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Rene Arnoux über Formel-1-Strafen: Wir wären im Gefängnis gelandet!

Rene Arnoux bedauert, dass knallharte Zweikämpfe in der Formel 1 heutzutage gemaßregelt werden - Ihn selbst hätte man wohl in den Knast werfen müssen

Rene Arnoux über Formel-1-Strafen: Wir wären im Gefängnis gelandet!

Packende Rad-an-Rad-Kämpfe begeistern Formel-1-Fans seit je her. Zu einem der legendärsten Zweikämpfe der Grand-Prix-Geschichte gehört das Duell zwischen Rene Arnoux und Gilles Villeneuve in Dijon-Prenois 1979. Beide Fahrer berührten sich damals mehrere Male. In der heutigen Zeit undenkbar, findet der siebenmalige Grand-Prix-Sieger.

"Diese Art, Rennen zu fahren, hat keinen Platz mehr", sagt er gegenüber 'Le Journal de Montreal'. "Das wäre heute gar nicht mehr möglich. Man würde für so ein Verhalten im Gefängnis landen."

Eine Entwicklung, die er bedauerlich findet: "Heute ist man schon 'under Investigation', wenn man sich nur leicht berührt. Wir sind uns damals sieben Mal ins Auto gefahren. Heute würde man uns dafür in den Knast werfen!"

Nach starken Regulierungen, die quasi kein Rennen mehr ohne Strafe enden ließ, entschloss sich die FIA zur Formel-1-Saison 2017 zur "Let-them-race"-Philosophie und wollte weniger Strafen aussprechen. In jüngerer Zeit haben die Bestrafungen jedoch wieder zugenommen. Die kontroverse Fünf-Sekunden-Strafe gegen Sebastian Vettel beim Großen Preis von Kanada 2019 war ein vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung.

"Ich schaue mir heutzutage lieber Motorradsport an", sagt Arnoux, der kürzlich 71 Jahre alt geworden ist. "Die Formel 1 ist eine Weltmeisterschaft der Hersteller geworden, nicht der Fahrer. Es ist ein Business von Mercedes und Ferrari. Zu meiner Zeit konnte man von Platz acht starten und sich noch immer berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen. Das ist heute nicht mehr der Fall."

Mit Bildmaterial von Sutton.

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Rennserie Formel 1
Autor Heiko Stritzke