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Red-Bull-Honda zuversichtlich: 2020 keine Motorenstrafen?

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Red-Bull-Honda zuversichtlich: 2020 keine Motorenstrafen?
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
25.02.2020, 14:50

Bei Red Bull glaubt man daran, die Saison 2020 ohne unplanmäßige Motorenwechsel zu überstehen - Laut Christian Horner sind Strafen trotzdem nicht ausgeschlossen

Als Honda 2015 mit McLaren in die Formel 1 zurückkehrte, hatten es die Japaner alles andere als leicht. Schlagzeilen schrieb man damals nicht durch Performance, dafür aber durch regelmäßige Motorenstrafen. 2020 könnte nun das erste Jahr werden, in dem die Japaner ohne unplanmäßige Wechsel durch eine Saison kommen. Zumindest gibt man sich bei Red Bull zuversichtlich.

"Momentan planen wir nicht mit einem vierten Motor", erklärt Teamchef Christian Horner. Auch 2020 sind wieder drei Antriebe pro Fahrer erlaubt, ab dem vierten Motor gibt es Strafen. "Wenn es nur 21 Rennen werden, dann macht es unser Leben natürlich etwas leichter", spielt Horner auf den aktuell auf unbestimmte Zeit verschobenen China-GP an. Im Schnitt müsste ein Motor mindestens sieben Rennen halten.

Max Verstappen glaubt, dass das mit dem Antrieb, den Honda für 2020 gebaut hat, auch zu schaffen ist. "Im vergangenen Jahr haben wir die [zusätzlichen] Motoren nur verwendet, weil es Performance-Upgrades waren - und zwar ziemlich große", erinnert der Niederländer. 2019 verwendete Verstappen fünf statt der erlaubten drei Motoren. Er betont jedoch, dass es auch mit weniger gegangen wäre.

Auch für 2020 könnte man laut Christian Horner übrigens wieder ganz bewusst eine Strafe in Kauf nehmen. "Performance steht immer über allem anderen", betont er. Bedeutet: Wenn Red Bull bereits am Limit ist, Honda mit einem Upgrade aber noch einmal zusätzliche Leistung liefern könnte, würde man einen weiteren Wechsel in Betracht ziehen - trotz Strafe. Ziel sei es dann, die Auswirkungen der Strafe zu "minimieren".

Grundsätzlich ist er mit dem neuen Honda-Motor und auch dem neuen RB16 auf jeden Fall zufrieden. "Wir hatten einen guten Winter", betont er und erklärt, man habe gemeinsam mit den Japanern das ganze Paket verbessert. "Die Korrelation zwischen dem, was wir auf der Strecke und dem Prüfstand sehen, schaut großartig aus", so Horner. Das Team habe einen "großartigen Job" gemacht.

Zuversichtlich stimmt auch die erste Testwoche in Barcelona, durch die man ohne größere Probleme kam. Mit insgesamt 471 Runden zählte der RB16 in Spanien zu den absoluten Dauerläufern im Feld. Nur der Mercedes W11 (494 Runden) spulte noch mehr Umläufe ab. Zum Vergleich: 2019 brachte es der RB15 in der ersten Testwoche mit 475 Runden fast auf die gleiche Distanz - obwohl es damals noch ein ganzer Tag mehr war.

 

Bei den Zeiten sortierte man sich in der vergangenen Woche zwar nur im Mittelfeld ein, und auf die Mercedes-Bestzeit fehlten knapp 1,8 Sekunden. Doch Horner erklärt, dass die Zeiten der ersten Testwoche sowieso keine Relevanz hätten. Zuversichtlich zeigt man sich übrigens auch bei Honda selbst. Formel-1-Leiter Masashi Yamamoto erklärt gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass man auf dem guten Ende der Saison 2019 aufbauen möchte.

"In der letzten Hälfte der vergangenen Saison waren wir ziemlich konkurrenzfähig, und auch die Zuverlässigkeit war sehr gut", erinnert er und erklärt: "Unser Fokus lag darauf, diese Zuverlässigkeit zu halten - aber mit etwas mehr Leistung." Glaubt man den Aussagen von Horner und Co., scheint den Japanern das für dieses Jahr auch gelungen zu sein.

Weiterer Co-Autor: Jonathan Noble, Ronald Vording. Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann