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Ricciardo: McLaren-Konkurrenz schützt vor Selbstgefälligkeit

Renault-Pilot Daniel Ricciardo kann der starken Konkurrenz von McLaren etwas Positives abgewinnen - Mit seiner eigenen Entwicklung ist er bislang zufrieden

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Ricciardo: McLaren-Konkurrenz schützt vor Selbstgefälligkeit

Daniel Ricciardo konnte mit seinem Qualifying zum Grand Prix von Frankreich glücklich sein. Der Australier schaffte es zum dritten Mal in Folge ins Q3, Rang acht am Ende hatte jedoch einen bitteren Beigeschmack. Das Renault-Kundenteam McLaren nahm ihm vier Zehntelsekunden ab. Der Australier sieht darin auch etwas Positives.

"Versteht mich nicht falsch, natürlich gefällt es mir nicht, dass sie vor uns stehen, aber es hält alle auf Trab und wir laufen nicht Gefahr, selbstgefällig zu werden, was gut ist", schildert Ricciardo. Zuletzt in Montreal konnte er sein bislang bestes Quali-Ergebnis mit Renault feiern, Rang vier.

"Montreal war ein wirklich starkes Wochenende für uns. Das haben wir verdient, ein wenig zu feiern, aber zwei Wochen später sind unsere Rivalen vier Zehntel schneller - und wir haben Updates an die Strecke gebracht. Wir müssen daher schonungslos dranbleiben, positiven Druck auf alle ausüben", lautet die Devise.

Der Kampf mit dem direkten Konkurrenten sei "gesund". "Natürlich will ich sie nicht immer vor uns stehen sehen! Es zeigt, dass wir immer noch Schwächen haben." Renault hat gehofft, mit Updates beim Heimrennen an die starke Kanada-Pace anknüpfen zu können.

Insgesamt konnte das Team das Auto bereits deutlich verbessern, merkt Ricciardo an. Regelmäßig bringen die Franzosen Updates an die Strecke, nachdem der Saisonauftakt zunächst nicht nach Wunsch verlief. "Die Entwicklungsrate ist deutlich höher als in den Vorjahren, was ich so gehört habe", merkt Ricciardo positiv an.

Das Team hat in Le Castellet unter anderem einen neuen Frontflügel und Unterboden im Einsatz. Außerdem kommt Ricciardo in den Genuss eines stärkeren Motors. Mit seiner persönlichen Entwicklung seit dem Saisonstart ist er zufrieden.

"Ich persönlich gewöhne mich immer mehr ein. Ich habe das Auto nun mehr nach meinen Vorlieben abgestimmt, das kommt daher, dass ich mehr mit den Ingenieuren zusammenarbeite und sie verstehen, was mir gefällt." Das sei eine natürliche Evolution, die Spaß mache.

Allerdings ist der Lernprozess für den 29-Jährigen noch lange nicht abgeschlossen. "Es gibt also weiterhin Raum für Verbesserungen." Sowohl bei ihm persönlich, wie auch beim R.S.19.

Mit Blick auf das nächste Rennen in Österreich glaubt Ricciardo, dass das Renault-Paket in Spielberg besonders gefordert sein wird. "Österreich könnte mehr Sinn ergeben, aber wir müssen einfach weiterhin pushen. Ich persönlich möchte das Auto weiterhin besser kennenlernen, alles herausfinden und mich gemeinsam mit Team weiterentwickeln."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Event Le Castellet
Autor Maria Reyer