Renault: Nächstes F1-Team stellt in der Coronakrise auf Kurzarbeit um

Mit Renault hat nun auch das fünfte Formel-1-Team einen Teil seiner Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt - Betroffen sind Enstone und die Motorenfabrik in Viry

Renault: Nächstes F1-Team stellt in der Coronakrise auf Kurzarbeit um

Mittlerweile hat die Hälfte der zehn Formel-1-Teams einen Teil ihrer Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Nach McLaren, Williams, Racing Point und Alfa Romeo hat nun auch Renault diesen erwartbaren Schritt vollzogen. Betroffen sind sowohl das Werk in Enstone (Großbritannien) als auch die Motorenfabrik im französischen Viry. Beide Standorte befinden sich aktuell bereits im "Shutdown".

"Die Krise, der wir uns seit einigen Wochen ausgesetzt sehen, ist noch nie dagewesen", heißt es in einem Statement von Renault. Daher habe man sowohl Enstone als auch Viry vom 30. März bis zum 3. Mai in die von der FIA vorgeschrieben (und in diesem Jahr vorgezogene und verlängerte) Sommerpause geschickt. Zudem wurde in Viry am 6. April Kurzarbeit eingeführt.

Die Maßnahme gelte zunächst für zwölf Wochen, heißt es. Der Zeitraum könne allerdings verkürzt oder aber auch verlängert werden. Das hänge davon ab, wie sich die Coronakrise in den kommenden Wochen entwickle. "Die Entscheidung wurde nach Rücksprache mit Vertretern der Belegschaft getroffen", heißt es von Renault. Ziel sei es, "die Firma und ihre Angestellten zu schützen."

Alle Aktivitäten in Viry, die nichts mit der Formel 1 zu tun haben und somit nicht dem Shutdown unterliegen, sollen "abhängig vom Gesundheitszustand und den Bedürfnissen des Unternehmens" weitergeführt werden. Das betrifft zum Beispiel die Formel E. In Enstone setzt man währenddessen auf das Programm zur Kurzarbeit der britischen Regierung.

Dabei werden 80 Prozent des Einkommens vom Staat gedeckt. Die Obergrenze liegt eigentlich bei 2.500 Pfund pro Monat, doch Renault sichert seinen Angestellten zu, den Fehlbetrag im Zweifel selbst zu zahlen, um mindestens auf die angesprochenen 80 Prozent zu kommen. Die Maßnahme soll bis zum 31. Mai gelten, auch hier sei man aber abhängig von der "Entwicklung der Situation".

Gleichzeitig kündigt man an, dass die noch aktiven Mitarbeiter, zum Beispiel auf der Managementebene, ebenfalls eine Gehaltskürzung bekommen. Cyril Abiteboul erklärt, dass man die Auswirkungen der Krise auf den Sport noch nicht abschätzen könne. "Daher müssen wir alles in unserer Macht stehende tun, um so gut wie möglich durch diese lange Phase der Unsicherheit und Inaktivität zu kommen", so der Teamchef.

Es gehe darum, das gesamte Team zu schützen, "das wir in den vergangenen vier Jahren aufgebaut haben", erklärt Abiteboul. Neben den fünf zu Beginn genannten Teams hat auch die Formel 1 selbst bereits einen Teil ihrer Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

Mit Bildmaterial von LAT.

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