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Schwachpunkte aufgedeckt: Renault betreibt Schadensbegrenzung

Viel Abtrieb und wenig Grip waren für Renault in Portimao Gift, doch in der Konstrukteurs-WM verlor das Team keinen Boden auf Rang drei

Schwachpunkte aufgedeckt: Renault betreibt Schadensbegrenzung

"Wir haben Schadensbegrenzung betrieben", weiß Daniel Ricciardo nach dem Großen Preis von Portugal. Denn von den Teams, die um Rang drei in der Konstrukteurs-WM kämpfen, war Renault in Portimao das langsamste. Trotzdem hielt sich der Schaden für die Franzosen in Grenzen: McLaren holte nur zwei Punkte mehr, Racing Point genau so viele.

Somit beträgt der Rückstand auf Rang drei weiterhin nur sechs Zähler. "Wir sind daher immer noch im Rennen. Das ist wichtig", sagt Ricciardo. Der Grand Prix von Portugal lief für Renault jedoch nicht wie gewünscht. Esteban Ocon wurde nur Achter, Ricciardo sogar nur Neunter.

Woran es liegt, kann der Australier aber erklären: "Wir hatten Graining auf dem Soft-Reifen", sagt er. "Ich denke also, dass wir nicht genügend Aero-Balance im Auto hatten, und das hat unsere Vorderreifen ziemlich zerstört. Und beim Medium hatten wir einfach Probleme, die Reifen in das Arbeitsfenster zu bekommen."

Immer wenn Ricciardo dachte, dass er fast im Fenster wäre, kam wieder etwas Regen und kühlte die Strecke. "Und dann war ich einfach immer knapp unterhalb des Fensters. Und das hat es schwierig gemacht, zu pushen und Temperatur zu generieren", so der Renault-Pilot. Dass man trotzdem noch in die Punkte kam, freut ihn daher umso mehr. "Ich denke, wir können etwas daraus lernen."

 

Das gleiche gilt für die erste Runde, mit der Ricciardo nur mäßig zufrieden war. Auch er hatte die Aufwärmrunde nicht richtig erwischt und demnach etwas zu kalte Reifen. "Ich habe mich in Kurve 3 fast gedreht", sagt Ricciardo. "Aber der Speed in der Aufwärmrunde wird durch die Führenden vorgegeben."

Dass Portimao für Renault ein Rückschritt war, würde Ricciardo aber auch nicht sagen. "Ich glaube immer noch, dass unsere Schwäche bei maximalem Abtrieb liegt", sagt er. In Portimao war eine Menge Abtrieb gefragt, und mit dem weniger vorhandenen Grip wurde der Effekt für ihn noch einmal verstärkt.

"Ich weiß, am Nürburgring war es kalt, aber wenn der Reifen erst einmal warm war, dann gab es eine Menge Grip", schildert er. "Aber hier gab es nie viel. Es war das ganze Wochenende über rutschig. Selbst mit neuen Reifen und wenig Sprit haben wir nie an der Strecke geklebt. Das hat unsere Schwächen wohl ein wenig verstärkt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Event Portimao
Autor Norman Fischer