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Robert Kubica: "Hätte den Tankstopp niemals abgeschafft"

Die Formel 1 soll in der Saison 2021 umgekrempelt werden und die FIA scheint über die Rückkehr von Tankstopps nachzudenken - Robert Kubica ist dafür

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Robert Kubica: "Hätte den Tankstopp niemals abgeschafft"

Die Formel-1-Regeln für die Saison 2021 werden im Fahrerlager, bei Liberty Media und dem Automobil-Weltverband (FIA) noch immer heiß diskutiert. Die Verantwortlichen wiegen verschiedene Optionen ab, um das Racing in der Königsklasse zu verbessern. Im Laufe der Diskussionen sind Tankstopps wieder ein Thema geworden.

Für die Teams würden bei der Rückkehr der Tankstopps - sind sind seit 2010 verboten - enorme Kosten entstehen. In der ersten Saison werden Kosten in Höhe von einer Million Euro geschätzt. In den Folgemeisterschaften sollen sich die Betriebskosten auf rund 330.000 Euro pro Jahr belaufen. Während die Teams skeptisch sind, sprechen sich Fahrer wie Robert Kubica für die Rückkehr des Nachtankens aus.

"Als Rennfahrer hätte ich das Nachtanken gar nicht erst abgeschafft", sagt der Williams-Fahrer. "Natürlich: Wie immer gibt es unterschiedliche Betrachtungsweisen. Aus Fahrersicht kann Nachtanken nur positiv sein. Damit wären die Autos leichter, was die Reifen weniger strapazieren würde."

Strategien würden für Action sorgen

Der Formel-1-Veteran schwärmt von verschiedenen Strategien, die die Action in den Rennen verbessern könnten. Außerdem glaubt er, dass die Teams die Reifen mit leichteren Autos - die Fahrer könnten mit weniger Sprit in die Rennen starten - besser in den Griff bekommen würden.

Er sagt: "Derzeit geben die Reifen vor, wann du an die Box musst. Die Strategien sind aktuell ziemlich offensichtlich. Wenn dich jemand mit einem Undercut unter Druck setzt, fährst du eben eine Runde später an die Box."

Mit der Option, im Rennen nachzutanken, würden die Strategien wieder in den Fokus rücken. Teams hätten die Chance, mit einem Geniestreich den Unterschied auszumachen: "Hast du unterschiedliche Spritmengen, durchmischt das die Autos besser. Es ist einfach ein zusätzlicher Faktor, der das Racing beeinflussen kann - auf positive Art und Weise."

Perez für leichtere Autos

Sergio Perez hat in seiner Formel-1-Karriere noch nie im Rennen nachtanken müssen. Deshalb fällt es dem Mexikaner schwer, Argumente für die Tankstopps zu finden. Er sieht bei zu vielen Änderungen in der Saison 2021 eine ganz andere Gefahr: "Je mehr wir ändern, desto größer wird der Vorteil für die Topteams, einen Vorsprung zu entwickeln."

Ob über das Material oder die Sprintmenge, Perez sieht auch einen Vorteil darin, die Formel-1-Autos leichter zu gestalten: "Das wäre für das Rennen super. Jedoch glaube ich nicht, dass es bei den Leistungsunterschieden im Feld einen großen Unterschied ausmachen wird."

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Dennoch wünscht sich der Racing-Point-Fahrer in Zukunft leichtere Autos. Auf die technischen Details will sich der Mexikaner aber gar nicht konzentrieren: "Die Fans interessieren es nicht ob es fünf oder 100 Kilogramm zum Rennstart sind. Sie wollen einfach einen engen Wettbewerb sehen."

Dabei erinnert sich Perez an die Saison 2012, in der es acht verschiedene Sieger gab. "Damals war der Wettbewerb in der Serie richtig eng", so der Formel-1-Veteran, der seit der Saison 2011 in der Königsklasse startet. "Das sollte das Ziel der Formel 1 sein!"

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor André Wiegold