Rich-Energy-Posse: Investoren distanzieren sich von William Storey

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Rich-Energy-Posse: Investoren distanzieren sich von William Storey
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11.07.2019, 15:59

William Storey steht mit seinem Kündigungs-Tweet alleine da: Die Investoren von Rich Energy distanzieren sich von ihm und wollen ihn nun sogar rechtlich loswerden

Nach dem kuriosen Tweet von Haas-Sponsor Rich Energy hat sich der Energydrink-Konzern nun mit einem Statement zu Wort gemeldet und sich von Geschäftsführer William Storey und seinen Aussagen distanziert. Storey hatte via Twitter das Ende des Sponsoring mit dem Formel-1-Team Haas verkündet und sie später als "Milchwagen am Ende der Startaufstellung" bezeichnet.

Das ist aber mit Storeys Geschäftspartnern so nicht abgesprochen, die sich in einer Mitteilung demonstrativ hinter Haas und den Deal stellen. "Wir glauben mit voller Überzeugung an das Haas-Team, seine Performance und die Organisation als Ganzes und stehen vollkommen hinter der aktuellen Sponsoring-Vereinbarung", heißt es da.

Der Post auf Twitter sei auf "außer Kontrolle geratene Aktionen eines Einzelnen" zurückzuführen und hätte für eine "große Peinlichkeit" gesorgt. Zwar wird Storey in der Mitteilung nicht namentlich erwähnt, doch seine Tage an der Spitze von Rich Energy könnten gezählt sein: "Wir sind dabei, die Einzelperson rechtlich von allen ausführenden Verantwortungen zu entfernen", kündigen die Teilhaber an.

Weiterhin betont man, dass die Aussagen aus dem Tweet nicht die Meinung des Unternehmens widerspiegeln. "Der Vorfall ist sehr bedauerlich. Wir werden uns nicht weiter zu diesem kommerziell sensiblen Thema äußern und es hinter verschlossenen Türen abschließen."

Gleichzeitig bestätigt man noch einmal das Engagement bei Haas und der Formel 1 und bedankt sich für deren Unterstützung und Geduld.

 

Die Anteilseigner von Rich Energy UK sind laut Auszug aus dem Handelsregister eine Firma namens Brandsellers Holdings sowie Robert Lee, Charlie Simpson, Lloyd Tunicliffe und Neville Weston. Rich Energy UK wiederum wird kontrolliert von einer separaten Holdingfirma, in der dieselben Personen aktiv sein sollen, heißt es.

Am Mittwochabend hatte Rich Energy auf Twitter verkündet, man habe den Vertrag mit dem Haas-Team "wegen schlechter Leistungen" gekündigt: "Wir wollen @redbullracing schlagen, und in Österreich hinter @WilliamsRacing zu landen, ist inakzeptabel." Gleichzeitig störe man sich "an der Politik und der Political Correctness" der Formel 1.

Storey nannte die Entscheidung später in englischen Medien bedauerlich, aber logisch: "Das sind nette Leute bei Haas, aber das Auto wird immer schlechter. Wir sind ein besseres Produkt als Red Bull. Da ist ein Milchwagen am Ende der Startaufstellung ein Desaster für uns."

Haas wird auch in Silverstone mit dem Logo des Unternehmens auf dem Auto fahren.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Norman Fischer
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