Renault: Keine "verrückten" Versprechungen an F1-Star Fernando Alonso

Renault betont, dass man keine "verrückten" Versprechungen machen werde, um für 2018 einen Formel-1-Superstar wie Fernando Alonso ins Team zu locken.

2005 und 2006 war Fernando Alonso mit Renault Formel-1-Weltmeister und aufgrund der mangelnden Leistungsfähigkeit seines aktuellen Arbeitgebers McLaren-Honda wird der Spanier immer öfter mit einer Rückkehr zu dem französischen Team in Verbindung gebracht.

Ein derartiger Schritt würde zwar für beide Seiten Sinn ergeben, Renault-Geschäftsführer Cyril Abiteboul glaubt aber, dass es falsch wäre, für 2018 falsche Versprechungen zu machen.

"Ich bin nicht dazu da, um mit jemand einen einmaligen Coup abzuschließen, ich lebe nicht in der Vergangenheit", sagte Abiteboul gegenüber Motorsport.com auf die Frage, ob Renault 2018 für einen Fahrer wie Alonso bereit wäre.

"Ich habe in der Formel 1 angefangen, als Flavio [Briatore] und Fernando gemeinsam in dieser Gruppe in Enstone waren, daher bedeutet mir diese Zeit etwas. Die Umstände haben sich aber geändert, wir brauchen eine Fahrerbesetzung, die für die Zukunft richtig ist."

"Ich glaube nicht, dass wir nächstes Jahr in einer Position sein werden, um die Meisterschaft zu kämpfen. Also brauchen wir einen Fahrer, der uns in diesem Kampf um die Meisterschaft unterstützen kann, aber auch bereit ist, zu warten, bis die Zeit dafür gekommen ist."

Nichts Verrücktes

Während Abiteboul bezüglich der Pläne für 2018 vorsichtig ist, zweifelt er aber nicht daran, dass Renault auf lange Sicht Spitzenfahrer anziehen kann, wenn das Team wieder siegfähig ist.

"Es gibt keinen Fahrer, der dich von Gruppe 2 in Gruppe 1 bringen kann, das ist sicher. Wenn du aber in Gruppe 1 bist, warte ein paar Rennen, vielleicht 1 Jahr und eine Stabilität der Regeln und dann zählt jedes kleine Detail."

"Ich denke, wir bewegen uns nach einer gewissen Stabilität eher in Richtung einer Fahrer-Formel als einer Team/Auto-Formel. Wenn man das betrachtet, wenn man sich unsere Entwicklung ansieht, werden wir hoffentlich in 2 Jahren in der Gruppe der Top Teams sein."

"Dann haben sich die Regeln stabilisiert und alle werden sich irgendwie angenähert haben. Bis dahin wird es wichtig sein, äußerst wichtig, einen Fahrer zu haben, der in der Lage ist, diesen Beitrag, diese Art letzten Beitrag zu leisten, der Beste zu sein."

"Das wird wichtig sein und wir beabsichtigen, dabei eine Rolle zu spielen. Wir wollen aber keine verrückten Dinge tun, denn wir kennen unsere Situation und müssen einen Zeitplan machen."

Zurückhaltung

Während Alonso zugestimmt hat, sich nicht anderweitig umzusehen, bis er im Sommer mit McLaren gesprochen hat, will Renault ebenfalls damit warten, die aktuellen Fahrer zu beurteilen.

Nico Hülkenberg hat einen langjährigen Vertrag und in dieser Saison im Qualifying bereits einige eindrucksvolle Leistungen gezeigt, während Jolyon Palmer es in Bahrain zum 1. Mal in Q3 geschafft hat.

"Wir müssen unseren Fahrern gegenüber fair sein. Ich muss sehen, was sie leisten", sagte Abiteboul.

"Wir haben in dieser Saison erst ein paar Rennen hinter uns, also will ich über keinen der Fahrer etwas sagen – das ist der 1. Punkt."

"Ich denke auch, dass es wichtig ist, dass die Fahrer auf einer Wellenlänge liegen – potentielle Erwartungen und Team/Auto-Paket, denn es ergibt keinen Sinn, einen Fahrer zu haben, der über die Situation so frustriert ist."

"Mit Nico [Hülkenberg] haben wir ein langfristiges Programm und wir sehen, wo wir hingehen. Wir sind bezüglich unserer Situation in diesem Jahr ganz offen, er weiß aber auch, was wir tun, um in den kommenden Jahren in einer besseren Situation zu sein."

"Nico ist aber auch ein sehr guter Fahrer. Er ist an einem Punkt seiner Karriere, an dem er in der Lage ist, sich vorzustellen, wo Renault zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft sein wird. Das muss man berücksichtigen."

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