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Pirelli-Test: Weniger Reifendruck der Schlüssel zum Erfolg?

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Pirelli-Test: Weniger Reifendruck der Schlüssel zum Erfolg?
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
03.12.2019, 13:41

Pirelli hat auf die Kritik aus Austin reagiert: Beim Reifentest in Abu Dhabi wird der 2020er-Reifen mit weniger Reifendruck gefahren, um mehr Grip zu liefern

Am Dienstag und Mittwoch testet die Formel 1 die neuen 2020er-Reifen von Pirelli. Nach einem ersten Probelauf in Austin waren die Piloten alles andere als begeistert. Pirelli hofft nun, die Meinungen der Teams mit weniger Reifendruck umstimmen zu können.

In diesen zwei Tagen wird sich entscheiden, mit welchen Reifen in der kommenden Saison gefahren wird. Entweder ändern die Fahrer ihre Meinung oder ihr Feedback wird zu einer Abstimmung der Teams führen. Wenn mehr als sieben Teams für die 2019er-Reifen stimmen, werden diese auch kommendes Jahr zum Einsatz kommen.

Deshalb fahren alle Teams mit einem Auto den Reifentest und führen Vergleichsfahrten mit beiden Reifengenerationen durch. Beim ersten Probelauf der 2020er-Pneus im Freien Training in Austin waren die Fahrer nicht glücklich über die neuen Gummis.

Reifendruck: 1,5 psi niedriger als 2019

Allerdings waren an jenem Freitag die Bedingungen nicht optimal, um die neuen Reifen zu testen. Die Temperaturen waren unerwartet kühl, die Teams konnten die Autos nicht rechtzeitig auf die Reifen einstellen. Daher waren die Ergebnisse auch sehr enttäuschend.

Pirelli hat nun bestätigt, dass die neuen Reifen in FT1 in den USA mit höherem Reifendruck gefahren wurden, als ursprünglich empfohlen. Im Test in dieser Woche will man das adressieren: "Wir haben den Teams Informationen zukommen lassen, wie die neuen Reifen sich verhalten", erklärt Mario Isola.

Der Pirelli-Formel-1-Boss ergänzt: "Statistische und dynamische Profile, Daten, um das Auto bestmöglich abzustimmen. Die Vorschriften für die Testreifen werden anders sein als jene für die Rennreifen, weil die neue Konstruktion mit weniger Reifendruck gefahren wird."

Diese Verbesserung konnte während eines Entwicklungstests festgestellt werden, bei dem weniger Reifendruck gefahren wurde. "Unsere Vorgabe für den Test liegt daher 1,5 psi vorn und hinten niedriger gegenüber den Werten des Rennwochenendes." Pirelli habe die Teams gebeten, diese Maßnahme umzusetzen.

Beim Training zum US-Grand-Prix sei es dagegen nicht möglich gewesen, mit diesem idealen Druck zu fahren: "Es war unmöglich, die Autos in dieser kurzen Zeit an die geänderte Vorgabe anzupassen. Beim Test wird es viel entspannter zugehen, dort können die Vergleichstests viel repräsentativer sein."

In Austin sei außerdem das Abtriebslevel ein Problem gewesen: "Natürlich kann man da ein Team nicht dazu auffordern, den Unterboden zu wechseln. Das ist unmöglich." Im Test haben die Teams schließlich genügend Zeit, um das Set-up anzupassen.

20 Reifensätze für jedes Team

Isola wünscht sich von den Teams einen "ordentlichen technischen Vergleich" zwischen den beiden Konstruktionen, um zu verstehen, wie sich die Performance der aktuellen Reifen verhält und jene der neuen. "Jede Entscheidung ist willkommen."

Besonders der niedrigere Reifendruck soll dem Gripproblem entgegenwirken, das viele Fahrer in Austin beklagt hatten. Pirelli hat in den bisherigen Tests herausgefunden, dass der Grip mit der neuen Konstruktion bei weniger Reifendruck "ein wenig höher" sei als jener der aktuellen Reifen.

Jedes Team hat in Abu Dhabi 20 Reifensätze zur Verfügung. Zwölf dieser Sätze wurden von Pirelli zugeteilt - jeweils zwei des C3 und C4 aus 2019, plus je zwei des C2, C3, C4 und C5 aus 2020. Die Teams durften die restlichen acht Sätze selbst wählen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Abu Dhabi
Autor Maria Reyer