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Red Bull zufrieden: Neuer Honda-Motor "liefert, was versprochen wurde"

Max Verstappen und Alexander Albon reihen sich am Freitag in Italien auf den Rängen fünf und sechs ein - Spec-4-Motor von Honda eine Verbesserung

Red Bull zufrieden: Neuer Honda-Motor "liefert, was versprochen wurde"

Das Red-Bull-Team reiht sich nach den beiden Freitagstrainings in Monza auf den Rängen fünf und sechs im Gesamtklassement ein. Auf die Bestzeit von Charles Leclerc fehlen Max Verstappen nur knapp vier Zehntelsekunden. Der Niederländer ist dementsprechend erfreut über die Leistung und seinen neuen Motor.

"Ich denke, mit jener Pace, die wir heute gezeigt haben, wird das Überholen [am Sonntag] möglich sein", gibt sich Verstappen nach den Trainings, die immer wieder von Regenschauern beeinträchtigt wurden, zuversichtlich. Der 21-Jährige schaffte in einer Zeit von 1:21.350 Minuten die fünftschnellste Runde am Freitag.

Er verpasste Valtteri Bottas um nur 0,003 Sekunden. "Das Auto funktioniert sehr gut. Auch der Motor läuft rund, das ist sehr positiv." Denn der Niederländer wird am Sonntag aufgrund des Motorwechsels von ganz hinten ins Rennen starten.

"Spürbare" Verbesserung durch neuen Motor

Die FIA hat den Tausch auf den vierten Verbrennungsmotor, den vierten Turbo, das vierte MGU-H, das dritte MGU-K, die dritte Batterie und die dritte Kontrollelektronik bestätigt. Damit ist auch seine Motorenstrafe besiegelt. Zur Motorenübersicht!

"Wir denken jedenfalls, dass dieser Motor ein Schritt vorwärts ist. Er ist definitiv besser, aber es ist schwierig zu sagen, um wie viel. Man kann sehen, dass er mehr Power hat." Das bestätigt auch Helmut Marko: "Die Spec-4-Version des Honda-Motors liefert das, was versprochen wurde."

Um wie viel ist die Ausbaustufe besser, schließlich wurde von bis zu 25 PS gesprochen? "Spürbar", schmunzelt der Red-Bull-Motorsportkonsulent im Interview beim 'ORF'. "Von der Autoabstimmung und mit den Flügeln, die wir gefahren sind, schaut es ganz gut aus. Wir sind für Monza-Verhältnisse zufrieden."

 

Foto: Steven Tee / LAT Images

Das Qualifying ist für Verstappen, der nun wie Teamkollege Alex Albon auf der neuen Spec 4 von Honda unterwegs ist, nebensächlich. Er freut sich daher schon auf Sonntag: "Es ist ein wenig aufreibend, weil ich nicht in das Qualifying gehen kann, wie ich will. Wir werden aber im Rennen Spaß haben."

Denn die Longrun-Zeiten vom Freitag stimmen Red Bull positiv. Man pendelte sich zwischen 1:24er- (hoch) und 1:25er-Zeiten (mittig) ein. "Wir scheinen recht konkurrenzfähig zu sein auf einer Strecke, auf der uns normalerweise recht viel Speed auf den Geraden gefehlt hat."

Sogar ohne die Hilfe des Windschattens schaffte Verstappen ein paar schnelle Runden. "Ja, ich bin komplett allein gefahren, das war ziemlich gut. Ich musste mich nicht zu sehr auf das Qualifying konzentrieren. Im Longrun hat das Auto sehr gut funktioniert."

Albon: Pace auf einer Runde besser als Longrun

Zwar fehlt auf den langen Geraden weiterhin Speed, dennoch habe sich das Auto "gut verhalten". Auch die Balance des RB15 lobt er. Was ist also im Rennen möglich? "Es wird schwierig sein, die Ferrari und Mercedes zu kriegen, aber normalerweise sollte Platz fünf möglich sein."

Er hofft jedenfalls auf Regen am Sonntag: "Im Nassen bin ich schneller. Wenn man ganz hinten startet, dann wünscht man sich immer Regen, aber auch wenn es trocken sein sollte, wäre das okay." Auch Teamkollege Albon, der auf Rang sechs landet - 0,2 Sekunden hinter Verstappen -, wünscht sich eine nasse Piste.

"Ich denke, wir wären ganz glücklich, wenn wir morgen und am Sonntag aufwachen und es regnet." Jedoch musste sich der Red-Bull-Neuling an seinem zweiten Wochenende mit dem Team erst an die Bedingungen gewöhnen.

"Die nassen Bedingungen waren ziemlich schwierig zu Beginn. Ich musste erst ein wenig Vertrauen aufbauen im ersten Training." Mit einer Abstimmung auf wenig Abtrieb ausgelegt, sei das zusätzlich schwierig gewesen. "Aber es fühlt sich nicht so schlecht an. Es geht da vor allem ums Bremsen. Es hat sehr viel Spaß gemacht."

 

Foto: Mark Sutton / Sutton Images

Laut Marko muss der Brite am Samstag ein "sauberes Qualifying" abliefern. Er wird nach der Motorenstrafe in Belgien zum ersten Mal ein reguläres Zeittraining mit Red Bull bestreiten. "Ich denke, die kurzen Runs waren ein wenig positiver als die Longruns. Es war aber nicht zu schlecht", bleibt er bescheiden.

Er taste sich weiterhin langsam heran. "Hier ist das leider keine einfache Aufgabe mit nur wenigen Kurven, aber daher ist es so wichtig, alles richtig hinzubekommen. Im ersten Training bin ich recht langsam gestartet, danach habe ich über den Tag schön langsam Selbstvertrauen aufgebaut. Ich weiß jetzt, was ich für Sonntag ändern möchte."

Was Red Bull insgesamt positiv stimmt: "Ferrari wird im Qualifying-Trimm sehr weit vorn sein, aber im Renn-Trimm - das hat man in Spa gesehen - war das Tempo bei weitem nicht mehr so überlegen. Ich schätze, dass Mercedes im Rennen mithalten wird können. Bei uns müssen wir schauen, wie schnell und weit Max nach vor kommt." Dann sei noch vieles möglich, glaubt Marko.

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Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Subevent 2. Training
Autor Maria Reyer