Nico Rosberg: Sainz wird es gegen Hülkenberg nicht leicht haben

Carlos Sainz sitzt in Austin erstmals im Renault: Der Wechsel könnte für den Ex-Toro-Rosso-Piloten zur Herkulesaufgabe werden, da Niederlagen gegen seinen Nico Hülkenberg drohen.

Der amtierende Weltmeister Nico Rosberg glaubt, dass Hülkenberg für Sainz, der im Gegensatz zum Emmericher das Auto nicht kennt, zur Herkulesaufgabe werden könnte.

"Es ist sehr schwierig, von einem Auto ins andere zu wechseln. Außerdem befindet sich Hülkenberg auf so einem hohen Niveau. Er fährt meiner Meinung nach unglaublich gut. Es wird nicht leicht, gegen ihn anzutreten", prognostiziert Rosberg gegenüber 'Sky Sports F1'.

Für den 23-Jährigen, der drei Jahre lang für Toro Rosso fuhr und mit Teamwechseln in der Formel 1 keine Erfahrung hat, ist Renault die große Chance, sich bei einem Werksteam zu etablieren. Doch genau das war auch der Plan Hülkenbergs, der bereits im Vorjahr von Force India nach Enstone wechselte und dort dieses Jahr Jolyon Palmer keine Chance ließ: Das Qualifying-Duell ging 15:0 für den Emmericher aus, in WM-Punkten steht es 34:8.

Sainz, der im Zuge der von Renault geduldeten Motoren-Vertragsauflösung mit Toro Rosso als Entschädigung zum französischen Werksteam transferiert wurde, weiß um seine schwierige Situation Bescheid. "Nico ist 16 Rennen lang ein Auto gefahren, das ich nicht gefahren bin. Es wird also Zeit brauchen, mich zu gewöhnen. Mein Ziel ist es natürlich, so schnell wie möglich auf Tempo zu sein, aber das geht nicht von selbst. Es wird viel harte Arbeit, Analysen, das Verstehen der Ingenieure und das Wissen, wie ich das Auto fahren muss, benötigen."

Dass Sainz nicht wie normalerweise üblich nach Saisonende zu seinem neuen Team wechselt, macht es nicht einfacher. Zumal sich Renault mitten im Kampf um Platz fünf in der Konstrukteurs-WM befindet, von dem man derzeit mit Platz acht 24 WM-Punkte entfernt ist. Viel Spielraum für Fehler bleibt da nicht.

Dennoch ist Sainz davon überzeugt: "Es ist der richtige Zeitpunkt. Es kommt, wie es eben kommt. Und es bringt nichts, zu sagen: 'Ich wäre lieber früher oder später gewechselt.' Ich bin bereit dafür." Ob das wirklich der Fall ist, wird bereits das kommende Grand-Prix-Wochenende in Austin zeigen. 

 

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