Romain Grosjean nach Bahrain-Trainings: Red Bull für Haas außer Reichweite

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Romain Grosjean nach Bahrain-Trainings: Red Bull für Haas außer Reichweite
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29.03.2019, 23:02

Haas-Pilot Romain Grosjean glaubt, dass sein Team in Bahrain mit Renault kämpfen wird und sieht sich deutlich hinter den Top 3 und Red Bull

Das US-amerikanische Haas-Team hat in den Freitagstrainings geschafft, was sonst nur den Topteams Ferrari und Mercedes gelungen ist: Sowohl Kevin Magnussen als auch Romain Grosjean ist im Gesamtergebnis in die Top 10 gefahren. Der Däne schaffte in 1:30.000 Minuten die siebtbeste Zeit (+1,154 Sekunden Rückstand auf die Vettel-Bestzeit), der Franzose folgte 0,068 Sekunden dahinter auf Rang neun. Das Team ist zuversichtlich, allerdings scheint der Anschluss an die Top 3 noch nicht gelungen zu sein.

"Wir haben gute Arbeit geleistet", freut sich Grosjean am Abend. Er wirkt erfreut und berichtet, dass man "ständig" Neues über den VF-19 dazulernen würde. "Ich habe das Gefühl, dass wir mit dem Auto noch einiges an Luft nach oben haben", schickt er gleich eine kleine Kampfansage voraus. Er wisse bereits, woran er für das Qualifying am Samstag noch arbeiten muss. Generell sei man im Zeittraining meist gut dabei, daher habe man sich am Freitag mehr auf das Rennen fokussiert.

Im ersten Freien Training ist dem Routinier allerdings noch nicht alles aufgegangen. Er landete nur auf Position 17 mit über zwei Sekunden Rückstand. Noch dazu hatte er sich seinen Frontflügel beschädigt. "Ich erinnere mich an keinen besonderen Zwischenfall", antwortet er darauf angesprochen. Grosjean mache sich deswegen keine Sorgen, obwohl der Frontflügel augenscheinlich beim härteren Überfahren der Randsteine seitlich gebrochen ist. "Die Jungs scheinen nicht besorgt zu sein. Ich mache mir keine Sorgen."

Haas prophezeit "guten Kampf" gegen Renault

Was fehlt noch auf die Konkurrenz? Ein bisschen Grip an der Hinterachse, antwortet Grosjean. "Da brauchen wir mehr. Besonders im Longrun würde das helfen. Das schauen wir uns an. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das finden." Er verwendete am Abend - bei diesen Bedingungen wird am Sonntag auch das Rennen stattfinden - zunächst einen Hard für einen Run über acht Runden, danach zog er zweimal einen Soft auf, wobei er damit nach einem Qualifying-Versuch einen 13-Runden-Stint hingelegt hat. Im Durchschnitt schaffte er darauf eine 1:36,8 Minuten.

 

Foto: Steven Tee / LAT Images

Renault war im Longrun am Nachmittag etwas schneller unterwegs. Grosjean prophezeit einen "guten Kampf" mit den Franzosen, da es Nico Hülkenberg bis auf Rang fünf schaffte. "Im Moment scheinen wir leicht im Vorteil zu sein", glaubt der Franzose, fügt aber gleich hinzu: "Aber Renault pumpt viel Geld ins Team und strengt sich richtig an. Ihre Entwicklungskurve zu beobachten, wird spannend. Aber im Vorjahr konnten wir da mithalten. Ich würde mein Geld auf Haas setzen", schmunzelt er.

Er erkennt aber auch an: "Der Renault ist schnell. Das haben wir schon in Australien gesehen. Da haben sie nur das Qualifying versemmelt. Aber wir sind nicht weit weg. Ich glaube, es wird ziemlich intensiv morgen." Das Team von Gene Haas wird sich demnach mehr nach hinten orientieren, als dass man den großen Angriff auf die Top 3, vor allem Red Bull, wagt.

"Nicht unbedingt" näher an Red Bull herangekommen

Schon in Australien habe man gedacht, dass Renault und Haas die Bullen unter Druck setzen könnten, doch am Ende sei man "weit weg" gewesen. Daher glaubt Grosjean auch nicht, dass die Österreicher in Bahrain zu schlagen sind - vor allem da Red Bull mit einem guten Longrun am Freitag auftrumpfen konnte.

 

Teamkollege Magnussen stimmt zu: Man sei "nicht unbedingt" näher an Red Bull herangekommen, muss er feststellen. "Es ist noch sehr früh in der Saison." Allerdings gibt er die Hoffnung noch nicht auf. "Die Leute denken, dass wir im Mittelfeld einen Schritt vor allen anderen sind. Das glaube ich nicht. Wir haben heute gesehen, dass Renault vor uns liegt. McLaren auch. Da ist alles dicht beisammen. Auch im Longrun."

Er ist am Freitag im zweiten Training auf dem Medium und dem Soft längere Runs gefahren. Auf seinem letzten längeren Versuch über neun Runden auf dem Medium ist er im Durchschnitt eine 1:36,6 Minuten gefahren. Was muss Haas noch verbessern, um im Qualifying im Q3 aufzuzeigen? "Mehr aus den Reifen rausholen. Sicherstellen, dass wir da das richtige Fenster treffen im Qualifying. Wir können bis morgen noch ein bisschen was finden. Ob das reicht, werden wir sehen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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