Preisgelder in der Formel 1: Bernie Ecclestone will gerechter verteilen

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone will das Preisgeld in der Königsklasse gerechter verteilen und den großen Teams ihren Garantiebonus streichen.

Nachdem Mercedes vergangenes Jahr einen Bonus für den zweiten Titelgewinn in Folge bekommen hat, will Ecclestone nun handeln und hat offenbar ein Einsehen mit den kleineren Teams.

Er will das gesamte System überdenken und für alle fairer gestalten. Um das vor 2020 durchzusetzen, müssten jedoch alle Teams mit der Änderung einverstanden sein und ihre Verträge zerreißen.

„Ich habe Toto [Wolff] gesagt er solle lieber noch kein Geld zur Bank bringen“, sagte der Brite gegenüber der Times. „Ich werde mir genau anschauen, wie alles läuft und sehen, ob mir etwas einfällt, das für alle Teams gleich ist.“

Ecclestone denkt dabei an ein System, das dem der britischen Football Premier League ähnlich ist. Dort wird das Geld gleichmäßiger, aber trotzdem auch nach Leistung verteilt.

„Die Premier League hat eine gute Art, das Preisgeld zu verteilen, das könnte bei uns auch funktionieren“, meinte er. „Es wird Leute geben, denen das gefällt und welche, denen es nicht gefällt und die leiden werden.“

Bisher bekommen Ferrari, Red Bull Racing, McLaren und Mercedes für ihre „historischen Verdienste“ in der Formel 1 laut des bilateralen Vertrags, der noch bis 2020 läuft, beträchtliche Extrazahlungen aus dem Einnahmetopf.

Bildergalerie: Bernie Ecclestone

So soll Ferrari jährlich 90 Millionen Dollar extra bekommen – mehr als andere Teams sich durch gute Platzierungen im Laufe der Saison und einen der vorderen Plätze in der Konstrukteurswertung verdienen können.

Diese Bonuszahlungen sind den kleineren Teams wie Sauber oder Force India schon lange ein Dorn im Auge. Beide Rennställe haben deshalb bereits bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt.

 

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