Ross Brawn erwartet volle Action für ersten Qualifyingsprint in Silverstone

Während Lewis Hamilton Langeweile im Sprint-Qualifying erwartet, ist Formel-1-Sportchef Ross Brawn deutlich optimistischer: Zutaten für Action vorhanden

Ross Brawn erwartet volle Action für ersten Qualifyingsprint in Silverstone

Formel-1-Sportchef Ross Brawn ist überzeugt, dass die Fahrer am Samstag alles in das neue Sprint-Qualifying legen werden. Während sich Weltmeister Lewis Hamilton zuletzt skeptischer geäußert hatte und einen Zug erwartet, geht Brawn optimistischer in das Wochenende und zieht einen Vergleich zum heißen Schlusssprint in Aserbaidschan.

"Baku und der Sprint am Ende waren faszinierend und aufregend", sagt Brawn, rechnet aber nicht damit, dass die Fahrer so aggressiv zu Werke gehen werden wie damals. Denn dort ging es über zwei Runden um den Rennsieg, diesmal stehen 100 Kilometer für die Poleposition an. "Sie haben also etwas mehr Zeit", so der Brite.

"Aber", führt er fort, "ich denke, dass sich die Fahrer auch mit Einkaufswagen auf dem Parkplatz bekriegen würden. Es ist in ihrer Natur, dass sie sich gegenseitig schlagen wollen. Für sie gibt es nichts Schlimmeres, als von jemandem geschlagen zu werden." Deswegen glaubt Brawn nicht, dass sich die Fahrer absichtlich zurückhalten werden.

"Selbst wenn man argumentieren könnte, dass der Sprint nur der Vorläufer zum Hauptevent ist, werden sie sich unbedingt schlagen wollen und dabei zeigen, wer der Schnellste und wer der Stärkste ist", so Brawn.

Die FIA und die Formel 1 haben zumindest mit ihren Regeln versucht, dass sich die Fahrer im Sprint-Qualifying nicht zurückhalten müssen. Die kurze Distanz und freie Reifenwahl sollte ermöglichen, dass Fahrer ohne Rücksicht auf das bestmögliche Ergebnis gehen.

"Wir haben versucht, dass sie die ganze Zeit Vollgas fahren können. Wir wollten nicht, dass sich jemand zurückhalten muss, es gibt auch weder im Qualifying noch im Sprint eine seltsame Reifenwahl", so der Sportchef. "Wir wollten eine Situation erschaffen, wo man im Rennen nicht durch seine Reifenwahl im Nachteil ist."

Doch wie sich die Fahrer am Ende verhalten werden und welche Ansagen sie von ihrem Team bekommen, weiß er nicht. "Persönlich bin ich aber sehr optimistisch. Es wird ein sehr guter Event werden, und die Fahrer werden alles geben. Oder werden Max [Verstappen] und Lewis in der ersten Kurve ein anderes Mindset haben, nur weil es ein Sprint ist? Ich glaube nicht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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