Pierre Gasly fordert: F1-Autos müssen weniger Gischt erzeugen

Pierre Gasly hofft, dass die Formel 1 über Änderungen an den Fahrzeugen nachdenkt, damit diese künftig weniger Gischt erzeugen

Pierre Gasly fordert: F1-Autos müssen weniger Gischt erzeugen

Nach dem abgebrochenen Formel-1-Rennen in Spa hat Pierre Gasly eine Änderung an den Autos gefordert, um die entstehende Gischt bei Regenwetter zu reduzieren. Die schlechte Sicht aufgrund des aufgewirbelten Wassers war der Hauptgrund für die Ereignisse am Sonntag und das schlussendlich nicht stattgefundene Rennen.

"Leider gab es meiner Meinung nach keine andere Möglichkeit, weil die Sicht auf der Strecke so schlecht war", sagt Gasly mit Blick auf den Sonntag. Der AlphaTauri-Pilot verweist wie zahlreiche seiner Kollegen darauf, dass es einfach zu gefährlich gewesen wäre, wenn ein Auto sich gedreht oder einen Unfall gehabt hätte.

"Das Problem ist, dass man immer darauf vertraut, dass die Jungs vor einem auf der Strecke bleiben und ein ähnliches Tempo wie man selbst fahren. Bei 200 bis 250 km/h ist die Sicht unter 30 Meter. Und wenn man selbst dann mit 200 bis 250 km/h ankommt, dann hast du keine Chance, rechtzeitig zu verzögern. Wir haben genug furchtbare Dinge auf dieser Strecke gesehen", sagt Gasly.

Gasly: Rutschige Fahrbahn ist kein Problem

2019 war sein guter Freund Anthoine Hubert beim Formel-2-Rennen an selber Stelle nach einem Unfall gestorben, Gasly legte vor diesem Wochenende an der Unfallstelle Blumen nieder. Ein solcher Unfall soll sich nicht wiederholen, am Sonntag sei die Gefahr dafür aber zu groß gewesen.

Generell, so Gaslys Tenor, gehören Regenrennen dazu. Doch die Gischt muss reduziert werden. "Als ich das Medical-Car gesehen habe, natürlich bei viel geringeren Geschwindigkeiten, dann war die Gischt viel geringer als bei unseren Autos", meint er.

Sein Fazit ist deshalb klar. "Das ist ein Bereich, auf den sich die Formel 1 in den nächsten Jahren fokussieren sollte. Denn wenn man die Gischt reduziert und die Sicht besser ist, dann hat man vielleicht Aquaplaning, man rutscht, man ist vielleicht sehr langsam. Aber dann liegt es an uns Fahrern, das Limit zu erreichen, das uns der Grip bietet", schildert er.

Vettel bringt Reifen ins Spiel

Sebastian Vettel brachte zudem auch das Thema Reifen ins Spiel. So merkte er an, dass die Regenreifen von Vorgänger Bridgestone weniger Spray verursacht hätten als jene von Pirelli. Konkret gefragt wurde Vettel nach dem Vergleich zwischen dem Japan-Grand-Prix 2007 in Fuji und den Verhältnissen in Belgien. "Wir hatten damals andere Reifen. Ihr wisst, was ich meine?", sagt Vettel.

Wie auch andere Kollegen wie Lando Norris und Carlos Sainz merkt der Aston-Martin-Pilot zudem an, dass die Bedingungen am Rennsonntag in Spa eigentlich besser gewesen seien als im dritten Abschnitt des Qualifyings am Samstag. Dort hatte Vettel vehement eine Unterbrechung gefordert, bevor Norris verunfallte.

"Da gab es mehr stehendes Wasser und es lag an uns selbst. Das Problem im Rennen ist, dass man den anderen folgt. Man kann kein Rennen starten mit einem Abstand von 15 Sekunden zwischen den Fahrzeugen", stellt er klar.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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