Renault: Pastor Maldonado raus, Kevin Magnussen rein?

Pastor Maldonado brauchte eigentlich nie Angst haben, sein Cockpit bei Lotus zu verlieren – das glaubte er zumindest. Nun läuft der Venezolaner aber Gefahr, für Kevin Magnussen Platz machen zu müssen.

Sein Sponsor, der venezolanische Ölkonzern PDVSA, ist nämlich mit den Zahlungen in Rückstand geraten. Angeblich zahlt das Unternehmen 50 Millionen Dollar pro Jahr an Lotus und die erste Rate 2016 wäre bereits fällig gewesen.

Sollte das Geld nicht sehr schnell auf dem Konto des neuen Teameigners Renault eintreffen, könnte Maldonado vor die Tür gesetzt und durch Kevin Magnussen ersetzt werden. Bis dahin ist der Südamerikaner neben Formel-1-Neuling Jolyon Palmer noch gesetzt.

„Es ist momentan alles Spekulation. Wir haben einen Vertrag mit Pastor“, wird ein Teamsprecher von der BBC zitiert. „Wer weiß aber, was bis Australien passiert. Zur Zeit machen wir mit Pastor und Jolyon weiter.“

Pastor Maldonados schweigt sich zur Situation ebenso aus wie sein Manager Nicolas Todt.

Für Magnussen spricht, dass er der Renault-Fabrik in Oxfordshire letzte Woche einen Besuch abstattete und auch niemand versucht, den Besuch zu vertuschen.

Andererseits könnte das auch ein Versuch sein, PDVSA etwas unter Druck zu setzen. Ob das nützt, bleibt aber offen, denn die venezolanische Wirtschaft ist aufgrund der immer weiter fallenden Ölpreise seit einiger Zeit schon in einer Abwärtsspirale begriffen.

Maldonado hat ohne seinen Mentor, dem 2013 verstorbenen ehemaligen Präsidenten Hugo Chavez, auch viel Rückhalt in seinem Land verloren, selbst wenn der neue Präsident Nicolas Maduro ihn weiter sponsert.

Außerdem war Renault von Beginn an nicht begeistert von der Idee, den als Pisten-Rambo verschrienen Maldonado zu behalten, Lotus verlängerte den Vertrag des 30-Jährigen aber noch vor der Übernahme des Teams durch die Franzosen.

Kevin Magnussen fuhr 2014 für McLaren und wurde gleich bei seinem ersten Rennen in Melbourne Zweiter. In vergangenen Jahr fungierte er als Testfahrer für das Team aus Woking, wurde aber an seinem Geburtstag im Oktober entlassen.

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