Renault: Erfolg erst in drei Jahren?

Carlos Ghosn backt ganz kleine Brötchen. Der Renault-Chef glaubt, dass es mindestens drei Jahre dauern wird, bis das neue Werksteam in der Formel 1 konkurrenzfähig sein kann.

Am Donnerstag bestätigte Renault, dass sie Lotus übernehmen und ab 2016 wieder als Werksteam in der Formel 1 antreten würden.

Ghosn rechnet aber nicht mit einem Erfolg über Nacht. Die Saison 2015 beendete Lotus auf Platz fünf der Konstrukteurswertung, allerdings mit Mercedes-Power im Heck.

„So motiviert wie unser Team ist,glaube ich, dass es drei Jahre dauern wird, bis unser Team konkurrenzfähig ist“, sagte Gjosen dem französischen Le Figaro.

„Nebenbei werden wir auch unsere Rolle als Motorenlieferant weiter ausüben, aber nur soweit es mit den Interessen unseres Teams vereinbar ist. Wir sprechen da mit Red Bull.“

Ghosn gestand, dass die Option, sich ganz aus der Formel 1 zurückzuziehen, ebenfalls im Raum gestanden habe und, dass es keinen Sinn ergeben hätte, nur als Motorenlieferant weiterzumachen.

„Für einen Motorenlieferanten steht der Gewinn in keinem Verhältnis zur Investition“, sagte er. „Die Verteilung der TV-Gelder ist jetzt vorteilhafter als sie 2009 war.“

„Wir dachten auch an die Geschichte von Renault. Der Name Renault ist mit der Formel 1 seit 40 Jahren verbunden. Wir liegen bei den Siegen und Titel auf Platz zwei, hinter Ferrari und vor Mercedes.“

„Renault liebt den Wettbewerb und ich weiß auch, dass Menschen in der Formel 1 Renault-Anhänger sind, sei es bei der FIA, der FOM oder sogar auch bei einigen unserer Konkurrenten.“

Im Januar will Renault weitere Details des Formel-1-Programms bekanntgeben.

„Es dauert noch ein paar Wochen. Im Januar 2016 werden wir Informationen über die Organisation, unsere Ziele, die Fahrer, die Strategie und die Partner bekanntgeben.“

Die Aussage über die Fahrer überrascht etwas, denn Lotus hat für 2016 eigentlich bereits Verträge mit Pastor Maldonado und Nachwuchshoffnung Jolyon Palmer.

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