Red Bull mit Verstappen auf P3: "Es läuft besser als in Bahrain"

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Red Bull mit Verstappen auf P3: "Es läuft besser als in Bahrain"
Autor:
Co-Autor: Edd Straw
12.04.2019, 09:37

Max Verstappen ist nach den beiden Freien Trainings in China zufrieden: Die Balance des RB15 stimmt, das Bahrain-Problem ist gelöst - Pierre Gasly erneut weit zurück

Red Bull ist nach den ersten beiden Freien Trainings in China zuversichtlich. Die Österreicher konnten sich mit Max Verstappen am Freitag auf den Positionen vier und drei einreihen. In 1:33.551 Minuten belegte der Niederländer schließlich im Gesamtergebnis den dritten Rang. Auf die Spitze fehlten nur rund zweieinhalb Zehntelsekunden. Da Verstappen auf seinem schnellen Versuch einen Fehler eingebaut hat, ist man optimistisch.

Nachdem Red Bull in Bahrain deutlich hinter Ferrari und Mercedes zurücklag, scheint sich die Spitze in China wieder zusammengeschoben zu haben. Verstappen bestätigt, dass man den Fehler bei der Abstimmung schon am Sonntagabend in Sachir finden konnte und daher nun gut vorbereitet in Schanghai startet. "Hier läuft es besser als in Bahrain", bestätigt der 21-Jährige. 

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Insgesamt sei man "viel näher" an die beiden Topteams herangekommen, so Verstappen. Er wirkt zufrieden mit der Abstimmung und der Balance des RB15, die in den ersten beiden Rennen noch für viel Kopfzerbrechen gesorgt hatten. "Heute bin ich ganz glücklich mit dem Auto. Es gibt nicht vieles, worüber ich mich beschweren könnte. Wir müssen es einfach noch fein einstellen."

Horner: Haben ein "ordentliches Rennauto"

Er war bereits nach den Bahrain-Tests der Vorwoche zuversichtlich, dass Red Bull wieder aufschließen kann. Das "mechanische" Set-up-Problem sei zumindest gelöst. "Natürlich ist das immer ein Fragezeichen [wo man steht], aber wir waren zuversichtlich, dass wenn wir das lösen können, wir auch besser dastehen werden. Das haben wir heute gezeigt."

Er konnte sein Freitagsprogramm ohne größere Schwierigkeiten absolvieren. Nur gegen Ende des zweiten Trainings funkte er, dass sich die Kupplung und das Auto insgesamt "eigenartig" anfühlen, als sei der Bolide beschädigt. Später darauf angesprochen, gibt Verstappen aber Entwarnung: "Da ist schon etwas, aber ich glaube nicht, dass das ein großes Problem ist. Das Gefühl im Auto war gut."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner konkretisiert wenig später gegenüber 'Sky': "Wir haben ein Problem im Getriebe vermutet. Er ist aber nicht mit dem Renngetriebe gefahren, sondern mit einem Getriebe für Freitag. Wenn er dann mit dem anderen Getriebe fährt, werden wir herausfinden, was schiefgelaufen ist."

LAT

In Kurve 16 unterläuft Verstappen der entscheidende Fehler

Foto: Max Verstappen

Außerdem unterlief Verstappen auf seiner letzten schnellen Runde ein kleiner Fehler in der letzten Kurve, das Heck scherte ein wenig aus beim Herausbeschleunigen. "Ohne den Fehler von Max in der letzten Kurve hätte er mit den Zeiten von Bottas und Vettel mithalten können", glaubt der Teamchef. "Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir ein ordentliches Rennauto hier haben."

Insgesamt konnte Verstappen 49 Runden absolvieren, am Nachmittag ging er auf dem Soft und danach auf dem Medium auf einen Longrun über je acht Runden auf die Strecke. Er fuhr im Durchschnitt eine Rundenzeit von 1:38.950 Minuten im zweiten langen Stint und lag damit rund eine Zehntelsekunde vor Teamkollegen Pierre Gasly, der ebenfalls Longruns auf Soft und Medium absolvierte.

Im Vergleich: Valtteri Bottas fuhr auf dem langsameren Hard eine Durchschnittszeit von 1:38.963 Minuten, Lewis Hamilton auf dem schnelleren Soft eine 1:38.413 Minuten. Der Longrun sei "okay" gewesen, so Verstappen. Allerdings hadert er mit den Pirelli-Reifen: "Die Reifen sind sehr weich. Vor allem die weicheren Mischungen bauen sehr schnell ab. Das ist nicht so angenehm zu fahren, weil man die Reifen gut managen muss."

Gasly weit zurück: "Habe viele Teile getestet"

Daher ist sich Teamchef Horner auch noch nicht sicher, welche Strategie am Sonntag zum Sieg führen wird. Im Vorjahr gewann Daniel Ricciardo mit einer Zweistoppstrategie. "Im Vorjahr hatten wir nicht das schnellste Auto, es ging um das Teamwork. Wir konnten schnell auf die Bedingungen und das Safety-Car reagieren", erinnert sich der Brite.

"Es wird spannend, ob es zwei oder ein Stopp werden. Ich denke, es ist knapp an der Grenze. Interessant wird das DRS sein, denn damit sollte Überholen ziemlich einfach möglich sein." Was wiederum eher für eine Zweitstoppstrategie sprechen würde. Auch Gasly ist davon überzeugt, dass das DRS auf der langen Geraden hin zur Haarnadel einen entscheidenden Einfluss haben kann.

"Man kann den Unterschied klar spüren, speziell auf dem Longrun. Im Rennen dürfte das interessant werden." Der Franzose glaubt, dass DRS einen großen Unterschied machen kann. Er selbst landete im Gesamtergebnis nur auf Platz zehn, mit über einer Sekunde Rückstand auf die Mercedes-Bestzeit. Neun Zehntelsekunden fehlten ihm auf Verstappen.

Auch in den Longruns war der Franzose deutlich langsamer als sein Teamkollege. "Wir haben verschiedene Dinge getestet, daher müssen wir alles klar analysieren", erklärt Gasly. "Ich denke, wir haben eine gute Richtung gefunden. Max war wirklich konkurrenzfähig heute."

"In der zweiten Session konnte er sich auf der schnellen Runde annähern, aber er hat nicht seine besten Sektorzeiten zusammengefügt. Der Longrun hat ermutigender ausgesehen", kommentiert Horner die Leistung seines zweiten Piloten.

Weitere Co-Autoren: Oleg Karpow. Mit Bildmaterial von LAT.

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