Sainz über Mick Schumacher: Wie der Nachname nicht zur Bürde wird

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Sainz über Mick Schumacher: Wie der Nachname nicht zur Bürde wird
Autor:
Co-Autor: Stuart Codling
11.04.2019, 13:09

McLaren-Pilot Carlos Sainz verrät, dass ihn sein berühmter Nachname als Kind "sehr oft" geärgert hat - Er hat einen Ratschlag für Mick Schumacher

In der Vorwoche stand Mick Schumacher beim Bahrain-Test im Fokus der Öffentlichkeit. Der Deutsche fuhr zum ersten Mal einen aktuellen Formel-1-Boliden. 3.532 Tage nachdem sein Vater Michael Schumacher zum letzten Mal einen Ferrari pilotierte, war sein mittlerweile 20-jähriger Sohn im Ferrari-Rennanzug an der Reihe. Wie es sich anfühlt, als Sohn eines berühmten Rennfahrers plötzlich selbst im Rampenlicht zu stehen, weiß auch Carlos Sainz. Besonders als Kind habe ihn sein Nachname des Öfteren genervt.

"Sehr oft", antwortet Sainz, sei sein Nachname ein Nachteil gewesen. "Vor allem als ich Kart gefahren bin als Kind. Ich habe einfach gespürt, dass mich viele Leute beobachten und meine Ergebnisse [studieren]. Viele Kinder und Rennfahrer waren auf mich fokussiert, weil ich der 'Sohn von' bin", erinnert er sich.

Im Laufe der Jahre habe er sich an die Aufmerksamkeit aber gewöhnt. "Und obwohl es manchmal echt hart ist, muss man das positiv sehen. Einen zweifachen Weltmeister als Vater zu haben, hat mich nur zu einem besseren Fahrer gemacht", stellt der McLaren-Pilot heute fest. Carlos Sainz sen. zählt zur Weltspitze im Rallyesport, er wurde zweimal Rallye-Weltmeister und gewann zudem zweimal die berühmte Rallye Dakar.

Mick Schumacher ist ebenfalls ständigen Vergleichen ausgeliefert. Anders als Sainz, der sich nicht für Rallye sondern Formelsport entschieden hat, will Mick wie Vater Michael Schumacher in die Formel 1 kommen. Sein Vater ist bis heute der erfolgreichste Formel-1-Pilot aller Zeiten, mit sieben WM-Titeln und 91 Grand-Prix-Siegen. Dass er seinen ersten Formel-1-Test ausgerechnet mit Ferrari absolvierte, sorgte für besonders großes Aufsehen.

"Er bekommt sehr viel Aufmerksamkeit von den Medien aufgrund der Tests in der Vorwoche, er tut mir leid deswegen, aber manchmal ist das auch nicht schlecht", meint Sainz. Er glaubt, dass Schumacher ein sehr gutes Umfeld habe und sehr gut aufgehoben ist. Der Deutsche gehört der Ferrari-Nachwuchsschmiede an und ist 2019 in der Formel 2 mit Prema aktiv.

Der Spanier hat noch einen Ratschlag für Schumacher parat: Nur nicht zu freundlich sein. "Es gibt diese Jungs, die meinen: 'Ich will den Sohn von Carlos Sainz öfter schlagen als alle anderen, weil vielleicht sein Vater mich dann wahrnimmt'. Das hat mir als Kind gar nicht gefallen. Mein Vater sagte mir: Entweder ich beiße zurück oder ich werde gebissen." Dadurch habe er realisiert, dass er aggressiver werden muss. "Ich habe mir dadurch mehr Respekt erarbeitet."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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