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Quali-Experiment: Räikkönen wünscht sich altes Format aus 2001 zurück

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Quali-Experiment: Räikkönen wünscht sich altes Format aus 2001 zurück
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
27.09.2019, 15:20

Sprintrennen mit umgekehrter Startaufstellung schon 2020? Das gefällt dem Routinier im Feld nicht - Er stimmt seinen Kollegen zu & wehrt sich gegen Änderung

Die Formel 1 diskutiert am Rande des Grand Prix von Russland weiterhin über Sprintrennen und Qualifying-Experimente 2020. Die Idee der umgekehrten Startaufstellung kommt bei den meisten Piloten nicht gut an. Routinier Kimi Räikkönen hat einen ganz anderen Zugang. Er wünscht sich das Format der frühen 2000er-Jahre zurück.

"Würde ich etwas ändern, würde ich zu jenem Format zurückgehen, das es gab, als ich begonnen habe." 2001 kam Räikkönen mit Sauber in die Formel 1. Damals bestand das Qualifying aus einer einstündigen Session. "Ich glaube, es gab drei Reifensätze und zwölf Runden. Die konnte man fahren, wann man wollte", erinnert er sich.

"In den vergangenen Jahren gab es viele Änderungen, aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob die auch die Startaufstellung ordentlich verändert haben", zweifelt Räikkönen. Er ist nicht der einzige Pilot, der den neuen Vorschlägen der Regelhüter skeptisch gegenübersteht.

Hamilton: Neues Format vielleicht in Singapur?

Viele Fahrer, darunter auch Sebastian Vettel und Lewis Hamilton, haben die Vorschläge nach Qualifying-Experimenten 2020 mit umgekehrter Startaufstellung als "Bullshit" abgetan. Der Grundtenor: Die Fahrer glauben nicht, dass eine Formatänderung am Kräfteverhältnis etwas ändert. Nur wenn das Feld insgesamt geschlossener wird, entstehe dadurch mehr Spannung.

Hamilton hat sich besonders lautstark dazu geäußert und gemeint, dass die radikalen Änderungsvorschläge nur ablenken sollen von schlechten Entscheidungen für 2021. Erneut darauf angesprochen, bekräftigt er seine grundsätzlich ablehnende Haltung.

Er fügt dann aber auch hinzu: "Ich bin nicht grundsätzlich dagegen, das Wochenend-Format zu ändern, denn manchmal kann es wirklich langweilig werden - dasselbe Format für 20 oder 23 Rennen. Und bei Rennen wie in Singapur, wo im Rennen selbst nicht viel passiert, könnten wir vielleicht etwas ändern."

Solange die Änderung ordentlich durchdacht ist, sei er dafür. Wovor der fünffache Weltmeister jedoch warnt: "Nicht einfach ein paar Schnellschüsse wagen." Die Idee der umgekehrten Startaufstellung gefällt dem Briten auch weiterhin nicht, obwohl er ein wenig einsichtiger wirkt. "Vielleicht hilft das auf manchen Strecken."

Besonders dort, wo der Abstand zwischen dem Ersten und Letzten enorm hoch sei, könnte diese Variante zum Einsatz kommen, denkt Hamilton. "Würde es das Racing spannender machen? Ich weiß es nicht", ist er unschlüssig.

Die Formel 1 solle sich in dieser wichtigen Phase vor der endgültigen Entscheidung über die Regeln 2021 nicht mit solchen Themen aufhalten, argumentiert Carlos Sainz. Das sollte nicht oberste Priorität haben. Er spricht stellvertretend für alle andere Piloten: "Der Hauptfokus sollte darauf liegen, das Feld enger zusammenzubringen."

GPDA vereint: Es gibt vier wichtige Punkte

Ein positives Beispiel seien die vergangenen Rennen gewesen: "Österreich oder Ungarn haben sehr viel Spaß gemacht. Die Kämpfe im Mittelfeld sind sehr aufregend, da alle so eng beisammen liegen. Auch wenn es fast unmöglich erscheint, anderen hinterherzufahren, entstehen dennoch spannende Kämpfe."

Sollte das Fahrerfeld auch nach der großen Regelrevolution 2021 zwei Sekunden voneinander entfernt liegen, dann könne man über andere Showelemente nachdenken, wie eine gestürzte Startreihenfolge. Das ist auch die offizielle Linie der Fahrervereinigung GPDA.

Romain Grosjean als einer der Vorsitzenden wiederholt mantraartig die vier Kernforderungen der Piloten: "Reifen, Gewicht, Aero-Sensibilität und Geld - kriegt man diese vier Bereiche in den Griff, erhält man verdammt gutes Racing", prophezeit der Haas-Pilot.

