Patrick Head: Neue Formel-1-Regeln 2021 "regressiv", aber notwendig

Formel-1-Designlegende Patrick Head glaubt, dass die Beschränkung der technischen Freiheiten ab 2021 zwar "regressiv", aber notwendiges Übel für den Rennsport sei

Patrick Head: Neue Formel-1-Regeln 2021 "regressiv", aber notwendig

Die Automobil-Weltverband FIA und die Formel 1 haben vor kurzem neue Regeln für das Jahr 2021 unterzeichnet, die darauf abzielen, den Rennsport zu verbessern. Teil des Kompromisses ist, dass die Teams in ihrer Entwicklungsarbeit stärker eingeschränkt werden, um sicherzustellen, dass die Autos einander einfacher folgen können.

Ingenieur-Urgestein Patrick Head, der Williams als technischer Direktor zu vielen Weltmeistertiteln verhalf, äußert zwar sein Bedauern darüber, dass die technische Herausforderung so reduziert wird. Zugleich glaubt der Brite aber, dass ein solcher Schritt erforderlich ist, weil die Ungleichheit der Budgets mittlerweile unhaltbar geworden sei.

Als er am Sonntagabend bei den Autosport Awards in London auf der Bühne über die neuen Regeln für 2021 sprach, sagte Head: "Ich denke, aus einem gewissen Blickwinkel, vom Standpunkt des Ingenieurs, ist es wirklich regressiv - leider."

"Aber letztendlich ist der Motorsport viel zu teuer geworden. Und der Unterschied zwischen den Topteams und den Teams weiter hinten ist zu groß. Wir brauchen mehr Teams, die zusammen Rennen fahren", findet die Designlegende.

Die beteiligten Personen haben aus Heads Sicht gute Arbeit geleistet, auch wenn das Niveau heruntergeschraubt wird. "Die cleveren Ingenieure werden definitiv Wege und Mittel finden, um einen Unterschied zu machen", räumt er ein, "aber es gibt sicherlich nicht ganz die Freiheiten, die es noch gab, als ich mehr involviert war."

Die Formel-1-Chefs sind sich bewusst, dass die Vereinbarung der 2021er-Regeln dazu geführt hat, dass die Teams Dinge akzeptieren mussten, die sie nicht mögen - aber sie sind der Meinung, dass die richtigen Kompromisse getroffen wurden.

Chase Carey, Formel-1-Vorsitzender, sagte kürzlich: "Wir machen uns nicht vor, dass wir an einen Ort gelangen, an dem jeder mit jeder Komponente von dem, was wir beschließen, einverstanden ist. Das sind Kompromisse. Wir glauben, dass die richtigen Schritte unternommen wurden. Wird es Aspekte geben, die verfeinert werden müssen? Sicherlich."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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