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Pirelli-Reifen glänzen in der spanischen Sonne: Das steckt hinter der Oberfläche

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Pirelli-Reifen glänzen in der spanischen Sonne: Das steckt hinter der Oberfläche
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
18.02.2019, 15:38

Pirelli-Manager Mario Isola erklärt, warum die neuen Pirelli-Reifen für die Formel-1-Saison 2019 eine glänzende Oberfläche aufweisen #AND# wie sich das auswirkt

Die Formel-1-Saison 2019 hat in Barcelona mit dem ersten Testtag offiziell begonnen. Die neuen Boliden strahlten mit der spanischen Sonne um die Wette - und mit den neuen Pirelli-Reifen. Aufmerksamen Beobachtern ist aufgefallen, dass die schwarzen Pneus im Gegensatz zu den Vorjahren eine glänzende Oberfläche aufweisen. Pirelli-Manager Mario Isola hat aufgeklärt, was sich hinter dieser Optik verbirgt.

Die neuen Reifenmischungen - alle fünf hat der italienische Reifenhersteller nach Barcelona mitgebracht (weiß, gelb und rot markiert) - mussten bis 1. Dezember homologiert werden. Im Fertigungsprozess für die neuen Gummis hat sich dabei etwas entscheidend geändert. "Jedem fällt das auf!", schmunzelt Isola am Montag.

Der Pirelli-Manager klärt auf: "Wir haben neue Produktionsformen für die Reifen verwendet in diesem Jahr, die mit Chrom beschichtet sind." In diesen Formen wird der Gummi vulkanisiert, wodurch unter großem Druck die rundliche Form entsteht. "Das haben wir im Vorjahr zum ersten Mal in der Formel 2 getestet. Der Grund für die neue Technologie ist ganz einfach: Vor allem die weicheren Mischungen, der Hypersoft im Vorjahr oder der C4 und C5 in diesem Jahr sind sehr klebrig. Wenn man den Gummi herstellt, dann ist das mit den Formen manchmal etwas schwierig aufgrund dieser Haftung."

Neue Fertigung sorgt für bessere Qualität

Mit der neuen Beschichtung aus Chrom hat man diese Schwierigkeit in den Griff bekommen und nebenbei auch noch optisch etwas verändert. Die "kleinen Ungenauigkeiten", die zuvor in der Fertigung passiert sind, gehören nun der Vergangenheit an. "Es sieht nicht nur schöner aus, sondern ist auch besser für die Produktion." An der Reifenspezifikation hat sich allerdings nichts im Vergleich zum Reifentest in Abu Dhabi Ende des Vorjahres geändert.

Pirelli-Reifen

Eine neue Art der Herstellung sorgt für die Glanzoptik

Den Grip beeinflusse die neue Oberfläche nicht, betont Isola. "Es könnte passieren, dass, die äußere Seite noch glänzt, wenn sie einen neuen Reifen aufziehen und langsame Runden drehen", wirft er ein. Allerdings habe das keine Auswirkung auf die Performance. Die neue Art der Herstellung sei allerdings nur bei den Trockenreifen zur Anwendung gekommen, die Regenreifen, von denen es 2019 jeweils nur einen Regenreifen und einen Intermediate geben wird, betrifft das nicht.

Die Entwicklung für die Reifen der kommenden Saison hat man bereits in Angriff genommen, Pirelli möchte diese im Sommer abschließen. Denn schon Ende September sollen die neuen 18-Zoll-Räder für 2021 getestet werden. Allerdings gäbe es dabei ein Problem. Da das Reglement dafür noch nicht fixiert wurde, wissen die Teams nicht, welche Testautos für die Reifentests benötigt werden.

Kältere Heizdecken, neue Temperaturfenster

Die Felgen werden in zwei Jahren nicht nur größer, gleichzeitig sollen auch die Heizdecken abgeschafft werden. Bereits für die Saison 2019 hat Pirelli die Temperaturen verringert. "Wir haben entschieden, die Maximaltemperatur für die Vorderreifen bei 100 Grad Celsius zu belassen. Die Temperatur für die Hinterreifen beträgt nun 80 Grad", so der Italiener.

In Abu Dhabi habe man noch mit jeweils 80 Grad getestet, doch einige Teams hatten Bedenken geäußert. Vor allem die Vorderreifen seien schwierig zu erhitzen, daher hat man dort eingelenkt und auf 100 Grad erhöht. "Mit 80 Grad können wir außerdem niedrigere Reifendrücke vorschreiben. Damit wollen wir das Überhitzen verhindern. Auch die Arbeitsfenster der Mischungen in diesem Jahr haben sich deshalb etwas verändert."

Der härteste Reifen (C1), der bei den Testfahrten wohl kaum Verwendung finden und erst für den Spanien-Grand-Prix in Betracht gezogen werde, kommt auf ein Arbeitsfenster von 110 bis 140 Grad Celsius. Der etwas härtere C2 auf 110 bis 135 Grad. Der C3, der mit dem Soft des Vorjahres verglichen werden kann, wird auf 105 bis 135 Grad erhitzt, während die weicheren Mischungen C4 auf 90 bis 120 und C5 auf 85 bis 115 Grad kommen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Maria Reyer