Das Mittelfeld sieht auch er als Vorbild an: "Wir haben ähnlich starke Boliden, ähnlich große Budgets und das Racing ist ziemlich cool." Wenn man diese Zustände auf das gesamte Feld ausweiten würde, dann würde man eine großartige Show bieten, ist auch Racing-Point-Pilot Sergio Perez überzeugt: "Alle innerhalb einer Sekunde, vom Ersten bis zum Letzten, und plötzlich ist das tolles Racing."

"Hätten wir fünf oder sechs Teams, die um das Podium kämpfen, wäre das insgesamt viel aufregender", stimmt Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat mit ein, der mit Rang drei in Hockenheim für eine große Ausnahme in diesem Jahr gesorgt hat. Die Mehrheit der Fahrer ist sich demnach einig, dass das aktuelle Qualifying-Format keiner Reform bedarf.

Daniel Ricciardo geht noch weiter und warnt davor, Änderungen vorzunehmen. Dass würde den Sport "verwässern", denn man stelle sich schließlich 44 Rennen an 22 Wochenenden vor. "Ich liebe Rennfahren, also nicht falsch verstehen, aber das verwässert das Produkt. Außerdem geht es auch um Kosten." Er bezeichnet den Vorschlag des Sprintrennens mit umgekehrtem Grid daher als "verzweifelt".

Ricciardo: Sprintrennen "verwässern" die Formel 1

Dass sich die 20 Piloten mit fast wortgleichen Aussagen zu Wort melden, sei Zufall. Die GPDA verfolge keine Agenda, die vorschreibt, dass alle Fahrer dieselbe Botschaft senden sollten, so Ricciardo. "Wir haben zwar darüber gesprochen", gibt er zwar zu, aber dabei habe man keinen Plan ausgeheckt.

"Es gibt nicht eine Botschaft, die wir verbreiten sollten. Vielleicht sind wir auch einfach nur sehr schlau", schmunzelt er. Die Fahrer seien alle derselben Meinung: Gegen Änderungen des Formats. Aus anderen Sportarten kennt Ricciardo das Problem bereits.

"Ich bin Fan von Mixed Martial Arts, leider gibt es mittlerweile jedes Wochenende Kämpfe. Man kann es sich immer anschauen, daher wird es aber auch weniger interessant. Dasselbe würde bei Rennen an jedem Wochenende passieren, oder bei gestürzter Startaufstellung, dadurch manipulieren sie das Ergebnis ein wenig." Dadurch verliere der Sport an Wert.

Den Renault-Fahrer regt außerdem auf, dass die Piloten oftmals gar nicht in die Diskussionen über neue Ideen einbezogen werden: "Da fragt man sich schon, warum wir nicht gefragt wurden? Daher wollten wir auch mehr als Team auftreten. Wir wollen schließlich involvierter sein, denn wir sind Kernstück des Sports."

Daher wollen sich die Piloten mit einer einheitlichen Meinung nun auch mehr Gehör verschaffen. "Und ich denke, die ist auch wertvoller als jede andere Meinung." Dennoch im Stimmengewirr des Fahrerlagers manchmal nicht lautstark hörbar. Schließlich gebe es viele verschiedene Interessen und Allianzen, weiß McLaren-Teamchef Andreas Seidl im Interview bei 'Sky'.

Sein Team unterstütze alle Ideen, solange diese nicht die DNS der Formel 1 angreifen. "Die ist aber nicht in Gefahr mit den verschiedenen Vorschlägen, die derzeit herumschwirren", glaubt der Deutsche.

McLaren: "Uns gefällt, was derzeit auf dem Tisch liegt"

Wird es am Ende zu einer Einigung über die Experimente 2020 und die Revolution 2021 kommen? "Das ist schwierig zu sagen, denn es gibt wie gesagt verschiedene Agenden hier." Aus Sicht des Traditionsteams seien die Vorschläge ordentlich durchdacht und daher begrüßenswert.

"Wir sind sehr glücklich damit, was wir bisher gesehen haben. Es ist normal, dass wir immer noch Diskussionen haben, aber wir haben volles Vertrauen in die FIA und die Formel 1, um das jetzt durchzuziehen. Uns gefällt, was derzeit am Tisch liegt", bekräftigt Seidl.

Er schmettert außerdem den Eindruck ab, dass alle Teams gegen die Vorschläge wären. "Wir sagen unsere volle Unterstützung zu. Es ist die richtige Richtung für die Formel 1, um die Show zu verbessern, besseres Racing zu zeigen und das Überholen zu vereinfachen. Auch die Kostenobergrenze ist uns sehr wichtig. Jetzt ist es nur noch wichtig, dass wir das auch durchziehen."

Weiterer Co-Autor: Adam Cooper, Valentin Chorunschi, Edd Straw. Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Maria Reyer