sonst hätte Williams keine Chance auf Punkte gehabt. "Wäre Albon an die Box gekommen, wäre er am Ende des Zuges gewesen, und das macht man nicht", so der Teamchef. "Sie haben auf eine rote Flagge gehofft und das Richtige gemacht."

"... dann wäre ich in Las Vegas"

Er ist sicher: "Hätten wir nicht diese Pace gehabt, wäre das virtuelle Safety-Car nicht gekommen und hätten wir das Gleiche wie Albon gemacht, wären wir Zehnter geworden. Wir wären vor ihnen gewesen. Aber wenn du vorne bist, triffst du andere Entscheidungen."

"Du kannst Entscheidungen auch immer nur anhand der Informationen treffen, die du in dem Moment hast. Die Zukunft vorherzusagen, ist sehr schwierig. Wenn ich das könnte, dann wäre ich in Las Vegas", so Szafnauer.

Zumindest konnte Esteban Ocon als Siebter die Kohlen aus dem Feuer holen, auch wenn er in Melbourne nicht ganz auf dem Niveau von Alonso zu sein schien. "Sie sind beide in guter Form", betont Szafnauer. "Fernando wäre in der ersten Reihe gewesen, aber Esteban hat die Punkte geholt. So ist es im Rennsport."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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