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Ricciardo starker Fünfter, aber "ein paar Zehntel" liegen gelassen

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Ricciardo starker Fünfter, aber "ein paar Zehntel" liegen gelassen
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
07.09.2019, 17:47

Daniel Ricciardo holt beim kuriosen Qualifying in Monza mit Platz fünf das Maximum heraus - Mit seiner schnellsten Runde ist er aber trotzdem nicht ganz zufrieden

"Vielleicht haben das ganze Feiern und die Partys in der Sommerpause geholfen", lacht Daniel Ricciardo nach seinem guten fünften Platz im Qualifying in Monza bei 'Sky'. Der Australier ist gut gelaunt, nachdem er sich in Italien als "Best of the Rest" hinter den Mercedes- und Ferrari-Piloten qualifizieren konnte. Dabei profitierte er aber auch ein bisschen vom Chaos in Q3.

Denn dadurch hatte am Ende - abgesehen von Carlos Sainz - niemand mehr die Möglichkeit, seine Zeit noch einmal anzugreifen. "Ich bin sicher, dass ich auf Pole gestanden wäre, wenn ich die Ziellinie rechtzeitig erwischt hätte! Charles [Leclerc] hatte Glück. Er hatte Riesenglück", witzelt Ricciardo im Hinblick auf den Bummelzug, der alle Piloten am Ende von Q3 einbremste.

"Das Spielchen hat schon im ersten Run in Q3 begonnen, als einige Autos durch den Notausgang in der Schikane gefahren sind. Das hat andere ermutigt, auch Spielchen zu spielen", erklärt er und ergänzt: "Ich finde nicht, dass irgendjemand eine Strafe dafür verdient. Es war ja nicht gefährlich. Aber wir sollten darüber reden und sicherstellen, dass es nicht wieder vorkommt."

Überholen war "gar nicht so einfach"

"Ja, wir konnten keine schnelle Runde mehr fahren - aber die Fans haben auch keinen Showdown gesehen. Die einzigen Gewinner waren die Leclerc-Fans", sagt Ricciardo und erklärt mit einem Schmunzeln: "Immerhin haben die Fans etwas gesehen, was es davor noch nie gegeben hat. Vielleicht ist das sogar irgendwie aufregend." Er selbst sei "nicht allzu enttäuscht", wie man auch an seinen Kommentaren merkt.

"Aber ich hätte gern noch einen Versuch gestartet", gesteht er und erklärt: "Es war ein Chaos. Ich wollte gar nicht hinten fahren, ich wollte mich nach vorne arbeiten. Aber da waren so viele Autos. Es war unvorhersehbar, was die Fahrer alle denken und tun. Da vorbeizufahren, ist ohne Risiko gar nicht so einfach, weil sich jeder in Position bringen will."

 

"Es hätte geholfen, wenn wir diese Spielchen eine Minute früher gespielt hätten. Dann hätten wir alle noch Zeit gehabt. Aber so waren wir eh schon spät dran, und dann auch noch ein bisschen Schach zu spielen, das geht halt nicht", zuckt er die Schultern und ergänzt: "Mir war schon klar, dass die Vorbereitung auf die Runde nicht ideal sein würde."

"Wenn die Reifen für die erste Kurve nicht bereit sind, bringt dir der ganze Windschatten nichts. Du versuchst, ein paar Dinge unter einen Hut zu bringen. Und irgendwann haben dann alle den Funkspruch erhalten, dass es eng wird. Von da an wollte keiner mehr seine Position aufgeben", erklärt er und berichtet: "Als ich durch die letzte Kurve kam, konnte ich schon die rote Ampel sehen."

Renault in Monza schnell unterwegs

"Es war nicht einmal knapp! Damit hatte ich nicht gerechnet", räumt er ein. "Aber dass es allen anderen auch so ging, tröstet mich ein bisschen", grinst er und verrät: "Im ersten Run [in Q3] hatte ich einen Windschatten von Ferrari. Denen war das ziemlich egal. Das hat ganz gut geklappt. Ich dachte mir, wenn ich mich an die Ferraris anhänge, jubelt mir das Publikum auch zu! Seb war vor mir."

"Die Tifosi haben gejubelt, der Windschatten war gut. Das war sehr gut", zeigt er sich zufrieden. Optimal war seine Runde allerdings nicht. "Ich hatte schon das Gefühl, dass in der zweiten Schikane und in der Ascari mehr drin gewesen wäre. Ich glaube schon, dass da noch ein paar Zehntel drin waren. Aber das hätte nicht für ganz vorne gereicht", grübelt er.

 

"Wahrscheinlich wäre ich Fünfter geblieben. Mit einer besseren Zeit", so Ricciardo, dem am Ende 0,382 Sekunden auf Vettel auf P4 fehlten. Insgesamt ist er mit der Performance des Autos am Wochenende aber auf jeden Fall zufrieden. "Das Auto fährt hier mit wenig Abtrieb, und da scheint die Balance einfach zu stimmen. Wir haben das Auto das gesamte Wochenende fast nicht angerührt", verrät er.

"Wir haben den besseren Motor, den wir dieses Wochenende verwenden können. Das hat wirklich Spaß gemacht, auch der Speed auf den Geraden. Das hat gar nicht so viel Arbeit gebraucht, es läuft eigentlich alles ganz easy", so Ricciardo. Jetzt wird es darum gehen, die gute Ausgangsposition am Sonntag auch in ein gutes Endergebnis umzusetzen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann