Kimi Räikkönen: "Weiß nicht, wovon Sie sprechen!"

Ferrari hat bei vier von 16 Grands Prix in dieser Saison die Pole errungen. Dennoch sieht Kimi Räikkönen, der nur in Monaco auf dem besten Startplatz stand, keinen Mercedes-Vorteil im Qualifying.

Auf die Frage eines Reporters, die auf die Schwäche der Scuderia im Kampf um die Startplätze abzielte, gibt sich der Finne verwundert: "Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wovon sie sprechen!"

Er gibt zwar zu, dass Ferrari "in der Vergangenheit wahrscheinlich" im Rennen schneller war als im Qualifying, "aber jetzt ist das Verhältnis zwischen einer Runde und der ganzen Renndistanz eher ausgeglichen. Ich stimme Ihrer Story also nicht wirklich zu."

Räikkönen ist der Ansicht, dass die Qualifying-Ergebnisse der zweiten Saisonhälfte eine klare Verbesserung zeigen. "Wenn man sich die vergangenen drei Rennen anschaut, dann war stets ein Ferrari in der ersten Startreihe", argumentiert er. Während Vettel in Singapur tatsächlich die Pole holte, war Räikkönen in Malaysia Zweiter. In Japan stand Vettel allerdings nur in der ersten Reihe, weil Valtteri Bottas zurückversetzt wurde.

Außerdem meint Räikkönen, dass die jüngsten Rückschläge keine Auswirkungen auf die Atmosphäre innerhalb des Teams hatten. "Wir hatten ein paar Schwierigkeiten, aber sie hat sich nicht geändert", sagt der Finne. "Und auch unsere Ziele sind die gleichen geblieben. Wir müssen die Probleme verstehen und sie lösen, aber das ist Teil der Formel 1." Er sehe keinen Grund, warum Ferrari in Austin kein starkes Wochenende haben sollte, "aber wird das reichen? Wer weiß..."

Räikkönen selbst liegt vier Rennen vor Schluss abgeschlagen auf dem fünften Platz – und hat nicht einmal halb so viele Punkte auf dem Konto wie WM-Leader Lewis Hamilton. "Wenn man nur auf die Punkte schaut, dann bin ich weit weg von dort, wo ich sein möchte", seufzt er. "Dennoch bin ich sehr zufrieden, wenn es um das Team und die Leute geht, mit denen ich zusammenarbeite." Und auch mit seinen eigenen Leistungen sei Räikkönen zufrieden: "Ich fahre aus meiner Sicht nicht schlecht – und was die anderen Leute denken, ist mir egal." Er wäre nicht mehr in der Formel 1, würde er nicht an seine Fähigkeiten glauben.

Daher will er jetzt die Saison gut zu Ende bringen und dann 2018 einen neuen Anlauf nehmen. Was derzeit fehlt? "Gar nichts", meint Räikkönen. "Wir brauchen einen guten Start und einen starken Winter." Das hänge aber auch von der Konkurrenz ab. "Wir müssen vor allem am Anfang besser aussehen", sagt der Ferrari-Pilot, der diese Saison erst beim vierten Grand Prix erstmals auf dem Podest stand. "Wir müssen auch ins Ziel kommen, denn sonst zahlt man drauf."

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