Sebastian Vettel: "Auf dem Papier nicht die beste Strecke für uns"

Seinen Teamkollegen konnte Sebastian Vettel am Freitag in Bahrain schlagen, doch im Vergleich mit der Konkurrenz könnte es diesmal schwierig werden

Sebastian Vettel: "Auf dem Papier nicht die beste Strecke für uns"

Der Höhenflug aus der Türkei scheint sich für Ferrari in Bahrain nicht fortzusetzen. Zwar war nicht davon auszugehen, dass die Scuderia plötzlich wieder die Plätze drei und vier einnimmt, doch dass man mit beiden Autos farblos außerhalb der Top 10 liegt, dürfte sicher nicht im Sinne des Teams sein: Sebastian Vettel schloss den Tag als 13. ab, Charles Leclerc als 14.

"Auf dem Papier ist es nicht die beste Strecke für uns", muss Vettel nach dem Training am Freitag einsehen. "Aber es gibt noch ein paar Sachen, an denen wir arbeiten und die wir verbessern können", sagt er.

Zumindest scheint Vettel in Bahrain besser zurechtzukommen als sein Teamkollege. Drei Zehntelsekunden nahm er dem Monegassen ab und war dabei in allen drei Sektoren schneller als Leclerc.

Doch im Blickpunkt stehen bei Ferrari vor allem die Reifen - wie auch bei den anderen Teams. Bahrain gilt als reifenmordende Strecke mit einer sehr rauen Oberfläche. "Die Rennen waren hier immer schon hart. Aber das ist ja für alle gleich", sagt Vettel. "Allerdings war es aus dem Grund schwierig, die Reifen am Leben zu halten."

Vor allem für Sonntag sieht der viermalige Weltmeister Probleme voraus: "Mir ist noch nicht ganz klar, wie viele Stopps und welche Reifen am besten sein werden. Da haben wir heute Nacht noch Hausaufgaben", sagt er. "Jetzt konzentrieren wir uns mal aufs Quali, und dann bereiten wir uns aufs Rennen vor."

 

Ein gutes Ergebnis wäre am Sonntag aber wichtig, denn Ferrari kämpft seit der Türkei wieder um Rang drei bei den Konstrukteuren. 24 Punkte beträgt der Rückstand aktuell auf Racing Point und mit einer Punkteausbeute wie in Istanbul wäre noch einiges drin. "Ich würde sagen, dass das unser Ziel ist", meint Teamchef Mattia Binotto, der jedoch weiß, dass es ein ambitioniertes Ziel ist.

"Ich glaube, es wird sehr schwierig", so der Italiener, der es Rennen für Rennen angehen möchte und dabei die Fortschritte der vergangenen Grands Prix bestätigt sehen will. Im Sommer war noch das Ziel, Fortschritte zu erzielen und die Probleme für das kommende Jahr auszuräumen, doch mittlerweile kann man auch sportlich noch etwas erreichen.

"Es ist nicht unmöglich, aber es wird schwierig", betont Binotto. "Ich glaube nicht, dass uns Bahrain besser liegen wird als anderen. Es wird ein aufregendes Saisonende im Kampf um Rang drei geben, allerdings ist der fünfte Rang realistischer als der dritte." Auf Rang fünf fehlen Ferrari aktuell nur sechs Zähler.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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